Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

42nd Street

The Song and Dance Fable of Broadway

Musik von Harry Warren
Songtext von Al Durbin
Buch von Michael Stewart und Mark Bramble
based on the novel by Bradford Ropes

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 28. Juni 1990
Theater an der Wien, Wien, Österreich

Besetzung:  

Understudies:

Premierenchronik

USAUA25. August 1980Winter Garden Theatre, New York
GBEA8. August 1984Theatre Royal Drury Lane, London
AEA in Engl.28. Juni 1990Theater an der Wien, Wien (Start EU-Tour)
DEA in Engl.3. Mai 1991Deutsches Theater, München (Tournee)
DDspr. EA21. November 2003Apollo Theater, Stuttgart

Inhaltsangabe

„Peggy Sawyer, ein talentiertes Chorus-Girl, wird trotz ihres verspäteten Erscheinens zum Vortanzen für ‚Pretty Lady‘, dem neuen Broadway-Musical von Julian Marsh, engagiert. Bei den Tryouts verletzt sich durch Peggys Unachtsamkeit unglücklicherweise der ältliche Star der Show, Dorothy Brock. Peggy wird gefeuert, die Produktion scheint geplatzt. Doch dem Ensemble gelingt es, Julian Marsh davon zu überzeugen, daß gerade Peggy die ideale Einspringerin wäre. Nach anfänglichem Zögern willigt Peggy schließlich ein und die Weichen sind gestellt: aus dem unbekannten Chorus-Girl wird über Nacht ein gefeierter Star.“

Gerhard Knopf: 42nd Street. das Glitzer-Musical vom Broadway im Theater an der Wien. In: Das Musical (später: musicals), Die Musicalzeitschrift, Heft 24, August/September 1990, Seite 20-21.

Kritiken

„Für jedermanns Gusto ist etwas dabei. Seien es die rasanten Stepnummern von Jon Engstrom, die mit Nähmaschinenpräzision und gespickt mit Ginger-Rogers-Schrittkombinationen über die Bühne fegen, oder die zum Mitswingen einladenden Ohrenschmeichler des Komponisten Harry Warren unter Dirigent Stephen Bates‘ zündendem Rhythmus, die das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien spürbar animieren, seien es die – ich fürchte allerdings nicht allgemeinverständlichen – frechen Songtexte von Michael Stewart und Mark Bramble oder die pausenlos wirbelnde Regie George Martins: die Show ist allen, allen in Fleisch und Blut übergegangen und doch so jung und frisch, als wäre sie brandneu.“

Linda Zamponi: Das kribbelt in Beinen, Augen und Ohren. Europapremiere des Broadway-Musicals „42nd Street“ in Wien. In: Die Presse, 30. Juni/1. Juli 1990, Seite 7.

„Bei so viel Glück, Trivialität und Oberflächen-Zeichnung der Charaktere bedarf es schon einer exzeptionellen Virtuosiät der Sänger/Tänzer, der Choreographie (Jon Engstorm) und der Inszenierung (Gower Champion), um dieses Backstage-Musical glaubhaft und am Leben zu halten.

Umrahmt vom guten alten Bigband-Sound sind es dann auch die fulminaten Ensemble Steptanz-Szenen, die ständig farbenfroh wechselnden Kostüme, die altbekannten Hits (Lullaby of Broadway) und die virtuos-flinken Szenenwechsel, die für berückende Rasanz sorgen.“

Ljubiša Tošić: Spiel mir das Liedchen der Naivität – „42nd Street“ gastiert in Wien. In: Der Standard, 30. Juni/1. Juli 1990, Seite 12.

„Den Sound der echt amerikanischen Revue hat die Musik von Harry Warren. Die Liedtexte, Bühnenbild, Kostüme, Lichtdesign, musikalische Leitung und natürlich die ganze Besetzung, der Stil der Regie, alles rechtfertigt die Bezeichnung ‚Original vom Broadway‘, mit der die Produktion von David Merrick (ein Wolfgang-Bocksch-Gastspiel) im Haus an der Wien aufwartet.

Echt amerikanisch ist auch das ganze Aufgebot. Mit unerhörtem Temperament, mit manchmal etwas greller Spielfreunde, dann aber auch mit den dazugehörenden Prisen an Sentiment, mit jener straffen Routine und Disziplin, die, kennzeichnend für amerikanische Produktionen, perfekt artistisch und gleichzeitig unglaublich sponatn im theatralischen Drive wirkt – so präsentiert sich auch diese Revue, die optisch natürlich ebenfalls alle Stilregister zieht: vom Glitzerglamour über Kitsch bis zum Showeffekt, der einfach mitreißt. So wie auch das Spiel aller, die da mitwirken – so sehr manches in seiner Dosierung nicht ganz nach europäischem Geschmack sein mag, etwa die aufdringliche, laute Lebhaftigkeit mancher Girls. Aber so ist Amerika!!“

Norbert Tschulik: Echt amerikanische Musikrevue. Broadway-Show „42nd Street“ im Theater an der Wien. In: Wiener Zeitung, 30. Juni 1990, Seite 4.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video.

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„42nd Street“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/42nd-street/

Letzte inhaltliche Änderung: 24. Oktober 2024.