KI – Aber wie?! — Die Philologische Lehr- und Lernplattform KI*Geist
Die geplante E-Learning-Plattform KI*Geist verknüpft philologische Fachkompetenz, technisches Know‑how zu Künstlicher Intelligenz und mediendidaktische Erfahrung, um ein strukturiertes Angebot zur kritischen Nutzung von KI‑Systemen im Studium zu schaffen. KI*Geist wird aus Mitteln des Transformationsfonds „KI*Lehre“ gefördert und stellt ein nachhaltiges Angebot zur Förderung kritischer KI‑Kompetenz im philologischen Studium und zur Sicherstellung wissenschaftlicher Qualitätsstandards in einer digitalisierten Lehr- und Lernumgebung bereit.

Die Anwendung von generativen KI‑Tools stellt Lehrende und Studierende vor immer größere Fragen und Probleme. Insbesondere die Nutzung von KI-Chatbots verleitet zu neuartigen Fehlertypen im Studienalltag bis hin zu Plagiaten mit fehlerhaften, „halluzinierten“ Quellen und veralteten Methoden.
Unter dieser Entwicklung leidet langfristig nicht nur die Qualität studentischer Leistungen, sondern mit dem Rückgang eigenständiger kritischer Text‑ und Quellenanalyse auch die Kompetenzentwicklung künftiger Absolvent:innen. Um der KI-Krise für die Philologie zu begegnen, bedarf es spezifischer Lern- und Lehrmaterialien. Diese müssen einerseits über die grundsätzlichen Funktionen und Nutzungsfolgen von generativer KI aufklären und andererseits sowohl Lehrende als auch Studierende im konstruktiven Umgang mit KI als Werkzeug wissenschaftlichen Arbeitens schulen.
KI*Geist soll dafür den Grundstein setzen: Wir entwickeln eine leicht zugängliche Lern‑ und Lehr‑Plattform, die spezifisch philologische Fachkompetenz mit aktuellem KI‑Wissen verknüpft und so die reflektierte Nutzung von KI in der Textanalyse ermöglicht. Diese baut auf ethischen Grundsätzen und Maßstäben für die Verwendung von KI speziell in den Literaturwissenschaften auf, die wir im Austausch mit Lehrenden und Studierenden erarbeiten. Dazu entwickeln wir eine Systematik philologischer KI-Kompetenzen wie etwa Argumentationsstruktur, Quellenkritik, Methodik-Verortung oder die kritische Bewertung von KI-generierten Texten. Studierenden und Lehrenden wird somit die aktive Auseinandersetzung mit den Gefahren und Chancen der Nutzung von KI für die Literaturwissenschaft ermöglicht.