Team
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Studentische Hilfskräfte
Forschungsschwerpunkte
Komplexe kognitive Funktionen im Altersverlauf
In diesem Forschungsbereich werden schwerpunktmäßig komplexe kognitive Funktionen wie z.B. Planungsfähigkeit und schlussfolgerndes Denken sowie deren neuronale Grundlagen erforscht. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Fragestellungen untersucht, von der Veränderung dieser komplexen kognitiven Funktionen im Altersverlauf bis hin zu methodischen Arbeiten zur Reliabilität und Validität von neuropsychologischen Testverfahren, mit denen komplexe kognitive Funktionen gemessen werden. Zur Erforschung dieser Fragestellungen kommen unterschiedliche neurowissenschaftliche Methoden zum Einsatz. Neben neuropsychologischen Verhaltenstestungen sind dies vor allem bildgebende Verfahren wie strukturelle und funktionelle Magnetresonanztomographie sowie funktionelle Nahinfrarotspektroskopie. Hierbei kooperieren wir mit verschiedenen Kliniken an der Uniklinik Freiburg wie beispielsweise der Klinik für Neuroradiologie.
Komplexe exekutive Funktionen bei Patienten mit fokalen Epilepsien
Kognitive Dysfunktionen im Bereich von Aufmerksamkeit und Gedächtnis stehen bei fokaler Epilepsie seit langem im Fokus der Forschungsaktivität. Doch es gibt erste Hinweise, dass auch komplexere Exekutivfunktionen wie Planungsleistungen oder das schlussfolgernde Denken je nachdem, welche Hirnregion von der Epilepsie betroffen ist, unterschiedlich stark beeinträchtigt sind. Gemeinsam mit der Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik, Uniklinikum Freiburg, werden in diesem Projekt deshalb Personen mit Frontallappenepilepsie (FLE) und Personen mit Temporallappenepilepsie (TLE) vor und nach einem geplanten epilepsiechirurgischen Eingriff neuropsychologisch getestet und die kognitiven Veränderungen durch den Eingriff zwischen den Gruppen verglichen. Dabei kommen zusätzlich zum Standardrepertoire komplexe Exekutivfunktionstests zum Einsatz. Für die Kompensation von kognitiven Einbußen ist der Zeitpunkt des Einsetzens einer epileptischen Erkrankung im Leben ein wichtiger Faktor. Deshalb soll auch die Rolle eines frühen versus späten Zeitpunkts des Epilepsiebeginns im Leben für den postoperativen Verlauf der kognitiven Leistungsfähigkeit untersucht werden. Um mögliche kognitive Veränderungen auf neuronaler Ebene abbilden zu können, ist zudem geplant, Hirnaktivierungen mittels Mehrkanal-Nahinfrarot-Spektroskopie zu messen.
Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) Studien
In der Psychiatrie werden neue Therapiemöglichkeiten insb. für schwer depressiv Erkrankte gesucht und erprobt, denen keine der üblichen Interventionen nachhaltig geholfen hat. Gemeinsam mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg, werden zu diesem Zweck in mehreren Studien schnell wirksame antidepressive Interventionen (z.B. Ketaminbehandlung, intermittierende Theta-Burst-Stimulation) im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf der Hirnebene untersucht. Dazu wird insb. die neuronale Konnektivität im präfrontalen Kortex mittels räumlich hochaufgelöster Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) gemessen und die Ausprägung deren rostro-kaudaler hierarchischer Organisation analysiert. Zusätzlich werden auch Messungen an normalgesunden Kontrollpersonen durchgeführt, um Veränderungen der präfrontalen Konnektivität zwischen den Gruppen vergleichen zu können.