Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Der Hund, der Herr Bozzi hieß (A kutya akit Bozzi úrnak hívnak) [Heilbronn]

Musical

Musik von Szabolcs Fényes
Text von Istvàn Békeffi und Imre Jeney
Gesangstexte von György G. Denes
Musikalische Einlagen von Sylvester Levay, arrangiert von Nicolas Kemmer
Deutsche Übersetzung von Michael Kunze

Inszenierung

Westdeutsche Erstaufführung: 15. Oktober 1994
Theater Heilbronn, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:

Premierenchronik

HUNUA27. Februar 1976Fövaröszi Operettszinház, Budapest
DDRDspr. EA29. September 1978Theater Meiningen
DEA15. Oktober 1994Theater Heilbronn

Inhaltsangabe

Basierend auf dem italienischen Spielfilm „Un angelo è sceso a Brooklyn“ aus dem Jahre 1957 mit Peter Ustinov in der Hauptrolle wird hier die Geschichte um den hartherzigen Vermieter und Rechtsanwalt Herrn Bozzi in eine Musicalhandlung verpackt.

„Herr Bozzi ist der Eigentümer und Vermieter vieler Wohnungen und Häuser in den Einwanderervierteln von Brooklyn. Er ist ein nur am eigenen Profit orientierter sturer Emporkömmling ohne Mitgefühl seinen oft armen und in Nöten lebenden Mietern gegenüber. Damit keine Bettler bei ihm klopfen oder läuten, hat er sich Hundelaute antrainiert. Als eines Tages eine Märchenverkäuferin bei ihm erscheint, verwünscht sie ihn in einen Hund, den nur die Liebe eines Menschen wieder zurückverwandeln kann. Bozzi erlebt nun, herumgestoßen, hungrig, unerwünscht, das Leben als unbarmherzig und kalt. Von anderen Hunden verfolgt, von den Menschen, mit denen er nicht mehr kommunizieren kann, verjagt, streunt er durch die Straßen, bis er auf den Jungen Tonino trifft, der sich seiner annimmt. Die beiden freunden sich an, und als einige Halbstarke den kleinen Tonino verprügeln, stürzt er sich auf die Schläger, um Tonino zu beschützen. Durch diese Tat der Selbstlosigkeit verwandelt sich Bozzi zurück in Menschengestalt. Die innere Verwandlung hat Bestand: Bozzi ist von nun an verständnisvoll und freundlich.

(Klaus Baberg, Inhaltsangabe zur Filmhandlung aus Wikipedia)

Kritiken

„Das Stück könnte, so unoriginell es auch ist, doch funktionieren, nämlich als eine liebevolle Milieustudie mit einem Hauch kafkaesker Irrealität als Kleine-Leute-Märchen in einem Operettentheater (genau dahin gehört die einfachst gestrickte Musik – Dirigent Nicolas Kemmer konnte einem leid tun). Wenn man die vielen Klischees aber ohne alle Ironie, als einfältiges Erzähltheater auf die Bühne klebt, wie Regisseur Peter Ries, dann hilft es auch nicht mehr, daß immerhin die beiden ‚Elisabeth‘-Autoren Michael Kunze (Übersetzung) und Sylvester Levay (‚Musikalische Einlagen‘, wo auch immer sie waren) dieser Peinlichkeit ihre Namen leihen.“

Angela Reinhardt: Der Hund der Herr Bozzi hieß. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 50, Dezember 1994/Januar 1995, Seite 17-18.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise

„Der Hund, der Herr Bozzi hiess“ (A Kutya, Akit Bozzi Urnak Hivtak). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/der-hund-der-herr-bozzi-hiess-heilbronn/

Letzte inhaltliche Änderung: 8. November 2020.