Zur Person
Aaron Gebler, geboren 1994 in Erkelenz und aufgewachsen in der Nähe von Greifswald, ist Akademischer Rat am Seminar für Alte Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, wo er 2022 im Fach Alte Geschichte mit einer Dissertation zur Bedeutung von Losverfahren im antiken Griechenland promoviert wurde. 2026 verteidigte er zudem seine politikwissenschaftliche Dissertation an der Technischen Universität Chemnitz zum Einsatz deliberativer Mini-Publics in der Europäischen Union; die Veröffentlichung wird derzeit vorbereitet. In seinem seit Oktober 2024 laufenden Habilitationsprojekt untersucht er Formen und Dynamiken kollektiver Gewalt im antiken Sizilien.
Forschung
Aaron Gebler erforscht mit interdisziplinärem Zugriff, wie antike Gesellschaften kollektive Entscheidungen treffen, Konflikte austragen und unter Bedingungen von Unsicherheit und Gewalt Ordnung herstellen. In seiner Dissertation untersuchte er die Rolle von Losverfahren im griechischen Raum; daran anschließend widmete er sich der Emotionsgeschichte mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftliche Bedeutung von Angst. Sein laufendes Habilitationsprojekt analysiert Formen und Dynamiken kollektiver Gewalt in den Gesellschaften des antiken Sizilien. Parallel zu seinen historischen Studien analysierte er in seiner 2026 an der TU Chemnitz abgeschlossenen politikwissenschaftlichen Dissertation die Rahmenbedingungen, Verbreitung und politischen Auswirkungen deliberativer Mini-Publics im EU-Raum.
Publikationen
Ausgewählte Publikationen
- Gebler, A., Die Verwendung und Bedeutung von Losverfahren in Athen und im griechischen Raum vom 7. bis 5. Jh. v. Chr., Stuttgart 2024.
- Gebler, A./Teuscher, A., Καὶ τὰς οὐσίας δὲ κοινὰς ποιησάμενοι. Gesellschaftsordnung im antiken Lipara, in: Hermes 153 (1), 2025, 13–27.
- Gebler, A./Oppermann, K., Angstpolitik in den Internationalen Beziehungen. Ziele und Wirkung verängstigender Kommunikation in der internationalen Politik, in: Lanfer, J./Schnell, M., Angst und Angstpolitik. Interdisziplinäre Perspektiven, Wiesbaden 2024, 251–265.
- Gebler, A./Lanfer, J., Überlegungen zur Entwicklung der Tyrannenangst in Athen, in: Historia 74 (1), 2025, 23–55..
Lehre
Aaron Gebler setzt in seiner Lehre verschiedene Schwerpunkte, die von der Entstehung der Demokratie im antiken Griechenland bis zur Auseinandersetzung mit kollektiver Gewalt reichen. Er integriert zudem digitale Methoden in die Altertumswissenschaften, wie das Tool zur digitalen Textanalyse eAQUA. Im Rahmen eines Seminars zum Videospiel Assassin’s Creed Odyssey setzte er sich mit der Rezeption der Antike in der Gegenwart auseinander. Seine aktuellen Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.