Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Heidi – Teil 2

Musical

Musik von Stephen Keeling 
Buch und Liedertext von Shaun McKenna 
Nach dem Roman und der Lebensgeschichte der Johanna Spyri
Deutsche Übersetzung von Anja Hauptmann

Inszenierung

Uraufführung: 26. Juli 2007
Seebühne Walenstadt, Schweiz

Besetzung:

Ensemble und Zweitbesetzung:

Premierenchronik

CHUA26. Juli 2007Seebühne, Walenstadt

Inhaltsangabe

„Johanna Spyri feiert die Veröffentlichung ihres ersten Heidi-Romans. Die Freude währt jedoch nicht lange: Der Tod ihres Ehemanns wirft sie aus der Bahn. Erst die Arbeit am zweiten Heidi-Roman hilft ihr, im Leben wieder Fuss zu fassen. Wie der Roman scheint sich auch Johanna Spyris Leben zum Guten zu wenden. Sie geniesst die Zeit der ‚Belle Epoque‘ in Zürich und Montreux und begegnet dem Jugendfreund und berühmten Schriftsteller Conrad Ferdinand Meyer, der ihr Schicksal nachhaltig prägt. Nichts scheint ihr Glück trüben zu können, doch dann erlebt Johanna Spyri am eigenen Leib, wie Liebe und Eifersucht, Freundschaft und Verrat, Hand in Hand gehen können. Sogar das Happy End des zweiten Heidi-Romans ist in Gefahr.

Die Heidi-Geschichte setzt mit dem Besuch Klaras und Fräulein Rottenmeiers im Dörfli ein. Klara entdeckt auf der Alp Heidis Bett im Heu und stellt fest, dass alles noch viel schöner ist, als sie es sich vorgestellt hat. Doch die Harmonie trügt: Geissenpeter wird von Eifersucht geplagt und stösst in seiner Wut Klaras Rollstuhl über den Abgrund. Heidi lässt die verängstigte Klara allein im Sturm zurück, um Hilfe zu holen. Beim Versuch, Klara zu retten, stürzt Alpöhie und verletzt sich. Entkräftet weiss Heidi keinen anderen Ausweg, als die Autorin Johanna Spyri um Hilfe zu bitten. Doch diese weist Heidis Hilfeschrei harsch zurück. Erst die letzte Begegnung zwischen Johanna und Conrad führt dazu, dass Heidis Geschichte ein schönes und versöhnliches Ende gegönnt ist.“

(aus: Homepage Walensee Bühne, 2020)

Kritiken

„Die Geschichte des zweiten ‚Heidi‘-Musicals bietet mit Conrad Ferdinand Meyer eine neue Figur, die vielen Schweizer zumindest vage bekannt ist. Tatsächlich trafen sich Spyri und Meyer mehrfach und führten eine rege Korrespondenz. Es ist jedoch nicht überliefert, ob ihre Beziehung tiefer war, so wie es das Musical suggeriert.

[…] Die beiden Welten von Johanna und Heidi waren häufig gleichzeitig auf der Bühne zu sehen. Wie oft im Theater praktiziert, wurde die jeweils passive Szene durch erstarrtes Innehalten abgeblendet und dann schnell umgeschaltet. Zur Verbindung der beiden Seiten dienten häufig gesprochene Sätze wie beispielsweise Johannas Worte ‚Fräulein Rottenmeier sollte ja auch mitfahren‘ – und schon war sie auf der rechten Seite zu sehen.“

Gunnar Habitz: Heidi – Teil 2, Geglücktes Sequel. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 127, Oktober/November 2007, Seite 12-14.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Heidi – Teil 2“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/heidi-teil-2/

Letzte inhaltliche Änderung: 20. September 2024.