Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

F@lco – A Cyber Show

Cyber Show

Musik und Gesangstexte von div.
Buch von Joshua Sobol

Inszenierung

Uraufführung: 1. April 2000 
Ronacher, Wien, Österreich

Besetzung:  

Premierenchronik

AUA1. April 2000Ronacher, Wien

Inhaltsangabe

„Mit der Kunstfigur Falco schafft der nichts ahnende Hans Hölzel seinen eigenen Golem und setzt gleichzeitig etliche Dämonen frei, die ihn fortan bis an sein Lebensende verfolgen und bestimmen, darunter die Dämonen Wien, Tod, Kind und Alkohol. Leben und Werk eines Popstars auf diese philosophische Meta-Ebene zu verlegen, ist die geniale Konstruktion des israelischen Dramatikers Joshua Sobol.“

Torsten Zarges: F@lco. Ein Feuerwerk der Technik mit philosophischer Story. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 83, Juni/Juli 2000, Seite 73.

Kritiken

„Den Computern werden spektakuläre Effekte entlockt. So schaffen Max Keller (Lichtdesign) und Gerd Bessler (Sounddesign) einen pulsierenden Cyberspace, der insbesondere mit seinen 3-D-Animationen beeindruckt. Diese werden überlebensgroß in sämtliche Richtungen projiziert – so quält der Golem Falco den armen Hans. Nur Computer-Abstürze darf’s nicht geben, denn dann ist die Show vorbei.

Bei so viel Technik haben es die Menschen auf der Bühne nicht ganz leicht. Und wie sie die Herausforderung meistern, ist sehr unterschiedlich. Ausgerechnet der Hauptdarsteller ist die einzige große Enttäuschung.

[…] Der musikalische Leiter Thomas Rabitsch hat die Falco-Hits erfolgreich in ein neues Gewand gesteckt. Die Bandbreite reicht vom Hardrock bis zur sanften Ballade – druckvoll serviert von einer sechsköpfigen Band um Gitarrist Andy Bartosh. Allein die Musik genügt schon, um das Konzept aufgehen zu lassen: Das überwiegend jugendliche Publikum kennt jedes Wort, tanzt mit und feiert eine große Party.“

Torsten Zarges: F@lco. Ein Feuerwerk der Technik mit philosophischer Story. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 83, Juni/Juli 2000, Seite 73.

„Die Bühne ist ein überdimensional großes @, Falco ein computeranimierter Golem, und die Musik klingt eher nach Rammstein, als nach Pop der achtziger Jahre: Wer ins Wiener Ronacher gekommen war, um eine Falco-Musical-Revue zu genießen, sah sich getäuscht. ‚F@lco – A Cyber Show‘ ist ein aufwendig inszeniertes und choreografiertes High-Tech-Bühnenspektakel mit 3-D-Animationen und Lasershow, das mit seinem Tempo und den GoGo-Girls eher an ein Szene-Event erinnert, als an ein Rockkonzert oder eine Revue.

[…] Natürlich bedient Paulus Manker mit ‚F@lco – A Cyber Show‘ auch die Mythenbildung. Doch wenn nach „Rock me Amadeus“ plötzlich Bach und Beethoven auf der Bühne stehen, und Schubert und Wagner Hans Hölzel anflehen, ihnen doch auch einige Rock-Nummern zu schreiben („Leck mich, Schubert“, „Wichs me, Wagner“), dann ist das alles nicht so ernst zu nehmen.“

Michael Fischer: Leck mich, Schubert! Zwei Jahre nach seinem Tod, wird der Popstar Falco im Wiener Musical-Tempel Ronacher mit „F@lco – A Cyber Show“ reanimiert. André Eisermann spielt die Hauptrolle des Hans Hölzel, den sein selbst kreierter virtueller Golem Falco in den Tod treibt. Paulus Manker inszenierte ein „Cyberrockhappening“ der besonderen Art. In: Der Spiegel, 2. April 2000.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„F@lco – a Cyber Show“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/falco-a-cyber-show/

Letzte inhaltliche Änderung: 17. März 2025.