Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Ich war noch niemals in New York [Zürich]

Musical-Komödie mit den Songs von Udo Jürgens

Musik von Udo Jürgens
Buch von Gabriel Barylli
Co-Autor Christian Struppeck nach einer Idee von Hera Lind
Skript-Entwicklung: Ulrike Buerger-Bruijs
Skript-Bearbeitung: Pieter van de Waterbeemd

Inszenierung

Schweizer Erstaufführung: 1. November 2012 
Theater 11, Zürich, Schweiz

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA2. Dezember 2007TUI Operettenhaus, Hamburg
AEA17. März 2010 Vereinigte Bühnen Raimund Theater, Wien
CHEA1. November 2012Theater 11, Zürich

Inhaltsangabe

„Die Musical-Komödie ‚Ich war noch niemals in New York‘ handelt von der erfolgreichen Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg, deren Mutter Mariasich durch die Karrierepläne ihrer Tochter nicht mehr erwünscht fühlt. Gemeinsam mit Otto Staudach will sie sich ihren Lebenstraum erfüllen: Einmal nach Amerika und unter der Freiheitsstatue heiraten! So machen sich die beiden heimlich per Kreuzfahrtschiff auf die Reise. Als Lisa davon erfährt, nimmt sie mit Ottos Sohn Axelund dessen vierzehnjährigem Sprössling die Verfolgung auf. Die turbulenten Geschehnisse finden ihren Höhepunkt im Aufeinandertreffen der drei Generationen auf hoher See.“

(Quelle: [https://unitedmusicals.de/musical/ich-war-noch-niemals-in-new-york/], aufgerufen 4. Januar 2024)

Kritiken

„Udos Manager Freddy Burger holte nun das Musical ‚Ich war noch niemals in New York‘ nach fast 600 Vorstellungen aus Wien ins Zürcher Theater 11, eine beliebte Station für Tourneeproduktionen bekannter Musicals. Und doch ist dieses Stück durch Udos Bezug zu Zürich etwas anderes.

Für die bis Februar geplanten Aufführungen kommt grundsätzlich die überarbeitete Wiener Fassung mit der Regie von Carline Brouwer und der Choreografie von Kim Duddy in der identischen Ausstattung von David Gallo zum Einsatz. […] Wer das Musical aus der Feder von Gabriel Barylli und Christian Struppeck bereits in Hamburg, Wien oder Stuttgart gesehen hatte, mochte auf das Lokalkolorit und den Einsatz von Schweizer Darstellern gespannt sein. Ein Hauch ‚Swissness‘ war tatsächlich zu spüren, es hätte jedoch deutlich mehr sein können. […] Dafür bewies die Produktion ein glückliches Händchen bei der Wahl der Darsteller.

[…] Bei der Zürcher Aufführung blieb der Spagat zwischen den gesellschaftskritischen Texten der Originalsongs und der eher oberflächlichen Handlung mit Kitsch bestehen. […] Auch wenn das Konzept nach den Erfahrungen der bisherigen Produktionen nicht weiter bearbeitet wurde, gefiel das Musical mit tollen Showeinlagen und herrlichen Revuenummern.“

Gunnar Habitz: Ich war noch niemals in New York. Ein bisschen zu wenig Lokalkolorit. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 158, Dezember 2012/Januar 2013, Seite 50-51.

„Der Plot wirkt allerdings sehr konstruiert und die Dialoge sind ziemlich dürftig. Vor allem im ersten Teil wird dies und der Mangel an Pointen wettgemacht mit Klamauk und exaltiert agierenden Figuren, etwa der im TV-Studio lauthals keifenden Lisa oder einer bis zur Peinlichkeit karikierten Altersheim-Leiterin. In diesem ganzen Tohuwabohu fallen Lisas schwuler Stylist Fred und dessen Freund Costa sowie der handfeste Naturfotograf Axel mit Sohn Florian (gespielt alternierend von zehn einheimischen Buben) sehr angenehm auf. Dieses Quartett überzeugt und begeistert bis zum Schluss. Das tut, obwohl von der Rolle her nicht eben eine Sympathieträgerin, auch Lisa. Maria und Otto hingegen sind blass und in einem Musical klar fehlbesetzt. Schöne Augenweiden sind die Kostüme und das Bühnenbild, ausgezeichnet gefallen ebenfalls die Choreografie und wie das Ensemble sie umsetzt.

Last, but not least sind da aber vor allem ‚Mit 66 Jahren‘, ‚Griechischer Wein‘, ‚Ich weiss, was ich will‘, ‚Aber bitte mit Sahne’… und gar so mancher Udo-Ohrwurm mehr. Der eine wird nur kurz angespielt, der andere ist in ganzer Länge zu hören; manche sind geschickt, andere forciert in die Handlung eingebaut. Jedenfalls wird ihnen besonders im zweiten Teil der erwartete – und gebührende – Raum eingeräumt. Entsprechend gewinnt das Musical je länger der Abend, desto mehr an Ausstrahlung.“

Rosmarie Mehlin: Unvergessliche Songs zwischen Klamauk und Gekeife. In: St. Galler Tagblatt, 3. November 2012.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Kommentar

Da das Programmheft zur Uraufführung aktuell noch nicht vorliegt, stammen die Angaben aus den seinerzeitigen Presseveröffentlichungen. Die Angaben werden ggf. ergänzt oder geändert, wenn das Originalprogrammheft vorliegt.

Ab Mitte Dezember 2012 übernahm der Schweizer Bandleader und Udo-Jürgens-Freund Pepe Lienhard die musikalische Leitung von „Ich war noch niemals in New York“. Die Laufzeit der Produktion wurde auf Grund der großen Nachfrage bis April 2013 verlängert.

Empfohlene Zitierweise

„Ich war noch niemals in New York [Zürich]“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/ich-war-noch-niemals-in-new-york-zuerich/

Letzte inhaltliche Änderung: 4. Januar 2024.