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Die zeitliche Dimension der Muße | „Brüder, zur Sonne, zur Freizeit“ Das Reich der Freiheit als freie Zeit

Unsere Gegenwart scheint in besonderem Maß von Phänomenen wie Beschleunigung und Zeitverdichtung geprägt zu sein. Im Gegenzug wird der Ruf nach Freiräumen der Muße lauter. Muße verweist auf eine Zeitstruktur, die einem rigiden Effizienzdenken ebenso entgegensteht wie einer unmittelbaren Verwertungslogik. Offen ist freilich, wie Zeit jenseits temporaler Zwänge erfahren werden kann. Das Zeitbewusstsein kann im Erleben von Muße verblassen, es kann aber auch intensiviert werden. Die Vortragsreihe widmet sich diesen gesellschaftlich relevanten Fragen und beleuchtet die zeitliche Dimension der Muße aus der Perspektive unterschiedlicher Fächer: der Philosophie und Soziologie ebenso wie der Psychologie, der Anglistik sowie der Islamwissenschaft. Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom SFB 1015 Muße in Kooperation mit dem Studium generale.
Wann 23.01.2020
von 18:00 bis 20:00
Wo Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek
Name
Kontakttelefon 0761 203-67706
Teilnehmer (Andreas Arndt, Berlin)
Termin übernehmen vCal
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Referent/Referentin:
Andreas Arndt (Berlin)

Termin:
Donnerstag, 23.01.2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort:
Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek

Termin übernehmen:
vCal iCal

Ausführliche Beschreibung:

Der gewerkschaftliche Kampf zur Verringerung der Arbeitszeit wurde in Anlehnung an ein altes Kampflied der Arbeiterbewegung oft dadurch ironisiert, dass im Text „Freiheit“ durch „Freizeit“ ersetzt wurde. Karl Marx zufolge wäre jedoch beides nahezu identisch. Im Kapital beschreibt er das „Reich der Freiheit“ als den Raum einer freien, selbstbestimmt zu erfüllenden Zeit jenseits der Notwendigkeiten zur Reproduktion des Lebensprozesses.
Dieser Bestimmung soll in dem Vortrag nachgegangen werden. Zu fragen ist, was es heißt, Freiheit so zu bestimmen, dass sie raumzeitlich neben der Notwendigkeit verortet wird, und welcher inhaltlichen Bestimmtheit der Freiraum bzw. die freie Zeit unterliegen muss, um Freizeit nicht nur als leere Zeit, sondern als selbstbestimmte Zeit begreifen zu können.

 

Andreas Arndt wurde 1949 in Wilhelmshaven geboren und ist Professor emeritus der Philosophie. Zuletzt war er Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, zudem ist er Ehrenpräsident der Internationalen Hegel-Gesellschaft, u.a. Projektleiter des Vorhabens „Friedrich Schleiermacher in Berlin 1808–1834“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied des internationalen Beirates der Marx-Engels-Gesamtausgabe.
Weitere Informationen und Publikationen: arndt-andreas.de.



Interne Verantwortlichkeit:
Deutsches Seminar

Veranstaltende Institution(en):
SFB 1015 Muße

Kontaktperson:
Name: Geschäftsstelle des SFB 1015 Muße
Tel: 0761 203-67706
E-Mail: sekretariat@sfb1015.uni-freiburg.de

Webadresse:
https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/de/dateien/Broschre_Vorlesungsreihe_WS_19_20_final.pdf

vortrage_uie-veranstaltungsart philosophie_uie-themengebiet 1050000000_uie-organisation 1050600001_uie-institut

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