Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Der Hund, der Herr Bozzi hieß (A kutya akit Bozzi úrnak hívnak) [Meiningen]

Musical

Musik von Peter Fényes
Text von Stefan Békeffy
Gesangstexte von Stefan Békeffy und György G. Denes
Aus dem Ungarischen von Henriette und Geza Engl
Autorisierte Deutsche Fassung von Klaus Eidam

Inszenierung

DDR-Erstaufführung: 29. September 1978
Meininger Theater Meiningen, DDR

Besetzung:

Premierenchronik

HUNUA27. Februar 1976Fövaröszi Operettszinház, Budapest
DDRDspr. EA29. September 1978Theater, Meiningen
DEA15. Oktober 1994Theater, Heilbronn

Inhaltsangabe

„Herr Bozzi ist Hausverwalter im Italienerviertel von Brooklyn. Er ist böse und geiziger, als es sein Amt verlangt und hat Freude daran, seine Mieter in Schwierigkeiten zu bringen. […] Das Wunder geschieht dergestalt, daß der böse Herr Bozzi von einer Fee in einen Hund verwandelt wird, als solcher am eigenen Leib erfährt, wie es ist, schlecht behandelt zu werden, als Hund eine gute Tat vollbringt, solchermaßen geläutert und durch die Zuneigung eines Kindes seine menschliche Gestalt zurückerhält und fortan der gute Herr Bozzi ist.“

Elke Schneider: Ein krudes Stück. „Der Hund, der Herr Bozzi hieß“ von Fényes/Békeffi in Meiningen. In: Theater der Zeit, Heft 12/1978, Seite 16-17.

Kritiken

„Ein bißchen wundergläubig muß man schon sein, wenn man versuchen will, diese Geschichte zu akzeptieren. […] Zuviel Geschrei um ‚bloß‘ ein Musical? Ich glaube, nein. Denn die Unstimmigkeiten der Geschichte erweisen sich auch an allen Ecken und Enden als Handicap für die Umsetzung.

[…] Die Musik Peter Fényes‘ bemüht sich, durch Variabilität in Instrumentation und Rhythmen italienisches (Mandolinen) und amerikanisches (u.a. Saxophon) Milieu so, wie er es sich vorstellt, einzufangen. Das Leitmotiv (Mandoline, Klavier), das bei allen Begegnungen Julia/Bruno erklingt, erklärt von vornherein, wer hier am Schluß, wen kriegt.

‚Ja, das ist USA‘, ‚Nur mit Sex ist ein Mann zu verführen‘, ‚Buona notte‘, ‚Alles bloß Vorurteil‘ und ‚Herz und Verstand‘ sind gängige, eingänge, konventionelle, aber geschickt komponierte Nummern. Unter der musikalischen Leitung von Werner Storch gab es wenig Unsicherheiten, man merkte, daß das Werk gut einstudiert und musikalisch gearbeitet wurde. Die Liedertexte der deutschen Fassung (Klaus Eidam) bedürften doch hier und da der Überarbeitung zugunsten weniger abgegriffener Worte und Bilder.

Das Bühnenbild Rudolf Krumms vereinigte alle Schauplätze auf einer Drehbühne (die Vorderbühne war in der Gestaltung einbezogen) und schuf eine angenehme unaufgeräumte, etwas düstere, auf der Schokoladenseite durch Lichtreklame aufgehellte Atmosphäre.“

Elke Schneider: Ein krudes Stück. „Der Hund, der Herr Bozzi hieß“ von Fényes/Békeffi in Meiningen. In: Theater der Zeit, Heft 12/1978, Seite 16-17.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

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Empfohlene Zitierweise

„Der Hund, der Herr Bozzi hiess (A Kutya, Akit Bozzi Urnak Hivtak) [Meiningen]“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/der-hund-der-herr-bozzi-hiess-meiningen/

Letzte inhaltliche Änderung: 30. März 2023.