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Veranstaltungskalender

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Veranstaltungen am 12.04.2018:

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Muße und Arbeit
Muße und Arbeit - beides scheint in der Leistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts unvereinbar: Wo gearbeitet wird, gibt es keine Muße. Und aus Zeiten und Räumen der Muße wird Arbeit kategorisch ausgeschlossen.

Debatten über die gesellschaftliche Verteilung von Arbeit, über die Verringerung von Arbeitslosigkeit oder über das bedingungslose Grundeinkommen zeigen, welche Bedeutung das (entlohnte) Tätigsein für Gesellschaften - zumindest des Globalen Nordens - hat. Arbeitet der Mensch, um zu leben oder lebt er, um zu arbeiten?

Diese Dichotomie von Arbeit und Muße erscheint bei genauerer Betrachtung jedoch auflösbar. Sei es während der Arbeitstätigkeiten oder in Pausen: Menschen schaffen sich heute individuell oder kollektiv überall und zu jeder Zeit Freiräume und unterwandern damit die von Kapitalismus und Neoliberalismus an sie gestellten Ansprüche.

Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung von dem Arbeiten enthobenen Aktivitäten für die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter*innen - und verschränken damit Freiräume und Freizeiten mit neoliberalen Zielen. Großkonzerne wie Facebook oder Google, aber auch viele Start-Up-Unternehmen, entwickeln neue Modelle, die Arbeits- und Freizeit gleich ganz zu nivellieren versuchen. Zudem wird in der Gründerszene häufig eine Verbindung von sozialen Anliegen, Ideen einer neuen, achtsameren und mußevolleren Wirtschaftsweise mit wirtschaftlichen Zielen angestrebt (Social Entrepreneurship).

Die Tagung möchte im Sinne des Sonderforschungsbereichs aus einer interdisziplinären Perspektive den komplexen Zusammenhang von Muße und Arbeit sowohl theoretisch als auch empirisch oder (kultur-)historisch kontextualisierend diskutieren. Die Tagung möchte damit nicht nur Arbeit und Freizeit, Muße und Produktivität mit den damit verbundenen Praktiken und diskursiven Formationen verstehen, sondern darüber hinaus auch einen kultur-, geistes,- und sozialwissenschaftlichen Beitrag zur Gesellschaftsanalyse leisten.
12.04.2018 12:00 - 14.04.2018 12:00, Hermann-Herder-Str. 9, Raum 0003 und 0018
Prof. Dr. Manuela Boatca:
Rethinking Europe from the Caribbean: Entanglements and Legacies
Die vielfältigen Verflechtungen zwischen der Karibik und Europa stehen im Mittelpunkt der Konferenz, in deren Rahmen auch das 30jährige Jubiläum der Society for Carribean Research (Socare) gewürdigt wird.

Die Konferenz 2018 an der Universität Freiburg beschäftigt sich mit dem Erbe des europäischen Kolonialismus in der Karibik und mit historischen sowie gegenwärtigen transregionalen Verflechtungen zwischen der Karibik und Europa. Historische, politische und sozioökonomische Kontexte, sprachliche Entwicklungen und kulturell-ästhetische Praktiken, welche die Karibik und Europa miteinander verknüpfen, treten dabei in interdisziplinären Dialog auch über die Sprach- und die damit verbundenen Untersuchungsgrenzen, welche die Karibikforschung meist prägen.

Europa aus der Karibik heraus neu zu denken bedeutet aber auch, die Forschung zu den europäischen Übersee-Territorien und Regionen in der Karibik dahingehend zu befragen, welche neuen Perspektiven auf Europa diese Verbindungen aufzeigen und ermöglichen. Dazu gehören auch Verknüpfungen mit sued- und osteuropäischen Kontexten und deren regionalen Alteritätserfahrungen im europäischen Gefuege. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, eine solche Re-Perspektivierung von Europa aus karibischen Kontexten heraus zu erarbeiten.
Das detaillierte Programm der Tagung und weitere Informationen finden Sie hier: http://caribbeanresearch.net/en/2018-conference/
12.04.2018 17:00 - 15.04.2018 13:00, Hörsäle 3042, 3043 und 3044 im KG III
Tel: 203-3490