Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Fracasse

Musical

Musik von Louis Dunoyer de Segonzac
Text von Jean-Marie Lecoq
nach einem Roman von Théophile Gautier
Deutsche Übersetzung von Peter Lotschak

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 19. Oktober 1996
Stadttheater, Heilbronn, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Programmheft Heilbronn, 1996.

Premierenchronik

FUA14. April 1986Theatre des Nouveautés, Tarbes
DDspr. EA19. Oktober 1996 Stadttheater, Heilbronn

Inhaltsangabe

„Das Mantel-und-Degen-Spektakel nach einem Roman von Théophile Gautier spielt im 17. Jahrhundert: der junge, verarmte Baron de Sigognac schließt sich einer Komödientruppe an und erobert unter dem Namen Fracasse auf etwas stürmische Art die Bühne. Im Stil der französischen Musketier-Filme wird man in die Zeit des fahrenden Volkes zurückversetzt, wo sich alle Figuren aus der Comedia dell’Arte, von Molière oder Goldoni tummeln. Neben den herrlich übertriebenen und ständig mit dem wahren Leben in Konflikt geratenden Stehgreif-Aufführungen der Komödianten gibt es edle Räuber und bornierte Adlige, Fechtszenen und Prügeleien, Slapstick und Körperkomik.“

Angela Reinhardt: Fracasse. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 62, Dezember 1996/Januar 1997, Seite 23-24.

Kritiken

„Die Musik Louis Dunoyers, der bei der Deutschen Erstaufführung bejubelt wurde, ist manchmal ein wenig nichtssagend und wird immer dann sehr hübsch, wenn sie barocke Tanzrhythmen und die Lieder der Trobadours aufgreift. Während Nicolas Kemmer und sein Musical-Orchester diese Renaissance- und Barock-Klangfarben feinsinnig hintupfen, ist das Heilbronner Schauspielensemble musikalisch vollkommen überfordert: die mädchenhaft reinen Gesangslinien, das heldenhafte Auftrumpfen oder die sanften Minnelieder erfordern eigentlich ausgebildete, schöne timbrierte Opernstimmen.

Die deutschen Knittelverse, in die Regisseur Peter Lotschak den Text übertragen hat, werden zwar oft ironisch überbetont, gehen aber mit zunehmendem Dahinholpern kräftig auf die Nerven. Auf der perspektivisch nach hinten verengten Bühne von Manfred Breitenfeller gelingt es Lotschak nicht immer, die im Stück angelegten Möglichkeiten voll auszuspielen.“

Angela Reinhardt: Fracasse. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 62, Dezember 1996/Januar 1997, Seite 23-24.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Literatur

Kommentar

Die Heilbronner Inszenierung beruht auf der erweiterten Pariser Fassung von 1993.

Empfohlene Zitierweise

„Fracasse“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/fracasse/

Letzte inhaltliche Änderung: 16. August 2025.