Januar | Ich nehme meine Führungsrolle an und bin mir meiner Vorbildfunktion bewusst

Unsere Führungsleitlinie des Monats: Ich nehme meine Führungsrolle an und bin mir meiner Vorbildfunktion bewusst
Das Rektorat hat das „Jahr der Führung 2026“ an der Universität Freiburg eingeleitet.
Führung sichtbar machen. Haltung stärken. Reflexion ermöglichen.
Mit unseren Führungsleitlinien haben wir einen klaren Orientierungsrahmen geschaffen – für gute, verantwortungsvolle Führung in Wissenschaft, Lehre, Verwaltung, Service und Technik. Doch Haltung wird erst dann wirksam, wenn sie gelebt wird. Deshalb widmen wir mit dem Jahr der Führung die kommenden zwölf Monaten einem gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess.
In jedem Monat steht eine Leitlinie im Mittelpunkt. Dazu stellen wir Impulse zur Selbstreflexion und zum Dialog im Team bereit. Die kurzen Fragen laden dazu ein, innezuhalten, die eigene Praxis zu hinterfragen und im kollegialen Austausch voneinander zu lernen.
„In meinem Arbeitsalltag manifestiert sich die Vorbildfunktion am ehesten dadurch, dass ich oft Tätigkeiten ausübe, die nicht so schön sind und eigentlich nicht meine Aufgabe wären, aber wir machen das zusammen, damit es leichter und schneller geht. Zum Beispiel haben mein Mitarbeiter und ich als Team vergangenen Freitag einen riesigen Müllberg einer hiesigen Baustelle zusammengeräumt und entsorgt. Außerdem haben wir das zugehörige Labor selbst grundgereinigt, weil der Termin mit der externen Firma zu spät war. Das sendet in meinen Augen an meinen Mitarbeiter und an alle anderen die Botschaft, dass der Erfolg der Sache viel wichtiger ist als jeder Status und dafür möchte ich Vorbild sein.“
„Ansonsten ist natürlich niemand von uns perfekt und auch mir passiert es hin und wieder, dass ich mich im Eifer des Gefechts im Ton vergreife. Dann ist es mir sehr wichtig, mich bei der Person auch zu entschuldigen, und zwar so oft, wie es sein muss.“
Antonia Möller
Führung ist ein kontinuierlicher Prozess – wir gestalten ihn gemeinsam.
Den Auftakt macht die Leitlinie „Ich nehme meine Führungsrolle an und bin mir meiner Vorbildfunktion bewusst“: Was heißt das ganz konkret für mich in meinem Führungsalltag – und auch für mich ohne formale Führungsverantwortung? In diesem Sinne möchten wir Sie einladen, hinzuschauen, nachzufragen und gemeinsam zu erkunden, wie gelebte Vorbildfunktion unsere Universität stärkt.
„Für mich bedeutet es, meine Führungsrolle anzunehmen, bewusst Verantwortung zu tragen und verlässlich ansprechbar zu sein. Mir ist dabei wichtig, Orientierung zu geben, Klarheit zu schaffen und meine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Zugleich erlebe ich, dass mit der Idee einer Vorbildfunktion Erwartungen verbunden sind, die sich im Laufe der Zeit spürbar verändert haben und die ich für mich immer wieder überprüfe. Führungskräfte sollen heute nicht nur Entscheidungen treffen und einen verlässlichen Rahmen schaffen, sondern auch präsent sein, begleiten, vermitteln und einer Vielzahl von Erwartungen gerecht werden. Diese Breite des Anspruchs ist allerdings nie vollständig einzulösen – weder von mir noch von anderen. Daher verstehe ich Vorbildsein nicht als Anspruch, allem gerecht zu werden oder immer „perfekt“ zu handeln, sondern als eine Haltung der Reflexion: mein eigenes Handeln zu hinterfragen und aus Erfahrungen neue Handlungsweisen abzuleiten, um sowohl mein Führungshandeln als auch mich selbst stetig weiterzuentwickeln.“
Melanie Fritscher-Fehr
„Ich trage Verantwortung für sehr viele Kolleg*innen – das spüre ich jeden Tag, nicht nur durch meinen gesetzlichen Auftrag nach dem Landeshochschulgesetz als Kanzlerin und Personalverantwortliche, sondern auch in der direkten Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen. Hinzu kommt, dass ich ja nicht nur Führungskraft bin, sondern auch Führungskraft von anderen Führungskräften, die ich wiederum zu guter Führung befähigen will. Meine Führungsrolle lebe ich bewusst, indem ich mich jede Woche mit den Geschäftsbereichs- und Abteilungsleiter*innen der ZUV zum „Jour fixe der Kanzlerin“ treffe: Regelmäßige, transparente und direkte Kommunikation ist das A und O einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Außerdem arbeiten wir jedes Jahr in einem zweitägigen Retreat intensiv an der Weiterentwicklung der ZUV. In meiner Rolle als Kanzlerin bestimme ich die Vision und den strategischen Kurs der Universitätsverwaltung, und an diesem Kurs orientiert sich die tägliche Arbeit vieler Beschäftigter – ein Umstand, der mich mit tiefem Respekt und Demut erfüllt.“
Christina Leib
Kanzlerin der Universität Freiburg
Reflexionsfragen für Führungskräfte (und zur gemeinsamen Reflexion mit Mitarbeitenden)
Die folgenden Fragen laden Sie ein, sich in Ruhe und mit wohlwollendem Blick auf sich selbst mit Ihrer Führungsrolle auseinanderzusetzen. Ob als Anstoß im Jour Fixe, in der Teambesprechung, im Jahresgespräch, bei einer kollegialen Tasse Kaffee oder im eigenen Notizbuch – die Fragen lassen sich flexibel nutzen: zum Beobachten, Austauschen, Diskutieren oder einfach zum Nachdenken.
- Was bedeutet es für mich persönlich, Führung zu übernehmen – und wie fülle ich meine Rolle konkret im Alltag aus?
(Wo bin ich mir meiner Wirkung bewusst, wo vielleicht weniger? Welche Rolle spielt mein Verhalten im Umgang mit Grenzen, Ressourcen, Konflikten?) - Wie gelingt es mir, eine Balance zwischen fachlicher Expertise und Führungsaufgaben zu halten – gerade in der Doppelrolle (z. B. als Professor*in/Bereuungsperson)?
(Welche Herausforderungen spüre ich dabei – und wo kann ich Unterstützung annehmen oder systematischer reflektieren?) - Was nehme ich mir für meine Vorbildfunktion im Team konkret vor – und wie möchten wir im Team damit umgehen?
➤ Anstoß für einen Dialog: „Was bedeutet ‚Vorbild sein‘ bei uns konkret – in Bezug auf Zusammenarbeit, Kommunikation, Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen, Umgang mit Fehlern?“
Veranstaltungen im Januar:
Februar | Ich schaffe ein positives Arbeits- und Lernumfeld

Unsere Führungsleitlinie des Monats: „Ich schaffe ein positives Arbeits- und Lernumfeld“
Führung bedeutet nicht nur Entscheidungen zu treffen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass er Menschen inspiriert und in ihrem täglichen Handeln unterstützt. Unsere Führungsleitlinien bieten dafür eine klare Orientierung – doch sie leben erst dann, wenn wir sie tagtäglich in unseren Teams und Projekten umsetzen. Wenn wir bewusst ein Umfeld schaffen, in dem Fehler ein Lernschritt und Anerkennung ein täglicher Brauch ist, entsteht Raum für Kreativität, Engagement und Erfolg. Lassen Sie uns diesen Monat die Chance nutzen, das Arbeits‑ und Lernklima an unserer Universität aktiv zu reflektieren!
Die vollständige Leitlinie können sie hier nachlesen.
Im Januar gestaltete Prof. Dr. Jutta Rump einen Leadership Talk zum Thema „Führung im Wandel: New Work und New Leadership in der Wissenschaft“. Sie beleuchtete, wie gesellschaftlicher Wertewandel, generationenübergreifende Zusammenarbeit, Digitalisierung und KI sowie New‑Work die Zusammenarbeit an Universitäten transformieren. Ein kurzes Resümee sowie die Weiterleitung zum aufgezeichneten Vortrag finden Sie unter dem Reiter Januar.
Die nachfolgenden Zitate geben Einblicke, wie Führungspersonen an unserer Universität mit der Leitlinie „Ich schaffe ein positives Arbeits- und Lernumfeld“ in Berührung kommen und sie in ihrem Alltag erleben. Sie bieten Anregungen zur Reflexion der eigenen Situation:
„Ich bin fest davon überzeugt, dass unser gemeinsamer Erfolg – sowohl in strategischen Projekten als auch in der internen Weiterbildung aus einer gelebten Kultur entsteht, in der wir Leistungen sichtbar machen, Fehler als Lernchancen annehmen und Rituale das Miteinander stärken. Gerade in intensiven Arbeitsphasen merke ich, dass gemeinsame Reflexionszeit zugunsten von To-Do-Listen verschoben werden. In den nächsten Monaten werde ich bewusst daran arbeiten, diesen Rahmen aktiv durch gemeinsame Teamarbeit zu gestalten und entsprechende Zeitfenster zu ermöglichen. Ganz konkret: Wir wollen eine Vision und Mission für unsere Abteilung entwickeln und unsere bestehende Teamcharta mit Blick auf unsere neuen Führungsleitlinien schärfen. So schaffen wir ein vertrauensvolles Umfeld, in dem wir gemeinsam wachsen und Erfolge feiern.“
Petra Engelbracht
(Abteilungsleitung strategische Personalentwicklung VST)
„Mir ist immer bewusst, dass wir in erster Linie Menschen sind – damit meine ich, wir kommen zur Arbeit mit unterschiedlicher Motivation, Laune, oft spielen private Belastungen eine Rolle. Und das ist in Ordnung so, wir machen auch nicht immer alles richtig, oft läuft es einfach nicht wie geplant. Das alles bringen wir in unserem Rucksack jeden Tag mit. Ein ordentliches Maß an Gelassenheit und Flexibilität halte ich daher für essenziell!
Bei der Arbeit haben wir alle in unseren unterschiedlichen Rollen Aufgaben zu erfüllen und Leistung(en) zu erbringen. Das schaffen wir jedoch am besten in einem Rahmen, in dem ich mich als Person gesehen, wahrgenommen und respektiert fühle, in dem ich mich mit meinen Fähigkeiten gut einbringen kann und offen mit allen kommunizieren darf. In unserem Team gibt es z.B. seit kurzem „Retros“, in denen wir unsere Zusammenarbeit durchaus kritisch beleuchten und immer wieder nach Wegen, Methoden und Tools suchen, die (besser) zu uns passen. Ich habe dadurch schon viel dazugelernt!
Generell bietet unser Arbeitsumfeld enorm viele Möglichkeiten, uns weiter- und fortzubilden, dazu ermutige ich meine Kolleg:innen bei jeder Gelegenheit und nutze es auch selbst. Es macht mir wirklich Freude, wenn ich zur Weiterentwicklung anderer positiv beitragen kann. Ebenso gerne nutze ich auch die vielfältigen Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken. Das bereichert meinen Arbeitsalltag, denn es geht letztlich, wie eingangs gesagt, auch immer um uns als Menschen.“
Tanja Trötschel
(Abteilungsleitung Organisationsentwicklung)
Reflexionsfragen für Führungskräfte (und zur gemeinsamen Reflexion mit Mitarbeitenden)
Die folgenden Fragen laden Sie ein, sich in Ruhe und mit wohlwollendem Blick auf sich weiter selbst mit Ihrer Führungsrolle auseinanderzusetzen. Ob als Anstoß im Jour Fixe, in der Teambesprechung, im Jahresgespräch, bei einer kollegialen Tasse Kaffee oder im eigenen Notizbuch – die Fragen lassen sich flexibel nutzen: zum Beobachten, Austauschen, Diskutieren oder einfach zum Nachdenken.
- Was trage ich aktiv dazu bei, dass mein Team ihr Arbeitsumfeld als sicher, unterstützend und lernförderlich erlebt?
(Wie schaffe ich Gelegenheiten für gegenseitige Wertschätzung, Entwicklung und gemeinsames Lernen?) - Wie gehe ich mit Fehlern, Rückschlägen oder Unsicherheiten um – bei mir selbst und bei anderen?
(Ermutige ich zu Feedback – und kann ich selbst auch offen und wohlwollend damit umgehen?) - Welche kleinen Rituale, Zeichen oder Maßnahmen fördern in meinem Team eine positive Grundhaltung im Alltag?
➤ Anstoß für einen Dialog: „Was trägt für euch zu einem positiven Miteinander bei – und was brauchen wir, um uns im Team wohl, gesehen und ermutigt zu fühlen?“
Am 19. Februar widmete sich Prof. Dr. Martin Daumiller (Prof. für Pädagogische Psychologie) der Leitlinie des Monats und konnte mit seinem Vortrag aufzeigen, wie Führung als eine Form von Motivationsarchitektur verstanden werden kann: als bewusste Gestaltung von Arbeits- und Lernumgebungen, die Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit stärken. Einen kurzen Rückblick sowie die Weiterleitung zu der Aufnahme der Veranstaltung finden Sie hier:
April | Ich entscheide verantwortungsbewusst und handle zeitnah

Unsere Führungsleitlinie des Monats: „Ich entscheide verantwortungsbewusst und handle zeitnah“
Wie lassen sich Entscheidungen so treffen und kommunizieren, dass sie Orientierung geben und Vertrauen stärken – gerade wenn Rahmenbedingungen herausfordernd sind? Die Leitlinie „Ich entscheide verantwortungsbewusst und handle zeitnah“ setzt den Fokus auf transparente Entscheidungswege, klare Kommunikation und das Einbeziehen relevanter Expertise. Sie lädt dazu ein, Entscheidungen nachvollziehbar umzusetzen und Prozesse regelmäßig zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Die vollständige Leitlinie können sie hier nachlesen.
Die folgenden Zitate zeigen, wie Führungspersonen an unserer Universität der Leitlinie „Ich entscheide verantwortungsbewusst und handle zeitnah“ im Arbeitsalltag begegnen und was sie daraus für ihr Führungshandeln ableiten. Zugleich laden sie dazu ein, die eigenen Entscheidungsprozesse und Rahmenbedingungen zu reflektieren.
„In meinem Arbeitsalltag muss ich häufig unter hohem Zeitdruck eine Vielzahl von Entscheidungen treffen, von denen meine Kolleginnen und Kollegen unmittelbar betroffen sind, um die große Zahl an parallel laufenden Projekten und Vorhaben für die Universität zu realisieren. Gerade in solchen Situationen wünsche ich mir oft mehr Raum für Austausch und Beteiligung, weil mir unterschiedliche Perspektiven wichtig sind, in dem Wissen, dass die Zeit hierfür eigentlich fehlt. In solchen Momenten versuche ich bewusst Verantwortung zu übernehmen und Orientierung zu geben sowie bestmöglich zu entscheiden, auch wenn nicht alle einbezogen werden können oder manche meine Entscheidung auch nicht befürworten. Dieses Spannungsfeld auszuhalten ist herausfordernd, weil jede Entscheidung Menschen berührt. Verantwortungsbewusstes Entscheiden bedeutet für mich daher, Klarheit zu schaffen, meine Entscheidungen zu begründen und gleichzeitig offen dafür zu sein, sie zu einem späteren Zeitpunkt anzupassen, wenn wieder mehr Raum für Beteiligung und Austausch ist.“
Dr. Melanie Fritscher-Fehr
Leitung Geschäftsbereich Strategie und Kommunikation
„Eine Entscheidung verantwortungsbewusste zu treffen heißt, dafür auch dann gerade zu stehen, wenn sich die Konsequenzen als problematisch erweisen, z. B. indem die Entscheidung Aktionen zur Folge hat, die viel mehr Zeitaufwand bedeuten als man dachte. Dann muss man eben die Zähne zusammenbeißen, selbst Überstunden machen oder eine vertretbare Lösung finden, die zu keiner unangemessenen Belastung von Kolleg*innen führt.
Verantwortungsbewusst zu entscheiden heißt auch, überhaupt zu entscheiden und nicht, die Entscheidung aufzuschieben. Gar nicht zu entscheiden kann viel schlimmere Folgen haben, als eine ungünstige Entscheidung zu treffen, die dann wieder korrigiert werden muss. Wichtig ist, Entscheidungen zu besprechen und transparent zu machen, welche Argumente dabei zum Tragen kamen und welche als weniger wichtig erachtet wurden.“
Dr. Verena Kremling
Beauftragte für Chancengleichheit
Im laufenden Jahr der Führung laden wir Sie herzlich zu den nächsten Veranstaltungen ein – eine gute Gelegenheit, Impulse mitzunehmen, ins Gespräch zu kommen und die Leitlinien gemeinsam mit Leben zu füllen:
Darüber hinaus stehen die Aufzeichnungen von zwei bereits vergangenen Veranstaltungen aus dem Jahr der Führung zur Verfügung – Sie finden sie hier.
Mai | Ich gestalte und fördere Vielfalt

Unsere Führungsleitlinie des Monats: „Ich gestalte und fördere Vielfalt“
„Ich gestalte und fördere Vielfalt“ – diese Leitlinie bringt auf den Punkt, was zeitgemäße Führung heute ausmacht: Offenheit, Respekt und die bewusste Einbindung unterschiedlicher Perspektiven. Im Monat Mai beschäftigen wir uns mit dem Thema, wie Vielfalt im Arbeitsalltag gelebt werden kann, warum sie Teams stärkt und welchen Beitrag jede Führungskraft und jede*r Mitarbeiter*in dazu leisten kann. Erhalten Sie im Rahmen unserer Podiumsdiskussion am 12. Mai 2026 wertvolle Impulse, die inspirieren und Sie dabei unterstützen, Führung im Alltag noch bewusster und wirksamer zu gestalten – gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen Vielfaltsthemen vor dem Hintergrund des Erstarkens antidemokratischer Strömungen zunehmend unter Druck geraten.
Die vollständige Leitlinie können sie hier nachlesen.
Die nachfolgenden Zitate geben Einblicke, wie Führungspersonen an unserer Universität mit der Leitlinie „Ich gestalte und fördere Vielfalt“ in Berührung kommen und sie in ihrem Alltag erleben. Sie bieten Anregungen zur Reflexion der eigenen Situation.
Wo unterschiedliche Meinungen, Bedürfnisse oder Arbeitsweisen aufeinandertreffen, kann es in der Zusammenarbeit anstrengend werden. Dabei können auch Reibungen oder gar Konflikte entstehen. Dennoch – oder gerade deshalb – ist Vielfalt ein unerlässlicher Wert für unsere Universität. Unterschiedliche Perspektiven, individuelle Erfahrungen, persönliche Prägungen und Wertehaltungen, verschiedene Stärken und Kompetenzen erfordern, uns intensiv miteinander auseinanderzusetzen. Der Gewinn ist enorm: Vielfalt fördert die Fähigkeit jeder*s Einzelnen, die Perspektive zu wechseln und andere Meinungen zu akzeptieren, sie fördert das Verständnis füreinander und die Offenheit für neue Herangehensweisen, sie fördert die Sensibilität im Umgang mit anderen und damit langfristig eine tragfähige und fruchtbare Zusammenarbeit. Deshalb stehe ich ein für faire Personalauswahlverfahren, für Schutz vor Diskriminierung, für einen diversitätssensiblen Führungsstil und dafür, dass alle Kolleg*innen gleichermaßen am universitären Leben teilhaben können.
Christina Leib
Kanzlerin
Die Leitlinie zeigt sich in meinem Alltag ganz konkret beim Umgang mit Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung – beginnend mit dem ersten Kennenlernen im Bewerbungsgespräch. Je nachdem um was für eine Form der Beeinträchtigung es sich handelt, kann man immer wieder fragen, wie es geht und ob etwas benötigt wird. Damit kann man signalisieren, dass man mögliche besondere Bedürfnisse des*der Mitarbeitenden auf dem Schirm hat uns so ein Klima des Vertrauens und der Fürsorge schaffen. Besonders beschäftigt hat mich in diesem Zusammenhang die Entscheidung für eine Kollegin mit Schwerbehinderung, die nur wenige Stunden pro Woche arbeiten kann – diese aber mit großem Engagement, sehr sorgfältig und zur großen Zufriedenheit des gesamten Teams.
Dr. Verena Kremling
Beauftragte für Chancengleichheit

Reflexionsimpuls
Leitlinie: Ich gestalte und fördere Vielfalt.
Reflexionsfragen für Führungskräfte (und zur gemeinsamen Reflexion mit Mitarbeitenden)
- Wie gelingt es mir, unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen im Team bewusst einzubeziehen?
(Wo profitieren wir bereits von Vielfalt – und wo könnten Stimmen noch stärker gehört werden?) - Wo könnten unbewusste Vorannahmen oder Routinen unsere Zusammenarbeit oder Entscheidungen beeinflussen?
(Wie kann ich sensibel dafür bleiben und fairere Rahmenbedingungen schaffen?) - Wie erleben Mitarbeitende in meinem Team Zugehörigkeit und Wertschätzung – unabhängig von Hintergrund, Rolle oder Lebenssituation?
➤ Teamimpuls: „Was hilft uns im Team, dass sich alle einbringen können und mit ihren Perspektiven ernst genommen fühlen?“
Juni | Ich unterstütze Mitarbeitende bei ihrer Entwicklung und stärke ihre Stärken

Mehr Informationen zum Inhalt und zur Umsetzung der Leitlinie finden Sie ab Juni in unserem Rundblick-Newsletter-Beitrag.
Juli | Ich fördere vertrauensvolle Zusammenarbeit und stärke Eigenverantwortung

Mehr Informationen zum Inhalt und zur Umsetzung der Leitlinie finden Sie ab Juli in unserem Rundblick-Newsletter-Beitrag.
Oktober | Ich verstehe Kommunikation als zentrale Führungsaufgabe

Mehr Informationen zum Inhalt und zur Umsetzung der Leitlinie finden Sie ab Oktober in unserem Rundblick-Newsletter-Beitrag.
November | Ich bin bereit für Veränderung und gestalte sie aktiv mit

Mehr Informationen zum Inhalt und zur Umsetzung der Leitlinie finden Sie ab November in unserem Rundblick-Newsletter-Beitrag.
Dezember | Ich setze verbindliche Ziele und priorisiere

Mehr Informationen zum Inhalt und zur Umsetzung der Leitlinie finden Sie ab Dezember in unserem Rundblick-Newsletter-Beitrag.

