Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Eating Raoul [Wien]

Musical

Musik von Jed Feuer
Songtexte von Boyd Graham
Buch von Paul Bartel nach dem gleichnamigen Film „Eating Raoul“
Deutsche Übersetzung von Werner Sobotka

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 23. Januar 2016 
MuK Theater, Wien, Österreich

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA3. Mai 1992Union Square Theatre, New York
DDspr. EA28. Juli 1994St.-Pauli-Theater, Hamburg
GBEA30. August 2000Bridewell Theatre, London
AEA23. Januar 2016MUK Theater, Wien

Anmerkung: Die Österreichische Erstaufführung war eine Präsentation des Studiengangs für „Musikalisches Unterhaltungstheater“ der Musik und Privatuniversität der Stadt Wien.

Inhaltsangabe

Mary und Paul Blass, ein amerikanisches Ehepaar, träumt davon, ein Restaurant außerhalb der großen und lauten Stadt aufzumachen. Leider fehlt ihnen dazu das entsprechende Geld. Sie kommen auf die Idee, Sextherapien für alle erdenklichen Praktiken anzubieten. Ihre Kunden werden dabei regelmäßig am Ende der Sitzung mittels einer Bratpfanne um ihr Leben und vorallem um ihr Bargeld gebracht. Doch wohin mit den Leichen? Latin-Lover Raoul scheint da weiterhelfen zu können. Raoul ist so ganz anders als der biedere Paul und Mary landet mit dem Latin Lover im Bett. Pech nur, dass sie dabei von Paul erwischt werden, der nun auch Raoul mittels Bratpfanne um die Ecke bringt. Noch eine Leiche mehr. Was tun? Aber das Stück heißt ja ‚Eating Raoul‘.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Sobotka entzieht sich durch die rasanten Szenenwechsel und dem spielerischen Einsatz von Geräuscheffekten in seiner Regiearbeit auch nicht der Entstehungsgeschichte des Stückes, welches sich vom Drehbuch erst über die Zwischenstufe der ‚Graphic Novel‘ zu einem Musical entwickelt. Die jungen Studenten des MUK […] hinterlassen durch ihren schnellen Sprung zwischen diversen überspitzt inszenierten Charakteren so ebenjenen Comic-haften Eindruck, der Paul Bartels satirischem Werk zu eigen ist.

Zur Begleitung der abwechslungsreichen Melodien zwischen Swing, Klassik und Latin steht die geschulte Stammband unter der Leitung David Hojers den Jungdarstellern gekonnt zur Seite. Mit den temporeichen Choreographien fängt Timo Radünz mühelos die Hektik der Großstadt an der Westküste ein, wobei sich die Kostüme und das Bühnenbild (Bühnenbild und Projektionen: Sam Madwar, Kostüme: Elisabeth Gressel) mit Ausnahme der Protagonisten größtenteils angenehm zurückhaltend – fast schon minimalistisch – präsentieren.

Infolgedessen bleibt den jungen Talenten genügend Raum, sich auf der Bühne zu entfalten, und sie bieten dem Publikum einen überaus stimmigen und kurzweiligen Theaterabend.“

Felix Lanmüller: Mexikaner à la Carte. „Eating Raoul“ an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. In: blickpunkt musical, Ausgabe 81, 02/2016 März – Mai 2016, Seite 42.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Empfohlene Zitierweise

„Eating Raoul [Wien]“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/eating-raoul-wien/

Letzte inhaltliche Änderung: 22. August 2023.