Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Qualitätsziele in Studium und Lehre

Fünf Studierende sitzen an einem Tisch in einem Seminar. Im Hintergrund, etwas verschwommen, sitzen ein Mann und zwei Frauen. Im Vordergrund sitzt leicht mittig ein lächelnder Mann, der seine Hand an seinem Kinn abstützt. Rechts daneben sitzt eine Frau mit schwarzem Bob, die leicht lächelt.

1. Einheit von Forschung und Lehre

Studierende lernen auf der Grundlage einer engen Verbindung von Forschung und Lehre und werden zu selbstständigen, reflektierenden Persönlichkeiten ausgebildet.

Die grundständigen Studiengänge bereiten die Studierenden auf einen berufsbefähigenden Abschluss und die M.-Sc.-Studiengänge vor, wobei darauf geachtet wird, dass ein Wechsel in die neu etablierten M.-Sc.-Studiengänge möglich ist. Die Studiengänge haben einen starken Forschungsbezug, sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch bei den Abschlussarbeiten. Im Rahmen der Abschlussarbeiten arbeiten die Studierenden an aktuellen Forschungsprojekten in den Arbeitsgruppen. In sämtlichen Praktika, die etwa die Hälfte der Studienzeit umfassen, werden die Studierenden ausführlich zu Sicherheits- und Gefahren-Aspekten ebenso wie ethischen und Nachhaltigkeits-Aspekten instruiert, um gesellschaftlich benötigte Kompetenzen für das spätere Arbeitsleben zu erwerben.

2. Wertschätzung von Vielfalt und Interdisziplinarität

Die Fakultät versteht Diversität als Bereicherung und fördert fachübergreifende Zusammenarbeit, um komplexe Zusammenhänge interdisziplinär zu erfassen.

Die Fakultät für Chemie und Pharmazie arbeitet über Fächergrenzen hinweg in enger Kooperation mit anderen Fakultäten. Sie ist beteiligt an Exzellenzclustern (CIBSS, LivMatS) und Sonderforschungsbereichen, die die Chemie und die Pharmazie mit anderen Fakultäten verbinden. Weiterhin bestehen gemeinsame Aktivitäten, z. B. in den Bereichen Ethik und Nachhaltigkeit, die über Fächergrenzen hinweg aufgebaut und ausgebaut werden.

3. Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit

Lehren und Lernen sind von gesellschaftlicher Verantwortung geprägt; Internationalität und Nachhaltigkeit sind grundlegende Leitprinzipien.

Die Fakultät fördert den gegenseitigen wissenschaftlichen Austausch Studierender in internationalen Programmen. In den M.-Sc.-Studiengängen sind Mobilitätsfenster vorgesehen, die Auslandssemester ermöglichen und Studierende dazu ermuntern sollen, diesen Schritt zu gehen. Gemeinsame binationale Studiengänge mit Partnern in Frankreich sind fest etabliert. Vorlesungen und Seminare, die Nachhaltigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, wurden eingerichtet und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Bedarfe berücksichtigt.

4. Aktive Rolle der Studierenden

Studierende gestalten ihre Lernprozesse aktiv mit, beteiligen sich am Qualitätsmanagement und erwerben Kompetenzen zu wissenschaftlichem, kritischem und selbstständigem Denken.

Der Austausch zwischen Studierenden und Fakultät ist mannigfach und umfangreich. Studierende geben in Vorlesungen Rückmeldungen zu Veranstaltungen und tragen so zur stetigen Verbesserung der Lehre bei. Sie sind bei Entscheidungen der Fakultät in zahlreichen Gremien eingebunden und werden mit ihren Anliegen gehört. Ein entscheidender Austausch über die Qualität von Lehre ist durch Beteiligung in den Studienkommissionen gegeben.  

Die Studierenden werden beim selbstständigen Lernen im Rahmen der Denk- und Lernfabrik (DuLFab) unterstützt. Hier bekommen die Studierenden selbstreguliert Hilfe von Tutorinnen und Tutoren (in der Regel sind das Promovierende), sobald sie Lernschwierigkeiten bemerken. Methoden und Ergebnisse, die die Studierenden in allen Praktika ihres Studiums und während der Abschlussarbeiten angewendet, bzw. erhalten haben, werden von ihnen im Rahmen der Praktika vor den „Peers“ verteidigt und im Rahmen der Abschlussarbeiten vor den Arbeitsgruppen diskutiert. Hier wird darauf geachtet, dass die Studierenden lernen, ihre Ergebnisse selbstkritisch zu hinterfragen und daraus Modelle abzuleiten, die in weiteren Experimenten überprüfbar sind.

5. Engagement der Lehrenden

Lehrende fördern Neugier und wissenschaftsorientiertes Denken, entwickeln ihre Didaktik weiter und unterstützen Studierende und Promovierende mit differenzierten Betreuungsangeboten.

Die Lehre ist in der Fakultät von zentraler Bedeutung und darauf ausgerichtet, die Studierenden in kritischem naturwissenschaftlichem Denken zu aktivieren. In der Pharmazie findet eine kontinuierliche hochschuldidaktische Weiterbildung der Dozenten und Dozentinnen in Form einer jährlichen Veranstaltung statt. Es wird angestrebt, zukünftig eine ähnliche Veranstaltung in der Chemie zu etablieren. Nachwuchswissenschaftler nehmen hochschuldidaktischen Angebote als eine Bedingung für die ihre Lehrtätigkeit in Anspruch. Sämtliche Lehrveranstaltungen der Fakultät werden regelmäßig von den Studierenden evaluiert und die Ergebnisse in den Studienkommissionen diskutiert.

Studierende und Promovierende werden in ihrer Entwicklung zielgerichtet unterstützt. Dies umfasst u. a. den Besuch von Tagungen, das Ermöglichen der Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, Austausche innerhalb von Forschungsverbundpartnern und die Durchführung interdisziplinärer Forschung in Verbünden. Weiterhin ist durch die Einbindung von Studierenden in die Forschung eine Verzahnung mit den Arbeitsgruppen gegeben, die oft in Beteiligungen an Publikationen münden. Hier lernen Studierende die Forschungslandschaft kennen und Promovierende lernen Studierende in ihre Arbeit mit einzubinden und anzuleiten.

6. Kombination aus Präsenzlehre und digitaler Lehre

Präsenzlehre wird bedarfsgerecht durch digitale Formate ergänzt; Lern- und Lehrmethoden werden kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt, um hohe Qualität sicherzustellen.

Die Lehrenden greifen aktiv auf neue Formate in der Lehre zurück. Präsenzlehre bleibt ein wesentlicher Pfeiler, um die Studierenden interaktiv in den Lehr- und Lernprozess einzubinden. Die Studierenden werden motiviert, aktiv an Vorlesungen teilzunehmen und kritische Fragen zu stellen. Sie lernen in Gruppen, um auch soziale Kompetenzen auszubauen, und diskutieren gemeinsam ihre Resultate. In Praktika lernen sie handwerkliches Geschick mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu verknüpfen und theoretische Inhalte in der Praxis umzusetzen. Diese Methoden werden durch Flipped-Classroom Konzepte ergänzt. Die Studierenden werden in ihrem Studium durch aktualisierte und aufbereitete Arbeitsmaterialien bestmöglich unterstützt. Für Studierende werden verschiedene Unterstützungsformate angeboten und laufend aktualisiert, die zu einem Gelingen des Studiums beitragen (z. B. Vorkurs Mathematik, DuLFab). Die Studierenden werden in den Praktika und bei den Abschlussarbeiten engmaschig betreut. Bei den Abschlussarbeiten wird ein Studierender intensiv vom jeweiligen Betreuungs- und Lehrpersonal betreut. Sowohl in den Praktika als auch bei den Arbeiten zu den Abschlussarbeiten gibt es einen regelmäßigen, oftmals täglichen Kontakt.

7. Ziel: verantwortungsvolle und kompetente Persönlichkeiten

Die Fakultät unterstützt alle Mitglieder darin, Wissen, Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen zu erwerben, um reflektiert, verantwortungsvoll und erfolgreich handeln zu können.

Die Fakultät für Chemie und Pharmazie ist bestrebt, allen Mitgliedern ein Wachstum und die Bildung in selbständigem, rationalem und reflektiertem Handeln zu ermöglichen. Analytische Denkweisen, rationale Argumentation und ethische Reflexion gehören ebenso dazu wie Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten, die gleichermaßen soziale, ökologische und ökonomische Themen umfassen.