Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

C-Man

Musical in 4 Akten

Musik von Cong Su
Text von Ulfert Becker
Eingerichtet für die Rostocker Aufführung von Volker Metzler

Inszenierung

Uraufführung: 5. März 1999 
Volkstheater, Rostock, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA5. März 1999Volkstheater, Rostock

Inhaltsangabe

Eine Hafenstadt, eingeschlossen in einem sie ewig umtosenden Sturm, wird von Mega diktatorisch beherrscht. Da durchbricht C-Man (ausgesprochen nach dem englischen „Sea“) den Sturm, kommt in die Stadt auf der Suche nach Erlösung. Er verliebt sich in Nixe, ein Liebling des Diktators, und gewinnt deren Herz. Durch ihre Liebe wird er erlöst von der Verdammnis der Unsterblichkeit.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Das Buch verknüpft die Vorlage mit Hinweisen und Zitaten aus der Gegenwartskultur. Poetische Passagen wechseln sich mit drastisch harten Formulierungen ab. Insgesamt überfordert die Wort-Collage in ihrer Vielfalt und Komplexität.

Die Musik erschwert den Zugang noch. Cong Su illustriert und kommentiert, beschränkt sich auf ein wiederholtes Thema, verzichtet gänzlich auf echte Songs. Die schwierige Partitur enthält lediglich Fetzen, reichlich Dissonanzen, etwas Jazz und Anklänge, ostasiatische Töne. Das ist kunstvoll und fraglos auf hohem Niveau, bestens fürs Kino geeignet, aber zu artifiziell, um als Musical akzeptiert zu werden. Vielleicht hätte sich das hochbegabte Kreativ-Team eine Punk-Oper als Verjüngungskur für den Holländer ausdenken sollen.

Im Vorfeld der Uraufführung schimpfte der Komponist bereits über erhebliche Eingriffe in seine Musik. Die verantwortet Regisseur Volker Metzler. Der durch frühere Arbeiten belobte Gast aus Dresden entwickelt zwar faszinierende Bilder, kann aber mit Musical offenbar wenig anfangen.“

Heinz-Jürgen Rickert: C-Man. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 76, April/Mai 1999, Seite 16-17.

Kommentar

Das Programmheft zur Uraufführung ist mit folgendem Vermerk (Aufkleber) versehen: „Die aufgeführte Musik ist eine erheblich gekürzte, nicht vom Komponisten Cong Su autorisierte Fassung der Originalmusik.“

Empfohlene Zitierweise

„C-Man“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/c-man/

Letzte inhaltliche Änderung: 7. Dezember 2021.