Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Eva Mayr-Stihl Stiftung fördert FORSCALE mit 1,15 Millionen Euro

Freiburg, 24.09.2025

Das Internationale Graduiertenkolleg, das Skaleneffekte bei der Anpassung von Wäldern an den Klimawandel erforscht, wurde im Juni 2025 von der DFG bewilligt und erhält nun zusätzliche Förderung von der Stihl-Stiftung.

Ein Herbstwald mit zwei großen Holzpoldern
Foto: Christopher Morhart

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung wird das internationale Graduiertenkolleg IGK 3050 „FORSCALE: Scale effects in the forest adaptation to climate change“ an der Universität Freiburg mit 1,15 Millionen Euro über einen Zeitraum von gut fünf Jahren fördern. Die Förderung ergänzt die bereits bestehende Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Die DFG hatte das Graduiertenkolleg im Juni 2025 bewilligt.

„FORSCALE ermöglicht uns erstmals ein umfassendes Verständnis von Skalenwirkungen in der Waldanpassung im internationalen Kontext zu entwickeln, wodurch gezielte, standort- und governance-spezifische Strategien gemeinsam von deutschen und kanadischen Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen entwickelt werden können, die beide ihre einzigartigen Perspektiven einbringen. Die zusätzliche Förderung durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung ermöglicht es uns, noch umfassender zu erforschen, wie bei der Anpassung von Wäldern an den Klimawandel biologische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte zusammengedacht werden müssen“, sagt Prof. Dr. Thomas Seifert, Professor für Waldwachstum und Dendroökologie an der Universität Freiburg und Sprecher von FORSCALE.

FORSCALE widmet sich den Skalenwirkungen bei der Anpassung von Wäldern an den Klimawandel. Im Zentrum steht die Erforschung komplexer, adaptiver Systeme (Complex Adaptive Systems), die Wechselwirkungen zwischen biologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Prozessen über räumliche und institutionelle Ebenen hinweg berücksichtigen. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Universität Freiburg und mehreren kanadischen Universitäten (Lakehead University, University of British Columbia und Université du Québec). Ziel von FORSCALE ist es, Cross-Scale-Interaktionen in der biologischen Anpassung von Bäumen, der Bereitstellung von Ökosystemleistungen, forstwirtschaftlichen Maßnahmen, Governance-Strukturen und deren Integration zu untersuchen. Das Qualifizierungskonzept des IGKs bietet insgesamt 40 Promovierenden und vier Postdocs eine internationale, interdisziplinäre Entwicklungsmöglichkeit mit Praxisnähe, Stakeholder-Einbindung, interkulturellem Austausch und methodischer Breite.

Über die Eva Mayr-Stihl Stiftung

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung wurde 1986 von Eva Mayr-Stihl und ihrem Ehemann Robert Mayr gegründet. Einer der Schwerpunkte der Stiftungsarbeit ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung. An der Universität Freiburg hat sie seit den 1990er-Jahren mit Forschungsprojekten und Stiftungsprofessuren die Forstwissenschaften und die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen maßgeblich gestärkt. Gleichzeitig trugen diese Förderungen sowie die Unterstützung der Jungen Akademie für Nachhaltigkeitsforschung und anderer innovativer Formate wesentlich zur Entwicklung des heutigen Schwerpunktbereichs „Wege zur Nachhaltigkeit“ und des Innovationscampus Nachhaltigkeit bei. Die Universität Freiburg hat Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr für ihren besonderen Beitrag zur positiven Entwicklung der Universität mit der Würde der Ehrensenatorin beziehungsweise des Ehrensenators ausgezeichnet.

Kontakt

Hochschul- und Wissenschaftskommunikation

Universität Freiburg
Tel.: +49 761 203 4302
E-Mail: kommunikation@zv.uni-freiburg.de