Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

A Chorus Line [Wien]

Musical

Musik von Marvin Hamlisch
Buch von James Kirkwood und Nicholas Dante
Liedertexte von Edward Kleeban
Idee und Choreographie von Michael Bennett
Co-Choreographie von Bob Avian
Original-Orchestration von Billy Byers, Hershy Kay und Jonathan Tunick
Deutsch von Michael Kunze

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 16. Oktober 1987
Raimundtheater, Wien, Österreich
 


Besetzung:

Die engere Ballett-Auswahl:

Nach dem Vortanzen scheiden aus (Sprechrollen):

Die jeweilige Besetzung wurde am Aufführungsabend bekanntgegeben.

Premierenchronik

USAUA15. April 1975Shakespeare Festival Theatre, New York
GBEA22. Juli 1977Theatre Royal Drury Lane, London
DDspr. EA4. Oktober 1980Theater des Westens, Berlin
CHEA (in.Engl.)3. Juni 1986Opernhaus Zürich
AEA16. Oktober 1987Raimund Theater, Wien
DDREA15. Juli 1988Komische Oper, Berlin

Inhaltsangabe

„Am Broadway wird eine neue Show vorbereitet. Aus einer großen Zahl von Bewerbern sollen noch zehn Tänzer für die Ballettgruppe ausgewählt werden. Der Zuschauer erhält einen Einblick in den harten nüchternen Arbeitsalltag einer Audition im Theater und erlebt die Tänzer in ihrem Kampf um ein Engagement.

Der Choreograph Zach möchte von den Tänzern erfahren, warum sie im Rampenlicht stehen wollen und so enthüllt jeder sein Psychogramm vor der Gruppe. Kurz bevor die Entscheidung fällt, wer nach dem Vortanzen in die Show kommt, verletzt sich ein Tänzer so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden muss. Zach fragt daraufhin die Teilnehmer der Audition, was sie täten, wenn sie nicht mehr tanzen könnten und erhält als Antwort: ‚Wir tanzen, weil wir den Tanz lieben, und was man aus Liebe tut, wird man nicht bereuen.‘

Szenenwechsel, großes Finale, eine perfekte Show, wie sie das Publikum liebt. Die Tänzer, die sich gerade ganz persönlich vorgestellt haben und die das Glück hatten ausgewählt zu werden, tanzen – in der ‚Chorus Line‘.

(Archiv auf der Homepage der VBW Vereinigte Bühnen Wien)

Kritiken

„Ins Deutsche übersetzt hatte dieses Musical damals Mischa Mleinek. Für Wien wurde nun allerdings von Michael Kunze eine neue Übersetzung angefertigt. Wie schon in Berlin lag die Gesamtleitung der Aufführung in den Händen von Baayork Lee, die bei der Uraufführung in New York die Conny kreiert hatte.

[…] Woran diese Produktion meiner Meinung nach krankt, ist nämlich zum einen das Ensemble, zum anderen die Tatsache, daß lediglich eine Konserve aufgewärmt wurde. Sicher, das darf nicht anders gemacht werden, doch schiene es mir richtiger, Auditions 1987 zu zeigen, und nicht Pullis und Trikots vorzuführen, wie man sie schon vor 15 Jahren bei der Uraufführung getragen hat.

[…] Schwerwiegend und für den mäßigen Erfolg verantwortlich war die unzureichende Besetzung einiger Hauptrollen. Darunter auch Zach von Michael Birkmeyer. Sein ziemlich undeutliches Sprechen und seine eher weiche Stimme sind für diesen Part fehl am Platz. Ihm nimmt man den unerbittlich Regisseur einfach nicht ab. Auch Patricia Taudien als Sheila und Judy Pyanowski als Cassie (sie war bereits in der Berliner Aufführung als Judy dabei) konnten ihren Rollen kein überzeugendes Profil geben. Während Cassies Solonummer machte sich sogar Langeweile breit.“

Gerhard Knopf: Keine Konkurrenz für CATS. ‚A Chorus Line‘ konnte in Wien nicht überzeugen. In: Das Musical, Heft 8, Dezember 1987/Januar 1988, Seite 16.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahme

Literatur

Kommentar

Bei der Schweizer Erstaufführung handelt es sich um das Gastspiel einer US-Tournee.

Die Erstaufführung in der DDR war ein Gastspiel des Wiener Raimund-Theaters.

Empfohlene Zitierweise

„A Chorus Line“ [Wien]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/a-chorus-line-wien/

Letzte inhaltliche Änderung: 10. Juli 2022.