Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Grease [Wien]

Musical

Buch, Musik und Gesangstexte von Jim Jacobs und Warren Casey
Zusätzliche Songs von B. Gibb / J. Farrar / L. St. Louis / S. Simon
Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 28. September 1994 
Raimund Theater, Wien, Österreich

Besetzung:  

Die jeweilige Abenbesetzung wurde über den Aushang bekanntgegeben.

Premierenchronik

USAUA14. Februar 1972Eden Theatre, New York
GBEA26. Juni 1973New London Theatre, London
DEA in Engl.16. Juni 1990Arri Studio, München (Musical Ensemble »Show ab«)
DDspr.EA25. Februar 1993Musiktheater Reeperbahn, Hamburg
AEA28. September 1994Raimund Theater, Wien
CHEA29. Oktober 1994Häbse-Theater, Basel

Anmerkung: Bei der Deutschen Erstaufführung der Amateurgruppe „Show ab“ wurden die Songs im englischen Original gesungen. Die Übersetzung der Dialoge stammt von Thorsten Schmidt, dem Gründer des Ensembles.

Inhaltsangabe

„Eine American Highschool Ende der Fifties. Danny trifft Sandy, sie durchleben eine typische Teenage-Lovestory; Vince Fontaine ist mit seiner Samtstimme der schmalzigste Anreißer aller Schulbälle. Miss Lynch, die Lehrerin, sorgt via Schullautsprecher für Ordnung. Kenickie hat mit Rizzo ein Mädchen, mit dem er Autos stehlen kann, und Patty, der Cheerleader, gibt Sandy Grund zur Eifersucht. Dann sind da noch Freddy, Jan und der tapsige Eugene, liefern sich noch die „Burgers“ und die „Dukes“ Kämpfe auf Auto-Ausschlachtplätzen und auf dem Baseballfeld, die „Pink Ladies“ tanzen und singen auf Pyjama-Parties, bis sich Sandy schließlich die richtige Frisur zulegt und mit Danny Hand in Hand die Traumwelt der „Rydell High“ verlässt.“

Homepage der Vereinigten Bühnen Wien [https://www.musicalvienna.at/de/spielplan-und-tickets/spielplan/production/185/Grease, aufgerufen am 5. August 2021]

Kritiken

„‚Grease‘ ist ein Spaß und mehr will die Show in der Inszenierung von Regisseur Michael Schottenberg erfreulicherweise auch gar nicht sein – sieht man einmal davon ab, daß beim Klassentreffen zu Beginn eine tragische Komponente ins Spiel kommt: Sandy ist nämlich tot. Aber wenn uns die Rückblende in die Zeit der Hochblüte des Rock’n’Roll, der Pomade und Petticoats versetzt, dann fängt der Spaß an.

[…] Und das geht in erster Linie auf das Konto des Choreographen Dennis Callahan, der bei den pfiffigen und hinreißend fetzigen Tanzszenen wie beispielsweise „We Go Together“ und „Hand Jive“ mächtig aufs Gas tritt, wobei ihm ein fabelhaft einstudiertes Ensemble willig und mit atemberaubender Rasanz folgt. Gebremst und unterbrochen wird das rasante Vergnügen bedauerlicherweise immer wieder durch die oft bleiern wirkenden Dialoge. Wortwitz und Situationskomik verpuffen in den Sprechpassagen nämlich häufig, da sich das gesamte Ensemble zwar bestens aufs Singen und Tanzen versteht (was es auch nahezu ohne Fehl und Tadel ausgiebig zeigte), einige Protagonisten schauspielerisch eher blaß bleiben.

[…] Für die musikalische Seite des Abends sorgte die Theatre Rock Band Vienna unter der Leitung von Mike Dixon, der vom rundum begeisterten Premierenpublikum in den allen Mitwirkenden geltenden Jubel einbezogen wurde.“

Gerhard Knopf: Grease. Österreichische Erstaufführung im Raimund Theater. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 50, Dezember 1994/Januar 1995, Seite 4-6.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Empfohlene Zitierweise

„Grease“ [Wien]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/grease-wien/

Letzte inhaltliche Änderung: 5. August 2021.