Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Freiburger Radiologe in die Leopoldina aufgenommen

Freiburg, 09.07.2026

Prof. Dr. Fabian Bamberg, Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Freiburg, wurde in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen. Die Akademie würdigt damit seine Forschung zu CT- und MRT-Bildgebung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die frühere Diagnosestellungen und gezieltere Therapien ermöglichen soll.

Portraitbild von Prof. Dr. Fabian Bamberg
Der Radiologe Prof. Dr. Fabian Bamberg wurde in die Leopoldina aufgenommen. Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Prof. Dr. Fabian Bamberg, Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg, ist Ende Juni 2026 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen worden. Damit würdigt die Akademie seine Forschung zur modernen medizinischen Bildgebung. Bambergs Arbeiten helfen dabei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Stoffwechselstörungen früher zu erkennen und Patient*innen gezielter zu behandeln.

„Die Aufnahme in die Leopoldina ist eine große Ehre und zugleich ein Ansporn, die medizinische Bildgebung weiter in Richtung präziser und personalisierter Diagnostik zu entwickeln“, sagt Bamberg. „Unser Ziel ist, moderne Schnittbildverfahren weiter zu verbessern und noch mehr verwertbare Informationen zu gewinnen, um damit Risiken besser einschätzen und Therapien genauer planen zu können.“

Portraitbild von Prof. Dr. Fabian Bamberg

„Unser Ziel ist, moderne Schnittbildverfahren weiter zu verbessern und noch mehr verwertbare Informationen zu gewinnen, um damit Risiken besser einschätzen und Therapien genauer planen zu können.“

Prof. Dr. Fabian Bamberg

Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg

„Die Aufnahme von Prof. Dr. Fabian Bamberg in die Leopoldina ist eine herausragende Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit und zugleich ein starkes Signal für die Medizinforschung in Freiburg“, sagt Prof. Dr. Lutz Hein, Dekan der Medizinischen Fakultät, Universität Freiburg. „Seine Forschung verbindet technologische Innovation mit klinischem Nutzen und zeigt, wie moderne Bildgebung die Versorgung von Patient*innen verbessern kann.“

Bildgebung für präzisere Medizin

Bamberg forscht zu nicht-invasiver Bildgebung, Künstlicher Intelligenz in der Radiologie, populationsbasierter Bildgebung und personalisierter Medizin. Ein Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der Computertomographie, kurz CT. Dazu gehört die Photon-Counting-CT. Diese Technik erfasst Röntgenphotonen direkt, wodurch Bilder mit höherer Auflösung entstehen können. Zugleich kann auf diese Weise die Strahlenbelastung sinken. Dies kann Diagnosen sicherer machen und Verlaufskontrollen erleichtern.

Auch die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist ein Schwerpunkt seiner Forschung. In der Deutschen Nationalen Kohorte, kurz NAKO, verantwortet Bamberg groß angelegte Ganzkörper-MRT-Untersuchungen. Diese Daten helfen, frühe Krankheitszeichen und Risikofaktoren in der Bevölkerung besser zu erfassen.

Künstliche Intelligenz in der Radiologie

Ein weiterer Schwerpunkt von Bambergs Forschung ist Künstliche Intelligenz in der Radiologie. Verfahren des maschinellen Lernens können Muster in großen Bilddatensätzen erkennen. So können Krankheitsverläufe genauer eingeschätzt und Behandlungen stärker an einzelne Patient*innen angepasst werden.

Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und zählt zu den ältesten Wissenschaftsakademien der Welt. Als Nationale Akademie der Wissenschaften berät sie Politik und Gesellschaft zu wissenschaftlichen Fragen. Die Wahl zum Mitglied gilt als hohe wissenschaftliche Auszeichnung.

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