Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Denkmaltafeln am Kollegiengebäude I angebracht

Freiburg, 27.05.2026

Mehrere Tafeln am Kollegiengebäude I erläutern historische Spuren und Inschriften am Gebäude. Erarbeitet im Austausch mit Universitätsangehörigen, verbinden sie Erinnerungskultur und öffentliche Vermittlung, sowohl vor Ort als auch digital.

Bild von den zwei Stelen vor dem KGI
Bau der Denkmaltafeln am Haupteingang des Kollegiengebäudes I. Foto: Mirjam Höfner/ Universität Freiburg

Am Kollegiengebäude I der Universität Freiburg wurden am 26. Mai 2026 neue Denkmaltafeln errichtet. Das Ensemble umfasst zwei Hauptstelen sowie drei kleinere Schilder, die zur Geschichte des Gebäudes informieren. Die Denkmaltafeln bieten Universitätsmitgliedern, Bürger*innen und Gästen in Freiburg eine geschichtliche Einordnung, die zum Verständnis der historischen Spuren beiträgt – wie etwa zum biblischen Schriftzug „Die Wahrheit wird euch frei machen“ oder zur nationalsozialistischen Inschrift „Dem ewigen Deutschtum“.

Ein Porträt von Sylvia Paletschek.

„Unsere Erinnerungskultur an der Universität Freiburg will historische Spuren sichtbar machen und sie kritisch einordnen. Die neuen Tafeln erläutern die Geschichte des Kollegiengebäudes I und stehen für einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Vergangenheit.“

Prof. Dr. Sylvia Paletschek

Prorektorin für Universitätskultur an der Universität Freiburg

„Unsere Erinnerungskultur an der Universität Freiburg will historische Spuren sichtbar machen und sie kritisch einordnen. Die neuen Tafeln erläutern die Geschichte des Kollegiengebäudes I und stehen für einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Vergangenheit. Ich danke allen Beteiligten, die sich mit Ideen, Textvorschlägen sowie in der konkreten Umsetzung hier eingebracht haben, sehr herzlich für diese wichtige und gute Zusammenarbeit“, sagt Prof. Dr. Sylvia Paletschek, Prorektorin für Universitätskultur.

Die Denkmaltafeln sind das Ergebnis eines partizipativen Prozesses. Die Prorektorin für Universitätskultur hatte die Mitglieder des Senats zur Mitarbeit eingeladen: Eine Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen aus den jeweiligen Statusgruppen entwickelte die Inhalte der Informationstafeln. Die gestalterische Umsetzung übernahm eine Agentur, die bereits die Erinnerungsstelen am Platz der Alten Synagoge gestaltet hatte.

Die beiden Stelen befinden sich rechts des Haupteingangs. Zwei weitere Schilder wurden an der Westseite des Kollegiengebäudes I gegenüber der Universitätsbibliothek angebracht, ein weiteres im Inneren neben dem Mahnmal in der Eingangshalle. Alle Tafeln sind mit einem QR-Code versehen, der auf eine begleitende Website verweist. Die Inhalte stehen auf Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung und werden online zusätzlich in jeweils Leichter Sprache angeboten.

Eine feierliche Eröffnung der Denkmaltafeln als „Ausstellung im öffentlichen Raum“ soll voraussichtlich Anfang Juli stattfinden.

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