Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Frühlingswalzer (Tavaszi Keringö)

Musikalisches Lustspiel in drei Akten

Musik von Jenö Horváth
Texte von Ernö Vincze und István Kallài
Songtexte von Iván Szenes
Deutsche Übersetzung von Ita Szent-Iványi
Bühnenbearbeitung und Liedertexte Wolfgang Böttcher.

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 11. September 1959 
Volkstheater, Rostock, DDR

Besetzung:  

Premierenchronik

HUNUA11. Oktober 1957Operettentheater / Kleines Kammertheater, Budapest
DDRDspr. EA11. September 1959 Volkstheater, Rostock

Inhaltsangabe

„In diesem vergnüglichen Pfeilkämpfen des Eros um das Herz des 58jährigen, doch mannhaft und liebesfähig verbliebenen Budapester Violinenprofessors Gabor und seine ebenso begabte wie heiß in ihn verliebte zwanzigjährige Schülerin Eva, in die sich Gabors heiratslustige Haushälterin Flora, sein Freund, der humorige Geschichtsprofessor Boldi, Piri, Gabors uneheliche Tochter, Kelemen, der Sekretär Gabors, und Gatai, der temperamentgeladene Verlobte der Piri nach Kräften einschalten – in diesem amüsanten Hausball der neigungsvollen Mißverständnisse gibt es keinen Klamauk, keine forcierte Lustigkeit, keine festlich illuminierten Blödsinn. Die Flora bekommt statt des erhofften Idols Gabor am Schluß den propren Boldi, Gabor verzichtet in Erkenntnis seiner mithin schon beträchtlich fortgeschrittenen Jahre zugunsten Kelemens auf Eva, und der vollblütige Gatai erfreut sich weiterhin seiner ländlich frischen Piri.“

(aus: Torsten Marfordt: Ionika, Schlagzeug und Kontrabass. Zeit der musikalischen Lustspiele. Zu Aufführungen in Rostock, Stendal und Frankfurt. In: Theater der Zeit, Heft 3/1960, Seite 83-85.)

Kritiken

„Hans Salomons Inszenierung im Kleinen Haus, dessen räumliche Enge Kurt Arts stimmunggebendes Bühnenbild geschickt überspielte, war eine heitere Wohltat, weil sie Humor nicht durch verzerrende Übertreibung, sondern aus gelöster Natürlichkeit entwickelte und das Kammerspielhafte des Stücks betonte, was eine größere menschliche Sättigung der Charaktere bedeutete.

[…] Kein wegweisendes, gewichtiges, erregendes Stück, aber doch auch keins, das verstimmt. Es unterhält zwar zwanglos, und läßt uns lachen, ohne daß wir uns dieser Heiterkeit zu schämen brauchten. So dezent aufgeführt wie in Rostock, dürfte es auch an anderen Bühnen unter den musikalischen Lustspielen nicht gerade eine grämliche Figur machen.“

Torsten Marfordt: Ionika, Schlagzeug und Kontrabass. Zeit der musikalischen Lustspiele. Zu Aufführungen in Rostock, Stendal und Frankfurt. In: Theater der Zeit, Heft 3/1960, Seite 83-85.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Kommentar

Die Besetzung wurde der seinerzeitigen Presseberichterstattung entnommen und wird, sobald ein Programmheft vorliegt, aktualisiert und ggf. ergänzt oder berichtigt.

Empfohlene Zitierweise

„Frühlingswalzer“ („Tavaszi Keringö“). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/fruehlingswalzer/

Letzte inhaltliche Änderung: 17. März 2022.