Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Das Wirtshaus im Spessart [Cottbus]

Kurt Hoffmann’s Musikalische Räuberpistole

Musik von Franz Grothe
Buch von Curt Hanno Gutbrod
Liedertexte von Günther Schwenn und Willy Dehmel
Fra nach dem Drehbuch des gleichnamigen Filmes
von Günter Neumann, Heinz Pauck und Curt Hanno Gutbrod

Inszenierung

DDR-Erstaufführung: 25. März 1978 
Theater der Stadt, Cottbus, DDR

Besetzung:  

Die Schloßbewohner:

Die Räuberbande:

Andere Zeitgenossen:

Premierenchronik

DUA2. April 1977Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen
DDREA25. März 1978Theater, Cottbus
CHEASpielzeit 1978/79Theater, Chur

Anmerkung: Das genaue Aufführungsdatum der Schweizer Erstaufführung konnte bisher noch nicht ermittelt werden.

Inhaltsangabe

„Im Spessart, in der Nähe von Aschaffenburg, taucht der Bänkelsänger Parucchio auf und erzählt dem Publikum die schauerliche Moritat von einer Räuberbande, die seinen Herrn, einen jungen Grafen, gekidnappt hat, um Lösegeld zu erpressen. Er allein hätte fliehen können.   

Gar nicht weit entfernt im Wald sind zwei liebenswerte Gauner bei der Arbeit. Sie sollen eine Grube als Falle für Kutschen ausheben. In Wirklichkeit träumen Knoll und Funzel von einer bürgerlichen Existenz. Bevor die beiden mit ihrer Arbeit fertig sind, taucht eine Reisegesellschaft auf, die von den beiden listenreich in das berüchtigte Wirtshaus im Spessart komplimentiert wird.   

Im Wirtshaus sind bereits die beiden Handwerksburschen Peter und Felix abgestiegen, denen Gasthaus und Wirtin auch nicht geheuer sind. Die Reisegesellschaft trifft ein, und wir erfahren, dass es sich um die Comtesse von Sandau mit ihrem Verlobten, dem Baron von Sperling, die Zofe Barbara und den Pfarrer Haug handelt. Alle werden eingesperrt. Die berüchtigte Spessartbande will die Comtesse, um von ihrem Vater Lösegeld zu erpressen. Da taucht der Räuberhauptmann auf. Die Comtesse erkennt ihre Lage. Nach missglückter Flucht – sie hat inzwischen mit dem Handwerksburschen Felix die Kleider getauscht – stellt sie sich den Räubern als Franz vor. Der Hauptmann will ihn (sie) in die Bande aufnehmen. Doch die Räuber müssen in wilder Flucht das Wirtshaus verlassen, und Franziska kann erneut entkommen.   

Sie geht zu ihrem Vater, dem alten geizigen Grafen Sandau, um ihn um das Lösegeld für die Gefangenen zu bitten. Als er sich weigert, verliert sie die Geduld. Die Räuber warten inzwischen in ihrem Lager im Wald auf das Lösegeld. Da kommen Knoll und Funzel ins Lager und bringen ein neues Mitglied. Es ist der Räuber Franz, die verkleidete Comtesse. So leben dann in der Hauptmannshütte der Hauptmann und Franz als sein Bursche und in der Gefangenenhütte der Handwerksbursche Felix als Comtesse verkleidet und die Zofe Barbara. Es dauert nicht lange, bis der Hauptmann hinter das Geheimnis seines Burschen kommt.  Auch in der zweiten Hütte deutet sich Ähnliches an. Doch der Friede täuscht. Während Franziska und der Hauptmann sich eine Stunde zum Träumen wünschen, bereiten draußen die Räuber schon einen Strick vor. Da taucht Oberst von Teckel auf. Er soll das Räuberlager ausräumen und die Gefangenen befreien. Doch die Falschen werden festgenommen. Die einzigen, die sich nicht aus ihrer beschaulichen Ruhe bringen lassen, sind die braven Räuber Knoll und Funzel. Sie mühen sich redlich mit ihrem Gefangenen, dem Baron Sperling, ab und träumen weiter von einem ehrbaren Leben. Die Verwirrung ist groß, und was jeder ahnt, wird wahr. Der Räuberhauptmann ist in Wirklichkeit der gekidnappte Graf. Er singt: „Mit dir will ich leben, Franziska! Für dich will ich da sein, Franziska.“ Und die Comtesse will auch. Der geizige alte Graf ist zuletzt auch einverstanden, zumal er von Knoll und Funzel das Lösegeld zurückbekommt. Und die beiden erreichen als zukünftige Angestellte des Grafen auch ihr Ziel, ein bürgerliches Leben zu führen.“

Stückangaben des Dreiklang-Dreimasken Bühnen- und Musikverlag GmbH [aufgerufen am 28. Oktober 2021]

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Das Wirtshaus im Spessart [Cottbus]“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/das-wirtshaus-im-spessart-cottbus/

Letzte inhaltliche Änderung: 6. Dezember 2022.