{"id":2722,"date":"2021-09-15T12:34:27","date_gmt":"2021-09-15T10:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/med-biochemie\/?p=2722"},"modified":"2026-03-02T11:20:07","modified_gmt":"2026-03-02T10:20:07","slug":"nikolaus-pfanner-erhaelt-schleiden-medaille-der-leopoldina-fuer-erkenntnisse-zu-mitochondrienansichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/med-biochemie\/nikolaus-pfanner-erhaelt-schleiden-medaille-der-leopoldina-fuer-erkenntnisse-zu-mitochondrienansichten\/","title":{"rendered":"Nikolaus Pfanner erh\u00e4lt Schleiden-Medaille der Leopoldina f\u00fcr Erkenntnisse zu Mitochondrien"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Freiburger Zellbiologe hat entscheidend zum Verst\u00e4ndnis des Membransystems von Mitochondrien beigetragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Als Erster die Zusammensetzung der Zellkraftwerke entschl\u00fcsselt<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eDie Schleiden-Medaille ist eine Auszeichnung f\u00fcr mein gesamtes Forschungsteam\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"377\" height=\"417\" src=\"https:\/\/uni-freiburg.de\/med-biochemie\/wp-content\/uploads\/sites\/51\/Pfanner_CIBSS_Freiburg_portrait-e1742340498383.jpeg\" alt=\"Portrait Nikolaus Pfanner\" class=\"wp-image-2234\" srcset=\"https:\/\/uni-freiburg.de\/med-biochemie\/wp-content\/uploads\/sites\/51\/Pfanner_CIBSS_Freiburg_portrait-e1742340498383.jpeg 377w, https:\/\/uni-freiburg.de\/med-biochemie\/wp-content\/uploads\/sites\/51\/Pfanner_CIBSS_Freiburg_portrait-e1742340498383-271x300.jpeg 271w\" sizes=\"auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nikolaus Pfanner<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Prof. Dr.<strong> Nikolaus Pfanner<\/strong>, Mediziner und Zellbiologe der Universit\u00e4t Freiburg, hat entscheidend zum Verst\u00e4ndnis des Membransystems der Mitochondrien beigetragen. Daf\u00fcr wird er von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit der Schleiden-Medaille geehrt, die seit 1955 f\u00fcr hervorragende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie vergeben wird. Nikolaus Pfanner war weltweit der Erste, der mit seinem Forschungsteam die Zusammensetzung der Mitochondrien entschl\u00fcsselt hat. Diese Organellen werden auch als Zellkraftwerke bezeichnet, weil sie einen Gro\u00dfteil des energiereichen Adenosintriphosphats (ATP) der Zellen produzieren. Dar\u00fcber hinaus spielen sie bei vielen anderen Stoffwechselvorg\u00e4ngen und beim programmierten Zelltod eine wichtige Rolle. Seit 1992 ist Nikolaus Pfanner Professor und Direktor am Institut f\u00fcr Biochemie und Molekularbiologie der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Schleiden-Medaille ist eine gro\u00dfe Ehre und Auszeichnung nicht nur f\u00fcr mich, sondern auch f\u00fcr meine hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit viel Begeisterung zur Forschung an den Zellkraftwerken beigetragen haben\u201c, sagt Nikolaus Pfanner. \u201eBesonders ber\u00fchrt mich, dass drei meiner gro\u00dfen wissenschaftlichen Vorbilder, George E. Palade, Walter Neupert und Gottfried Schatz, ebenfalls die Schleiden-Medaille erhielten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch gratuliere Nikolaus Pfanner herzlich zu dieser hohen Auszeichnung\u201c, sagt die Rektorin der Universit\u00e4t Freiburg Prof. Dr. <strong>Kerstin Krieglstein<\/strong>. \u201eNikolaus Pfanner verk\u00f6rpert die Spitzenforschung der Universit\u00e4t Freiburg und die Verbundenheit zu ihr geradezu exemplarisch. Seit fast 30 Jahren pr\u00e4gt er sie bereits mit seiner herausragenden Arbeit und tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zu ihrer Strahlkraft bei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nikolaus Pfanner gewann viele Erkenntnisse dar\u00fcber, wie Proteine, die in den Zellkraftwerken aktiv sind, an ihren Wirkungsort gelangen. Denn von den mehr als 1.000 Proteinen, die in Mitochondrien vorkommen und die f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Funktionen ben\u00f6tigt werden, entsteht nur ein Bruchteil auf der Grundlage der eigenen Erbinformation der Mitochondrien. F\u00fcr etwa 99 Prozent befindet sich die Bauanleitung im Zellkern, sie werden in der Zellfl\u00fcssigkeit produziert und gelangen danach in die Zellkraftwerke. Auf diesem Weg spielen die beiden Membranen der Mitochondrien eine wichtige Rolle. Nikolaus Pfanner identifizierte darin Rezeptoren, Transportkan\u00e4le und komplexe Mechanismen zur Sortierung. Er fand heraus, aus welchen Eiwei\u00dfen sich Membrantransportmaschinerien zusammensetzen und wie sie reguliert werden. Viele seiner Erkenntnisse haben Eingang in die Lehrb\u00fccher f\u00fcr Zellbiologie und Biochemie gefunden. Dar\u00fcber hinaus hat er zum Verst\u00e4ndnis von Krankheiten beigetragen, da Fehlfunktionen des Proteintransports zu schweren Krankheiten, insbesondere des Nervensystems und der Muskulatur, f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Person<\/strong><br>Nikolaus Pfanner hat in M\u00fcnchen Medizin studiert und sich dort bereits im Rahmen seiner Promotion mit dem mitochondrialen Proteinimport besch\u00e4ftigt. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Princeton University in den USA, kehrte er an die Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen als Gruppenleiter zur\u00fcck. 1990 habilitierte er sich im Fach Physiologische Chemie. Seit 1992 ist er an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg Professor f\u00fcr Biochemie und Direktor am Institut f\u00fcr Biochemie und Molekularbiologie der Medizinischen Fakult\u00e4t. Er ist Mitglied des Exzellenzclusters <a href=\"https:\/\/www.cibss.uni-freiburg.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CIBSS Centre for Intergrative Biological Signalling Studies<\/a> sowie am <a href=\"https:\/\/www.bioss.uni-freiburg.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum f\u00fcr Biologische Signalstudien BIOSS<\/a> und der Spemann <a href=\"https:\/\/www.sgbm.uni-freiburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Graduiertenschule f\u00fcr Biologie und Medizin der Universit\u00e4t Freiburg<\/a>. Pfanner ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Leopoldina. F\u00fcr seine Forschungserkenntnisse wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2002 mit dem Max-Planck-Forschungspreis, 2004 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, 2008 mit dem Landesforschungspreis Baden-W\u00fcrttemberg, 2014 mit dem US-amerikanischen Stein and Moore Award und 2015 mit der Otto-Warburg-Medaille. Seine zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen wurden bereits mehr als 27.000-mal von Fachkolleginnen und -kollegen zitiert. 2015 erhielt Nikolaus Pfanner das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr seine Verdienste um den Wissens- und Bildungsstandort Deutschland und Baden-W\u00fcrttemberg sowie f\u00fcr sein ehrenamtliches Engagement.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Schleiden-Medaille<\/strong><br>Die Schleiden-Medaille ist nach dem Leopoldina-Mitglied Matthias Jacob Schleiden (1804\u20131881) benannt. Der Botaniker ist Mitbegr\u00fcnder der Zelltheorie. Die Medaille wird seit 1955 von der Leopoldina f\u00fcr hervorragende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie vergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina<br><\/strong>Als <a href=\"https:\/\/www.leopoldina.org\/leopoldina-home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina<\/a> unabh\u00e4ngige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplin\u00e4re Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Leopoldina vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten Beratung der j\u00e4hrlichen G7-und G20-Gipfel. Sie hat 1.600 Mitglieder aus mehr als 30 L\u00e4ndern und vereinigt Expertise aus nahezu allen Forschungsbereichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt Universit\u00e4t Freiburg<\/strong><br>Prof. Dr. Dr. h.c. Nikolaus Pfanner<br>Institut f\u00fcr Biochemie und Molekularbiologie, Medizinische Fakult\u00e4t<br>E-Mail: <a href=\"mailto:nikolaus.pfanner@biochemie.uni-freiburg.de\">nikolaus.pfanner@biochemie.uni-freiburg.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bastian Strauch<br>Hochschul- und Wissenschaftskommunikation<br>Tel: +49 (0)761 308 4301<br>E-Mail: <a href=\"mailto:bastian.strauch@pr.uni-freiburg.de\">bastian.strauch@pr.uni-freiburg.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt Leopoldina<\/strong><br>Caroline WichmannPresse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br>Tel.: +49 (0)345 472 39-800E-Mail: <a href=\"mailto:presse@leopoldina.org\">presse@leopoldina.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freiburger Zellbiologe hat entscheidend zum Verst\u00e4ndnis des Membransystems von Mitochondrien beigetragen Prof. Dr. Nikolaus Pfanner, Mediziner und Zellbiologe der Universit\u00e4t Freiburg, hat entscheidend zum Verst\u00e4ndnis des Membransystems der Mitochondrien beigetragen. 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