Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Cats [Zürich]

Nach Gedichten von T. S. Eliot aus „Old Possum’s Book of Practical Cats“

Musik von Andrew Lloyd Webber
Text von T. S. Eliot
Deutsch von Michael Kunze

Inszenierung

Schweizer Erstaufführung: 9. August 1991
ABB-Halle, Zürich, Schweiz

Besetzung:

Premierenchronik

GBUA11. Mai 1981New London Theatre, London
USAEA7. Oktober 1982Winter Garden Theatre, New York
ADspr. EA24. September 1983Theater an der Wien, Wien
DEA18. April 1986Operettenhaus, Hamburg
DDREA4. August 1987Komische Oper, Berlin
CHEA9. August 1991Musical-Theater, Zürich

Inhaltsangabe

Nachts irgendwo in London treffen sich die Katzen der Nachbarschaft zum alljährlichen Jellicle-Ball. Höhepunkt des Festes ist wie jedes Jahr die Wahl einer Katze, die in den Katzenhimmel aufgenommen wird und gleichzeitig ihre Wiedergeburt erleben darf. Nach und nach stellen sich die einzelnen Tiere ein, die höchst unterschiedliche Charaktere entfalten. Sie erzählen von sich, ihren Erlebnissen und Abenteuern, berichten von früher, als sie noch jung waren, oder von merkwürdigen Katzen, von denen man mehr hört als zu sehen bekommt.

Außenseiterin ist Grizabella, die einst ein berühmter Star war, doch inzwischen nur noch Lumpen trägt und ganz in ihre Erinnerungen gefangen ist. Old Deuteronomy, die allseits akzeptierte Autorität auf dem Ball, verkündet schließlich zur allgemeinen Überraschung, dass Grizabella die Auserwählte sei, die in den jenseitigen Sphären aufgenommen werde. Gemeinsam schweben sie auf einem alten Autoreifen in den Bühnenhimmel.

(Wolfgang Jansen)

Kritiken

„Die Sitzreihen steigen steil an, was erfreulicherweise eine sehr gute Sicht auf die Bühne garantiert. Durchzogen wird der schwarz ausgeschlagene Raum mit zahlreichen Glühbirnenketten, die im Bedarfsfall – wie man es eben kennt – genauso leuchtend funkeln wie die diversen Katzenaugen auf dem bewährten, von John Napier erdachten, Müllplatz. Der in Zürich die Bühne füllende Schutt war für eine Tournee durch Großbritannien konzipiert worden und wurde nun per Lastwagen-Konvoi in die Schweiz gebracht. Bevölkert hat die Müllhalde Regisseur und Choreograph John C. Yost. Stand der Amerikaner 1983 bei der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien noch im Ensemble auf der Bühne, so betreute er (wie zuvor auch schon in Amsterdam) nun in Zürich die Originalproduktion von Trevor Nunn (Regie) und Gillian Lynne (Choreographie).

[…] Doch wie gesagt, Zürichs Katzen brauchen keinen Vergleich zu scheuen – gewisse Abstriche bei den Besetzungen waren noch in allen Produktionen zu machen.“

Gerhard Knopf: Cats. Jetzt auch in Zürich. In: Das Musical, Die Musicalzeitschrift, Heft 31, Oktober/November 1991, Seite 44-45.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video 

Literatur

Kommentar

Die Besetzungsdaten wurden, so lange nicht ein Programmheft der Schweizer Inszenierung vorliegt, der Homepage der „catsmusical.fandom.com“ entnommen. Dort sind Abbildungen des Programmhefts veröffentlicht.

An geraden Tagen wurde die Inszenierung in englischer, an ungeraden in deutscher Sprache aufgeführt. Die Grizabella wurde in Deutsch von Manuela Felice, in Englisch von Ruth Jacott gesungen.

Empfohlene Zitierweise

„Cats“ (Zürich). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/cats-zuerich/

Letzte inhaltliche Änderung: 10. Januar 2025.