Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Ein Fall für Sherlock Holmes

Krimical in zwei Akten mit Vorspiel und todsicherem Finale und verbindlichem Dank an Sir Arthur Conan Doyle von Jürgen Degenhardt

Musik von Gerd Natschinski
Text von Jürgen Degenhardt

Inszenierung

Uraufführung: 10. April 1982 
Städtische Bühnen, Erfurt, DDR

Besetzung:  

Premierenchronik

DDRUA10. April 1982Städtische Bühnen, Erfurt

Inhaltsangabe

„Die Handlung um den guten, alten „Hund von Baskerville“ des Sir Arthur Conan Doyle dient den Autoren Gerd Natschinski und Jürgen Degenhardt mehr oder weniger als Anlass, die feine englische Gesellschaft mit der Art von Humor vorzuführen, die sie selbst am meisten liebt – mal rabenschwarz, mal fast oder auch ganz Klamotte. Mit anderen Worten: Auch wenn der Zuschauer am Ende nicht genau weiß, wer wen wann warum womit wo und wie ermordet hat – macht nichts, denn das ist man ja schließlich aus dem alltäglichen Fernsehkrimi gewöhnt.“

Verlagsangaben Schott Music Gmbh & Co KG, Mainz, 2021

Kritiken

„Was in Erfurt anzusehen und anzuhören war, war in keiner Weise ein Phantom, sondern in allen Teilen intelligente, augenzwinkernde Um-Erfindung der bekannten Conan-Doyle-Geschichte ‚Der Hund von Baskerville‘. […] Das Werk ist eine musikalische Komödie, ohne Chor und Ballett, mit ironisch-lockeren Dialogen. Die witzigen, parodistischen Liedertexte treffen genau den Ton der high society und charakterisieren präzise die handelnden Personen. Die Reime und Wortwitze sind frech und teilweise verblüffend. Musikalische Erfindung und Arrangement der kleinen Orchesterbesetzung haben nicht nur einen hohen Grad von Übereinstimmung mit Text und Handlung, sondern geben dem Werk eine wirklich eigene Dimension hinzu, von intelligentem Kommentar, illustrativ-komischen Spannungseffekten über Salonmusik bis hin zu ausgewachsenen Shownummer, Liedern, die ins Ohr gehen, ohne anspruchslos zu sein. Das ist eine Theatermusik, die die Quellen (musikalisches Lustspiel und Musical) nie verleugnet, weder flach noch epigonal ist und den ironischen Grundschlag des Stückes genau beibehält.

[…] Mitunter konnte man über die vergeblichen Versuche, im heiteren Musiktheater neue Werke von Wirksamkeit und Bedeutung zu etablieren, verzweifeln. Die Erfurter Uraufführung jedoch läßt mich hoffen. Auch auf weitere Werke von Gerd Natschinski und Jürgen Degenhardt.“

Elke Schneider: Lichtstrahl aus dem Thüringischen. Musical-Uraufführung: ‚Ein Fall für Sherlock Holmes‘ von Degenhardt / Natschinski in Erfurt. In: Theater der Zeit, Heft 6/1982, Seite 30-31.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise

„Ein Fall für Sherlock Holmes“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/ein-fall-fuer-sherlock-holmes/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. Oktober 2021.