Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Der geheime Garten (The Secret Garden)

Musical

Musik von Lucy Simon
Buch und Liedertexte von Marsha Norman
nach dem Roman von Frances Hodgson Burnett
Deutsche Übersetzung von Frank Thannhäuser

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 29. Januar 2000
Konservatorium der Stadt Wien, Wien, Österreich

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA25. April 1991St. James Theatre, New York
DDspr. EA31. Dezember 1993Stadttheater, Pforzheim
AEA29. Januar 2000Konservatorium der Stadt, Wien
GBEA28. November 2000The Other Place, Stratford upon Avon

Anmerkung: Die österreichischen Aufführungen fanden vom 29. Januar bis zum 4. Februar 2000 mit jeweils wechselnder Besetzung durch Studierende der Musicalabteilung des Konservatoriums statt.

Am 11. März 2016 fand anlässlich des Musical Frühlings Gmunden die Österreichische Erstaufführung der Neufassung von „Der geheime Garten“ statt. Die deutsche Übersetzung von Christian Gundlach & Frank Thannhäuser wurde für die Österreichische Erstaufführung von Markus Olzinger & Elisabeth Sikora bearbeitet.

Inhaltsangabe

„England, 1906. Mary Lennox, ein verwöhntes kleines Ding, hat ihre Eltern durch die Cholera verloren und kommt aus Indien zu ihrem Onkel Archibald Craven auf sein düsteres Gut Misselthwaite Manor nach England. Der mürrische, bucklige Mann, dessen wunderschöne Frau Lily bei der Geburt des Sohnes Colin gestorben ist, weiß jedoch mit dem neuen Gast nichts anzufangen. Mary gerät auf Misselthwaite Manor in eine eigenartige Umgebung. Das schöne Anwesen am Rande des Moors scheint mit einem Fluch beladen zu sein, immer wieder sind geheimnisvolle Stimmen zu hören. Auch der Bruder des Onkels, der Arzt Neville Craven, ist ein seltsamer Herr. Noch immer leidet er darunter, dass Lily den buckligen Archibald ihm vorgezogen hatte.

Mary will ihre neue Heimat kennenlernen und entdeckt zusammen mit Dickon, dem Bruder des Dienstmädchens Martha beim Durchstreifen des Geländes einen geheimnisvollen Garten, der seit dem Tode von Archibalds Frau nicht mehr betreten werden durfte. Sie findet den Schlüssel zum Eingangstor. Neville aber will das neugierige und aufmüpfige Mädchen so bald wie möglich aus dem Haus haben und in ein Internat schicken. Noch kann er sich nicht mit seinem Vorhaben gegen Archibald durchsetzen, der den Bitten Marys, sie nicht wieder wegzuschicken, nachgibt.

Eines Tages findet das Mädchen, geleitet durch die Stimmen und Erscheinungen, die sie immer wieder hört und sieht, Archibalds Sohn Colin in seinem Zimmer in einem entlegenen Teil des Hauses. Colin ist sehr mit sich und seinen angeblichen Krankheiten beschäftigt, in denen ihn Neville mit großem Nachdruck bestärkt. Die zwei eigenartigen Kinder geraten erst einmal in Streit, doch nach und nach entsteht Freundschaft zwischen dem misstrauischen Jungen und der eigensinnigen Mary, die ihre Besuche bei Colin gegen den Willen von Neville durchsetzt. Durch sie bekommt Colin Selbstvertrauen und neuen Lebensmut.

Archibald wird durch das Mädchen zu sehr an seine verstorbene Frau erinnert und reist, ohne sich zu verabschieden, nach Paris. Die Verantwortung für die Kinder hat er in Nevilles Hände gelegt. Mary hat es gewagt, den geheimen Garten zu betreten, und arbeitet jeden Tag mit Dickon, um das vernachlässigte, traurige Stück Land wieder in einen blühenden Ort zu verwandeln. Im Rollstuhl bringen sie Colin zum Lieblingsplatz seiner Mutter. Der Garten scheint Zauberkräfte zu haben, denn Colin schafft es dort, ohne fremde Unterstützung einige Schritte zu gehen. Er beschließt, noch mehr zu Kräften zu kommen.

Neville hat endlich ein Internat für Mary gefunden. Es bleibt ihr nur noch wenig Zeit auf Misselthwaite. In ihrer Not und mit der Unterstützung Marthas schreibt sie an Onkel Archibald nach Paris und bittet ihn um Hilfe. Tatsächlich kommt er zurück und findet zu seiner großen Überraschung zwei kräftige, gesunde und fröhliche Kinder vor, die allen Intrigen Nevilles erfolgreich trotzen konnten. Archibald will sich von jetzt an wieder selbst um alles kümmern und mit den beiden Kindern auf Misselthwaite ein schönes Leben führen.“

Inhaltsangabe des Verlags Felix Bloch Erben, Berlin, 2022.

Kritiken

„Es hätte also gerade dieses ehrgeizige Projekt viel mehr Beachtung verdient. Außerdem wagte sich das Konservatorium das erste Mal in der zwanzigjährigen Geschichte der Musicalabteilung an eine österreichische Erstaufführung. Unterstützt von einem zwölfköpfigen Orchester unter der musikalischen Leitung von Robert Opratko, wurde das Musical von Wolfgang Groler mit simplen Mitteln effektvoll und mit viel Liebe zum Detail in Szenen gesetzt.“

Susanne Haizmann: Der geheime Garten. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 82, April/Mai 2000, Seite 37-38

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Der geheime Garten“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/der-geheime-garten/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. September 2022.