Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

A Chorus Line [Zürich]

Musical

Musik von Marvin Hamlisch
Buch von James Kirkwood und Nicholas Dante
Liedertexte von Edward Kleeban
Idee und Choreographie von Michael Bennett
Co-Choreographie von Bob Avian
Original-Orchestration von Billy Byers, Hershy Kay und Jonathan Tunick

Inszenierung

Schweizer Erstaufführung: 3. Juni 1986
Opernhaus, Zürich, Schweiz
 


Besetzung in alphabetischer Reihenfolge (ohne Rollenbezeichnung):

Premierenchronik

USAUA15. April 1975Shakespeare Festival Theatre, New York
GBEA22. Juli 1977Theatre Royal Drury Lane, London
DDspr. EA4. Oktober 1980Theater des Westens, Berlin
CHEA (in.Engl.)3. Juni 1986Opernhaus Zürich
AEA16. Oktober 1987Raimund Theater, Wien
DDREA15. Juli 1988Komische Oper, Berlin

Inhaltsangabe

„Am Broadway wird eine neue Show vorbereitet. Aus einer großen Zahl von Bewerbern sollen noch zehn Tänzer für die Ballettgruppe ausgewählt werden. Der Zuschauer erhält einen Einblick in den harten nüchternen Arbeitsalltag einer Audition im Theater und erlebt die Tänzer in ihrem Kampf um ein Engagement.

Der Choreograph Zach möchte von den Tänzern erfahren, warum sie im Rampenlicht stehen wollen und so enthüllt jeder sein Psychogramm vor der Gruppe. Kurz bevor die Entscheidung fällt, wer nach dem Vortanzen in die Show kommt, verletzt sich ein Tänzer so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden muss. Zach fragt daraufhin die Teilnehmer der Audition, was sie täten, wenn sie nicht mehr tanzen könnten und erhält als Antwort: ‚Wir tanzen, weil wir den Tanz lieben, und was man aus Liebe tut, wird man nicht bereuen.‘

Szenenwechsel, großes Finale, eine perfekte Show, wie sie das Publikum liebt. Die Tänzer, die sich gerade ganz persönlich vorgestellt haben und die das Glück hatten ausgewählt zu werden, tanzen – in der ‚Chorus Line‘.

(Archiv auf der Homepage der VBW Vereinigte Bühnen Wien)

Kritiken

„Zwei Tänzer, die schon in der legendären Aufführung dabei waren, stehen nun auch in dieser Tournee-Produktion in der Chorus-Line: Donna Drake und Sammy Williams. Insbesondere Donna Drake als Val (Tits and Ass), Michelle Cox als Kristine und Alison Mann als Morales boten Weltklasse. Aber auch alle anderen brachten ihre Lebensgeschichte recht überzeugend über die Rampe. Daß sich in dieses erbarmungslose Ausleseverfahren mit seinem Offenlegen der Tänzerseelen trotzdem ein bißchen Langeweile einschlich, lag wohl daran, daß wir nicht mehr 1975 schreiben und uns derartiges längst nicht mehr neu ist.

Die muskalische Seite der Aufführung liegt in den Händen von Albin Konopka – angenehm dabei, im Gegensatz zum Film, daß der Originalstil der Musik zu hören ist und nicht der Disco-Sound.“

Gerhard Knopf: A Chorus Line. Ein Stück Broadway-Geschichte auf Europa-Tournee. In: Das Musical, Erstausgabe Juli 1986, Seite 14.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahme

Literatur

Kommentar

Bei der Schweizer Erstaufführung handelt es sich um das Gastspiel der US-Tourneeproduktion der „The Baron Atlantics, Ltd. Production“.

Die Erstaufführung in der DDR war ein Gastspiel des Wiener Raimund-Theaters.

Empfohlene Zitierweise

„A Chorus Line“ [Zürich]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/a-chorus-line-zuerich/

Letzte inhaltliche Änderung: 10. Mai 2023.