Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

De schönste Mann von de Reeperbahn

Musical in 3 Akten

Musik von Charly Niessen
Text von Heinz Wunderlich und Walter Rothenburg
Plattdeutsche Bearbeitung von Christa Wehling

Inszenierung

Uraufführung: 6. Januar 1974 
Ohnsorg-Theater, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA6. Januar 1974Ohnsorg-Theater, Hamburg

Inhaltsangabe

In der St. Pauli-Kneipe „Klabautermann“ wird jeden Abend der „schönste Mann von de Reeperbahn“ gekürt. Eine Attraktion vorallem für auswärtige Besucher, denen natürlich bei ihrem einmaligen Besuch nicht auffällt, dass immer der gleiche, angeblich gerade erst von großer Fahrt heimgekehrte Seemann, Willy, gewählt wird. Aber was soll es – Hauptsache, es herrscht Stimmung. Die Kellnerin Karla ist in Willy verliebt. Der muß aber erst durch verschiedene Umstände mit der Nase auf die „große“ Liebe gestoßen werden.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Es war ein Volltreffer, denn lange gab es bei „Ohnsorgs“ nicht einen solch langen und starken Beifall, der von allen Mitwirkenden, den Autoren Heinz Wunderlich und Wero Rothenburg, Komponist Charly Niessen und Regisseur Jochen Schenck auch ehrlich verdient war.

[…] Jochen Schenck unterstützte das Anliegen der Autoren in jeder Hinsicht. Geschickt verteilte er die 16 Mitwirkenden auf der kleinen Bühne, gekonnt baute er eigene Einfälle ein und trat als Portier selbst einmal kurz auf.

Unterstützt wurde Schenck von einem Ensemble, das sich in bester Spiellaune zeigte, Wunderlichs Pointen spritzig verkaufte und Charly Niessens Melodien, die den Texten der Autoren in jedem Takt gerecht wurden, gekonnt interpretierten“

Hans Jochen [Nachname unleserlich]: Wunderlich-Musical im Ohnsorg. ‚De schönste Mann von de Reeperbahn‘. In: Lübecker Nachrichten, 8. Janaur 1974.

„Was Regisseur Jochen Schenck, der in einer kleinen Einblendung als herrlich komischer Portier auf der Bühne auftauchte, was der musikalische Betreuer Rémond Biermann, was das Ensemble des Ohnsorg-Theaters, die Choreographin Anni Peterka und der Bühnenbildner Hans Albert Dithmer aus der schwachen Story machten, ist sehenswert.

Heidi Kabel als Frau Wirtin ließ sich keine Pointe entgehen, Heidi Mahlers Karla: lieb, tänzerisch unbeholfener als gesanglich. Ausgezeichnet: Hilde Sicks, Karin Büchel, Gisela Wessel, Erna Raupach-Petersen. Sie, sowohl wie der bezaubernde Jürgen Pooch, Edgar Bessen, Werner Riepel und nicht zu vergessen, Hanno Thurau überspielten alle Schwächen des Stückes.“

Ilse Höger: Ohnsorg-Theater in Musical-Stimmung. In: Hamburger Abendblatt, 7. Januar 1974.

„Im dritten Akt des kleinen plattdeutschen Musicals vom schönsten Mann der Reeperbahn singt Heidi Mahler das Lied „Ich nehm mir lieber’n häßlichen“. Dann ist der Höhepunkt der Stimmung erreicht. Und überhaupt sind die Songs von Heinz Wunderlich und Walter Rothenburg und die Melodien, die Charly Niessen sich dazu einfallen ließ, das was an diesem St.-Pauli-Abend in der Innenstadt zündet.“

Walter Schröder: Auf der Reeperbahn blühen keine Blumen. Premiere im Ohnsorg-Theater. In: Bild-Zeitung, Ausgabe Hamburg, 8. Januar 1974.

Medien / Publikationen

DVD / Video

Empfohlene Zitierweise

„De schönste Mann von de Reeperbahn“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/de-schoenste-mann-von-de-reeperbahn/

Letzte inhaltliche Änderung: 21. Juli 2022.