Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Cyrano de Bergerac

Musical nach Edmond Rostand

Musik von Christian Auer
Text von Frank Piotraschke
Liedtexte von Frank Piotraschke / Karl-Heinz Hummel

Inszenierung

Uraufführung: 16. Juni 2004 
Freilichtbühne am Wehrgang, Dinkelsbühl, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA16. Juni 2004Freilichtbühne am Wehrgang, Dinkelsbühl

Anmerkung: Eine Produktion des Fränkisch-Schwäbischen Städtetheaters Dinkelsbühl anlässlich der Sommerfestspiele 2004.

Inhaltsangabe

Inhaltlich nach dem Rostand-Stück um den in Roxane verliebten Edelmann Cyrano de Bergerca, der mit einer überlangen Nase ‚gesegnet‘ ist und damit nicht unbedingt einen ansehnlichen Liebhaber darstellt. Ganz anders als der tumbe Christian, der ebenfalls in Roxane verliebt ist. Cyrano schreibt an dessen Stelle glutvolle Liebesbriefe, die Roxanne viel zu spät, als den rechten Liebesbeweis des Cyrano erkennt.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Mit viel Schwung geht Intendant Peter Cahn bei der Inszenierung des Musicals, für das Frank Piotraschke als Autor und Christian Auer als Komponist verantwortlich zeichnen, zu Werke. Und es scheint, als ob seinen Schauspielern der Rhythmus so richtig ins Blut gegangen ist. […] Möglich macht das neben seinem Personal immer wieder Cyrano. Der ist ein Kind seiner wilden Zeit, dem doch die Welt ringsum zu klein geworden ist. […] Was für eine Nase! Die ist mit recht im Impressum der Dinkelsbühler Bühnenschaffenden extra aufgeführt: Erwin Stöwer hat sie gemacht für Hilmar Henjes, der in allem weitren als Cyrano ein richtiger Tausendsassa ist. Das stellt er gleich beim ersten Gefecht unter Beweis, in dem auch Andreas Peteratzinger als gekonnt schlechter Kämpfer seine Qualitäten zeigt.“

Sonja Jaser: Unglückliche Liebe mit komischen Seiten. ‚Cyrano de Bergerac‘ im Dinkelsbühler „Wehrgang“ ein richtiger Genuss. In: Schwäbische Post, 20. Juni 2004.

„Texter Frank Piotraschke und Komponist Christian Auer haben das Musical eigens für eine Uraufführung in Dinkelsbühl geschrieben, wobei nur ein Teil der Original-Verse Rostands übrig blieb – was schade ist, denn sie sind gut. Andere Passagen und natürlich die Liedtexte sind neu, modern und schnörkellos.

[…] Die flotte Reihung der Gags bringt – wie die spannungsreich choreographierten Fecht-Aktionen – Tempo in die Inszenierung, rückt sie jedoch in die Nähe einer Nummernrevue. Tänzer mit langnasigen Pantalone-Masken und Pierrot-Leibchen mit denen der Regiesseur oft auch in leisen Szenen die Bühne füllt, schaffen ebenfalls Tempo und Bewegung, nehmen aber manchen Momenten die Intensität.

Als Tableau lässt Cahn die Spieler zunächst verharren, als am bitteren Ende der sterbende Cyrano seinen romantischen Betrug verrät. Hinter Gazeschleiern steigen er und Christian, schon zuvor im Krieg getötet, dann die Himmelsleiter mondwärts, und im unvermeidlichen großen Musical-Finale wird die Macht der Liebe über den Tod besungen. Hach, wie schön im nachtschwarzen Kreuzgang. Schön kitschig, aber schön.“

Lara Hausleitner: Große Nase, große Liebe. Uraufführung einer Musical-Fassung des berühmten Stücks. In: Fränkische Landeszeitung, Nr. 13, Mittelfranken, 18. Juni 2004.

Empfohlene Zitierweise

„Cyrano de Bergerac“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/cyrano-de-bergerac/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. August 2022.