Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Bibliotheca Cartusiae Erfordiensis – digital

Balázs J. Nemes

In Zusammenarbeit mit dem Digital Humanities Lab der Philologischen Fakultät entsteht eine Datenbank, die sich zum Ziel setzt, den überlieferten Buchbestand der 1803 aufgehobenen Erfurter Kartause zu erfassen und den Verbleib der Bücher (Handschriften und Inkunabeln) zu ermitteln. Zum ersten Mal wurde dieser Versuch 1928 von Paul Lehmann unternommen. 60 Jahre später präsentierte Sigrid Krämer eine aktualisierte Dokumentation des erhaltenen Buchbestands der Erfurter Kartause, die im ersten Teil des von Krämer erstellten Nachschlagewerks „Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters“ 1989 erschienen ist.

Der von diesen beiden Verzeichnissen präsentierte Buchbestand bildet den Grundstock einer von Balázs J. Nemes 2020 erarbeiteten und seitdem immer wieder aktualisierten Übersicht, die eine nach Möglichkeit korrigierte, nochmals aktualisierte und bibliographisch fundierte Dokumentation über die aktuellen Aufbewahrungsorte von Büchern aus der Kartause Erfurt bietet: https://freidok.uni-freiburg.de/data/257027 (Stand: 19. September 2024). Die Dokumentation beruht vor allem auf der Auswertung der einschlägigen Forschungsliteratur (Beschreibungskataloge, Werk- und Autor-orientierte Repertorien, Monographien, Editionen, Aufsätze etc.), berücksichtigt aber auch neuere und ältere Auktionskataloge, von denen der Eislebener Versteigerungskatalog der Bibliothek des Stiftsregierungsrates Friedrich Gottlieb Julius von Bülow (1760–1831) von 1836 und die 1847 in Halle stattgefundene Auktion des Antiquariats Lippert und Schmidt besonders hervorzuheben sind.