Vita
Robert Dörre ist seit dem WiSe 25/26 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienkulturwissenschaft. In Forschung und Lehre widmet er sich vor allem digitalen Bewegtbildkulturen und Sozialen Medien.
Er studierte Medienkulturwissenschaft, Filmwissenschaft und Soziologie in Mainz und Köln und schloss seinen Master mit einer Arbeit über Improvisation im Spielfilm ab. 2020 erfolgte die Promotion im Rahmen des DFG Graduiertenkolleg 2132 „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit, die sich aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive mit Formen der Selbstdokumentation in Sozialen Medien beschäftigt und den Titel „Mediale Entwürfe des Selbst“ trägt.
Von 2020-2022 war er Postdoc im BMBF Projekt „Dschihadismus im Internet: Die Gestaltung von Bildern und Videos, ihre Aneignung und Verbreitung“ am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er sich mit den Distributionswegen und digitalen Archiven von Propagandavideos sowie den darauf reagierenden Gegenmaßnahmen beschäftigt hat.
Seit 2021 ist er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Theorie, Ästhetik und Politiken digitaler Medien (Prof Dr. Anna Tuschling) an der Ruhr-Universität Bochum sowie assoziiertes Mitglied des DFG geförderten Sonderforschungsbereichs „Virtuelle Lebenswelten“ am selben Standort.
Sein Postdoc-Projekt nimmt Metaphern der Emersion in den Blick und zielt damit auf eine Diskursgeschichte eingreifender Medien, die nach den Komplizenschaften zwischen der metaphorischen Diskursivierung medialer Phänomene und ihrer gesellschaftspolitischen Funktion anhand verschiedener aktueller und historischer Diskursformationen fragt.
Forschungsinteressen
- Digital- und Bewegtbildkultur
- Soziale Medien
- Virtuelle Realität
- Theorie und Geschichte der Rezeptionsästhetik
- Medien als eingreifende Agenten
- Medienkulturkritik
- Kulturanalyse
- Metaphertheorie
Publikationen
Monografien
2022: Mediale Entwürfe des Selbst. Audiovisuelle Selbstdokumentation als Phänomen und Praktik der Sozialen Medien. Marburg: Büchner-Verlag.
Rezensionen zum Buch:
2023: Julia Willms in MEDIENwissenschaft: Rezensionen Nr. 2023/3
2022: Leonie Kapfer in [rezens.tfm] Nr. 2022/2
Herausgaben
In Vorbereitung: Handbuch Social Media: Geschichte – Kultur – Ästhetik | J.B. Metzler | gemeinsam mit Anna Tuschling
2023: Disentangling Jihad, Political Violence, and Media | Edinburgh University Press | gemeinsam mit Simone Pfeifer und Christoph Günther
2019: FFK Journal No. 4 (Dokumentation des 31. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums) | http://ffk-journal.de | gemeinsam mit Julia Eckel, Sarah Horn, Elisa Linseisen und Leonie Zilch
Aufsätze
In Vorbereitung: Social VR. In: Robert Dörre und Anna Tuschling (Hg.): Handbuch Social Media: Geschichte – Kultur – Ästhetik | J.B. Metzler
2024: Klandestine Dokumente. Sichtbarkeit(en) am Beispiel von Daesh-Videos. In: Olga Moskatova und Laura Katharina Mücke (Hg.): Bild | Kanäle. Zur Theorie und Ästhetik vernetzter Bilder. Königshausen und Neumann.
2024: Vom Fake zu funk. Authentizität als Fetisch der sozialen Medien. In: Amrei Bahr und Gerrit Fröhlich (Hg.): »Ain’t Nothing Like the Real Thing?« Formen und Funktionen medialer Artefakt-Authentifizierung. Bielefeld: transcript.
2024: Die Hater des Drachenlord. Streitbare Fankulturen in sozialen Medien. In: Gaderer, Rupert; Grömmke, Vanessa (Hg.): Hass teilen. Tribunale und Affekte virtueller Streitwelten. Bielefeld: transcript.
2024: zusammen mit Matthias Preuss: Emersion. In: Early Career Forum des SFB 1567 (Hg.): Vokabular des Virtuellen. Ein situiertes Lexikon. Bielefeld: transcript.
2023: Die haptische Kamera. Manuelle Kameraführung in selbstdokumentarischen Videos In: Leonie Zilch, Tabea Braun, Robin Schrade und Felix Hüttemann: Relationalität und Emanzipation. Dokumentarische Gefüge und ihre Aushandlungen. Bielefeld: transcript.
2023: An Epilogue of Images. On Theorizing and Archiving Daesh’s Videos of Violence. In: Simone Pfeifer, Christoph Günther und Robert Dörre (Hg.): Disentangling Jihad, Political Violence, and Media. Edinburgh: Edinburgh University Press.
2021: zusammen mit Christoph Günther und Simone Pfeifer: Journalism and Images of Violence – Ethical Perspectives. In: Sebastian Baaden, Larissa Diana Fuhrmann und Johan Holten (Hg.): Mindbombs. Visuelle Kulturen politischer Gewalt. Berlin: Kerber.
2021: Aus dem Netz in den Kinosaal. Anmerkungen zur Diskussion um den Dokumentarfilm Lord of the Toys. In Ingo Bednarek, Tim Glaser, Jasmin Kathöfer und Franziska Wagner (Hg.): ffk Journal No. 6. Hamburg: Avinus.
2020: So ist es. In: Marcel Beyer, Friedrich Balke, Natalie Binczek, Maren Haffke und Simon Rothöhler (Hg.): Exzess und Entzug. Ferres vor Gursky, Ferres vor Immendorff. Leipzig: spector.
2018: Zwischen Autobiografie und Märchenstunde. Überlegungen zur Rezeptionsästhetik selbstdokumentarischer Storytime-Videos. In: Christine Hämmerling und Daniela Zetti (Hg.): Das dokumentierte Ich. Wissen in Verhandlung. Zürich: Chronos.
2016: Ohne Drehbuch. Zur Theorie und Ästhetik der Improvisation im Spielfilm am Beispiel des German Mumblecore. Masterarbeit, Universität zu Köln, 2016. Online verfügbar unter: http://kups.ub.uni-koeln.de/7034/
Miszellen
2025: Rezension zu: Anne Ganzert, Philip Hauser, Isabell Otto (Hg.): Following: Ein Kompendium zu Medien der Gefolgschaft und Prozessen des Folgens. In: MEDIENwissenschaft: Rezensionen | Reviews, Jg. 42 (2025), Nr. 2, S. 202-203.
2023: „Die eigentliche Ware bildet in sozialen Medien das Selbst“ | Interview mit Felix Meinert für das Magazin philtrat
2020: zusammen mit Laura Katharina Mücke: Rezension zu: Daniel Rode/ Martin Stern (Hg.): Self-Tracking, Selfies, Tinder und Co. Konstellationen von Körper, Medien und Selbst in der Gegenwart. [rezens.Tfm], https://doi.org/10.25365/rezens-2020-2-16
2018: German Mumblecore. In: Hans Jürgen Wulff (Hg.): Lexikon der Filmbegriffe, 2018. Online verfügbar unter: https://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon &tag=det&id=9391.
2018: Duisburger Protokolle zu den Filmen Barstow, California und Kulenkampffs Schuhe
Vorträge und Moderation
Vorträge
2025: Metaphern der Emersion. Eine Diskursgeschichte eingreifender Medien | Ruhr-Universität Bochum | Vortrag im Rahmen der Reihe Medien|Denken
2024: Volle Orchester und leere Kneipen. Karaoke als Medienpraktik des Versammelns | Johannes Gutenberg-Universität Mainz | Jahrestagung der GfM
2023: Ähnlichkeiten. Influencing und Memefication (gemeinsam mit Tanja Prokić) |Universität Hamburg | Konferenz Fingerübungen des digitalen Alltags
2023: „let the viewer be the witness“ – Darstellungsmodi und -politiken in dokumentarischen 360°-Videos | Paris-Lodron-Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg | 36. film- und medienwissenschaftliches Kolloquium
2023: Entwürfe des Selbst. Autodokumentarisches Erzählen in sozialen Medien. | Münster School of Design | Symposium Storytelling/Transdisziplinär: Gegenwärtige Erzählstrategien und -formate zwischen Design, Kunst, Medienkultur und ästhetischer Tradition
2022: An Epilogue of Images. On Theorizing and Archiving Daesh’s Videos of Violence | Universität zu Köln | Workshop des Graduiertenkolleg „anschließen – ausschließen. Kulturelle Praktiken jenseitsglobaler Vernetzung“ zum Thema Speicherung/Archiving
2022: In the Slipstream of Popular Culture: On Self-Documentary Practices of Right-Wing Influencers in Germany| Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg | Workshop Populist Aesthetics in Cultural Perspectives
2021: Kriegsmetaphern. Epistemische Milieus am Beispiel ‚dschihadistischer‘ Medien | Universität Innsbruck | Jahrestagung der GFM
2020: Selbstdokumentation in sozialen Medien. Milieuspezifische Authentizität und der Fetisch des Dokumentarischen | Impulsvortrag im Rahmen des interdisziplinären Dialogs Authentizität und Inauthentizität von (medialen) Artefakten
2020: „The West Behind the Mask” – On the Aesthetics of Othering in Jihadi Videos (gemeinsam mit Simone Pfeifer) | Philipps-Universität Marburg | Workshop Occidentalism & Cinema
2020: Aus dem Netz in den Kinosaal. Anmerkungen zur Diskussion um den Dokumentarfilm LORD OF THE TOYS | HBK Braunschweig | 33. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums
2019: Die haptische Kamera. Thesen zu einer apparativen Materialität zweiter Ordnung | Universität zu Köln | Jahrestagung der GfM
2018: Mit Odin auf YouTube. Kommunikationsraum und Lektüremodus eines populären Phänomens | Ruhr-Universität Bochum | Workshop Kommunikationsräume: Roger Odin und der semiopragmatische Ansatz
2018: Unfassbar! Heute 30 CP geschenkt ! Clickbait als rezeptionsästhetische Strategie | Ruhr-Universität Bochum | Ringvorlesung Das Dokumentarische II
2018: „… alter muss das sein nur um Klicks zu bekommen?“ Werbung und Warenästhetik als Diskursgegenstände des Social Web | Universität Siegen | Jahrestagung der GfM
2018: Zwischen Autobiographie und Märchenstunde. Zur Rezeption selbstdokumentarischer Videos am Beispiel des Storytimes | Universität Hamburg | Workshop Dokumentarische Praktiken
2018: Ohne Drehbuch. Zur Improvisation im Spielfilm am Beispiel des German Mumblecore | Ruhr-Universität Bochum | 31. film- und fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums
2017: Affektive Narrationen – induzierte Affekte. Storytime-Videos und ihre medienethischen Herausforderungen | Ruhr-Universität Bochum | Workshop Selbstdokumentation und Affektkulturen
2017: Auf YouTube gewesen. Geklickt. Zur Angebotsstrukturierung und -darstellung selbstdokumentarischer Videos | FAU Erlangen-Nürnberg |Jahrestagung der GfM
2017: Broadcast Your Body – Video Blogs and The Discourse of Body Positivity | Université Sorbonne Nouvelle (Paris III) | NECS Conference
Moderation
2025: Workshop und Planspiel zum Thema „Hass im Netz. Akteur*innen und Dynamiken digitaler Gewalt | Akademie Loccum | Schüler:innenakademie zum Thema „Influencer:innen“
2024: Workshop zum Thema “Videokultur sozialer Medien – Formate, Ästhetik, Rezeption”| Ruhr-Universität Bochum | Professional School of Education | RUB Teachers’Day 2024
2023: Workshop zum “Thema #Digital Culture. Kultur und Ästhetik sozialer Medien“ | Ruhr-Universität Bochum | Professional School of Education | Dialogkonferenz 2023
2021: Werkstattgespräch zum Format der Desktop Documentary (Moderation gemeinsam mit Simone Pfeifer) | Heinrich Heine Universität Düsseldorf | Gäste: Chloé Galibert-Laîné und Kevin B. Lee
2018: Podiumsdiskussion zum Begriff des Gegendokumentarischen im Rahmen der Jahrestagung „Gegen/Dokumentation“ (Moderation gemeinsam mit Katja Grashöfer) | 08. –10.11.2018 in der Situation Kunst Bochum| Gäste: Friedrich Balke, Astrid Deuber-Mankowsky, Dietmar Kammerer, Alexandra Schneider, Renate Wöhrer
2013: Moderation des Mittellangen Filmwettbewerbs | FILMZ – Festival des deutschen Kinos | Mainz
