KWG-Vortrag: Der junge Michelangelo zeichnet – Zur Kreuzschraffur in Italien um 1500

Georg Satzinger, Bonn

Donnerstag, 18. 06. 2026, 20:15 Uhr
Universität Freiburg, KG I, Hörsaal 1010

Michelangelo gehört zu den größten Zeichnern, die die Kunstgeschichte kennt. Die Vielfalt der Techniken, mit der er seine Werke zeichnerisch vorbereitete, ist erstaunlich und erlaubt faszinierende Einblicke in sein künstlerisches Denken. Auch schuf er bereits von den Zeitgenossen bewunderte Zeichnungen um ihrer selbst willen. Mit der vorzugsweise in Feder ausgeführten Kreuzschraffur kam er während seiner Ausbildung in Berührung, zuvor spielte sie in Italien kaum eine Rolle. In kurzer Zeit brachte es Michelangelo hier zu einer Meisterschaft, die für viele Künstler nach ihm vorbildlich wurde. Sie galt als besonders schwierig, ihre Beherrschung als Ausweis größter Kunst. Der Vortrag betrachtet Michelangelos Zeichnungen in dieser Technik im Kontext seines sonstigen zeichnerischen Werkes, fragt nach den Gründen, warum sie für ihn so attraktiv war und warum er sich später auf andere Weisen des Zeichnens konzentrierte.

Georg Satzinger ist emeritierter Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bonn. Seine Forschung konzentriert sich auf die italienische Renaissance (besonders ­Michelangelo) sowie die Architektur des 15. bis 18. Jahrhunderts. Er ist Experte für die Rezeption der Antike und die Theorie der Zeichnung.

KWG
Michelangelo, als Comicfigur gezeichnet, steht in starker Superheldpose mit verschränkten Armen in seinem Bildhaueratelier. Aus seinen Händen strahlen Flammenblitze.

Vortrag: Der junge Michelangelo zeichnet – Zur Kreuzschraffur in Italien um 1500

Prof. Dr. Georg Satzinger, Bonn


Donnerstag, 18.06.2026, 20:00 c.t.

Universität Freiburg, KG I (Hörsaal 1010)


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