Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Die schwarzen Brüder [Schaffhausen]

Musical

Musik von Georgij Modestov
Texte von Mirco Vogelsang und Maike Tschirner
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Lisa Tetzner und Kurt Held

Inszenierung

Uraufführung: 31. März 2007
Stahlgiesserei, Schaffhausen, Schweiz

Besetzung:  

Premierenchronik

CHUA31. März 2007Stahlgiesserei, Schaffhausen
DEA7. August 2014Freilichtspiele Schlosshof, Bückeburg

Inhaltsangabe

„Giorgio, ein Junge aus einem Tessiner Bergdorf wird von seinem Vater an Luini, den Mann mit der Narbe, verkauft. Und der hat nur ein Ziel: er will Giorgio und dessen Freund Alfredo zu gutem Geld machen. Mailand präsentiert sich bei ihrer Ankunft farbenfroh und geprägt vom regen Treiben auf dem Markt. Doch schnell ist klar, zu welchem Zweck die Buben hier sind. Denn in Ginos Taverne lauern bereits die Kaminfegermeister auf die Ankunft der „Ware“. Im Handumdrehen sind die beiden verkauft und werden getrennt. Battista Rosssi wird Giogios Meister. Dessen herrische Frau ist Giorgio gegenüber voller Verachtung. Und Sohn Anselmo hetzt ihm sogar die „Wölfe“, eine Bande Halbstarker, die in Mailands Strassen ihr Unwesen treibt, auf den Hals. Lediglich Angeletta, die todkranke Tochter von Rossi, ist für Giorgio eine barmherzige Seele. Eines nachts irrt er durch das nächtliche Mailand und trifft auf Alfredo, der ihn voller Freude in den Bund der „Schwarzen Brüder“ aufnimmt. Diese Hilfe kann Giorgio gut gebrauchen, denn er hat noch eine Rechnung mit den Wölfen offen. Als Giorgio im Kamin eines vornehmen Hauses stecken bleibt, wird er von dem Luganer Arzt Dr. Casella vor dem Tod gerettet. Endlich scheint sich sein Schicksal zu wenden. Schnell schliessen die beiden Freundschaft und Dr. Casella verspricht den schwarzen Brüdern zu helfen, wenn sie nur erst wieder in Lugano sind. Daraufhin begeben sich vier schwarze Brüder auf die Flucht. Doch Luini ist ihnen längst auf der Spur.“

aus dem Programmheft der UA, Schaffhausen, 2007.

Kritiken

„Der aus St. Peterburg stammende Komponist Georgij Modestov schrieb die über weite Strecken klassische Musik, deren Stimmung nicht nur den düsteren Hintergrund der damaligen Umstände widerspiegelt, sondern vor allem auch fröhliche und leichte Elemente unterstreicht. Die mit Leitmotiven gestalteten Kompositionen vermochten sich im zweiten Akt noch zu steigern, die Schlussnummer ‚Ich bin so frei‘ besitzt eindeutig Ohrwurmqualitäten.

[…] Beeindruckend war die Umsetzung des Musicals schon allein durch das große Personalaufgebot auf der riesigen Bühne. Eva Haberlandt gestaltete in dem hohen Raum sechs hydraulisch bewegliche Modulkästen, die durch geschickte Lichteffekte von Gerrit Jurda entweder Schattenszenen darstellen, Platz für Projektionen wie die Straßen von Mailand geben oder aber als Innenräume dienen. Durch zwei Kaminöfen mit viel Qualm müssen die Buben hindurch, um an den hoch aufragenden Schornsteinen hinaufzuklettern.

Das mit viel Herz produzierte Stück berührt vor allem durch seine jugendlichen Darsteller.“

Gunnar Habitz: Die schwarzen Brüder. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 125, Juni/Juli 2007, Seite 30-31.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Die schwarzen Brüder“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/die-schwarzen-brueder-schaffhausen/

Letzte inhaltliche Änderung: 5. September 2022.