Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Fletsch – Saturday Bite Fever

A new musical

Musik von Marc Schubring
Songtext von Wolfgang Adenberg
Buch von Holger Hauer & Marc Schubring

Inszenierung

Uraufführung, 8. Dezember 1993 
Theater Arnual, Saarbrücken, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA8. Dezember 1993Theater Arnual, Saarbrücken
CHEA30. März 2002Theater Fauteuil, Basel

Inhaltsangabe

„Der schüchterne Versicherungsangestellte Stanley ist ebenso leidenschaftlich wie hoffnungslos in seine Sekretärin Daisy verliebt. Solange bis der überzeugte Vegetarier eher zufällig von der Werwölfin Esther gebissen wird und sich nun selbst in einen Werwolf verwandelt: Auf der Brust sprießen plötzlich Haare, er wird muskulöser und selbstbewusster, und mit einem Mal erwacht auch Daisys Interesse an ihm.

In Stanleys Vater, einem pensionierten Großwildjäger, regt sich jedoch wieder der alte Jagdinstinkt, und er will nicht eher ruhen, bis der Kopf seines Sohnes an seiner Trophäenwand hängt. Und auch Esther stellt plötzlich ziemlich tödliche Ansprüche an den neuen Werwolf…“

(Verlagsangaben von Felix Bloch Erben, Berlin, 2022.)

Kritiken

„Das Musical ‚Fletsch‘ von Marc Schubring (Musik), Wolfgang Adenberg (Liedtexte) und Holger Hauer (Buch) riß das mit guten Musical-Produktionen verwöhnte Saarbrücker Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Das Stück avancierte binnen weniger Tage zum absoluten Kult-Ereignis im Saarland und nährt die Hoffnung, daß der musikalische Nachwuchs in Deutschland endlich zur Übernahme bereit steht.

[…] Hauer hat das Buch mit so viel absurder Situationskomik, überraschenden Wendungen und witzigen Kalauern gespickt, daß das Publikum aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommt. Die Liedtexte von Wolfgang Adenberg führen diese Komik weiter, ohne je albern oder unnatürlich zu wirken, und die Musik von Marc Schubring unterstützt sie dabei bestens. Man merkt, daß der Komponist seine Klassiker kennt.

[…] Das Stück ist von Regisseur Matthias Davids in einem atemberaubenden Tempo inszeniert. Wenn man einmal gerade nicht über die Dialoge oder Songtexte lachen kann, dann kann man sicher sein, daß in diesem Moment ein pantomimischer Gag passiert. Beeindruckend ist vor allem Davids‘ Umsetzung des Songs ‚Bei Esther in der Lehre‘, einer Art Hindernisparcour für Werwölfe, in dem Stanley durch mehrere Lektionen des Wolfdasein geführt und von Esther dermaßen über die Bühne gejagt wird, daß selbst der Zuschauer nach Luft schnappen muß. Davids, bisher nur als Schauspieler in Erscheinung getreten, hat mit seinem Regiedebüt gezeigt, daß er auch in anderen Bereichen beachtliche Fähigkeiten besitzt.“

Wolfgang Schmitz: Fletsch. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 46, April/Mai 1994, Seite 14-15.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Kommentar

Das Musical basiert auf dem Roman „Werwölfe küssen gut“ von Roger L. Di Silvestro.

Empfohlene Zitierweise

„Fletsch – Saturday Bite Fever“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/fletsch-saturday-bite-fever/

Letzte inhaltliche Änderung: 28. Februar 2022.