Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Irma la Douce [Wien]

(ohne Gattungsbezeichnung)

Musik von Marguerite Monnot
Buch und Gesangstexte von Alexandre Breffort

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 4. Juli 1962
Theater in der Josefstadt, Wien, Österreich

Besetzung:  

Premierenchronik

FUA12. November 1956Théatre Gramont, Paris
GBEA17. Juli 1958Lyric Theatre, London
USAEA29. September 1960Plymouth Theatre, New York
DDspr. EA24. Januar 1961Theater der Stadt Baden-Baden
CHEA26. Dezember 1961Komödie Basel
AEA4. Juli 1962Theater in der Josefstadt, Wien
DDREA3. April 1982Volkstheater Rostock

Inhaltsangabe

„Der mittellose Jurastudent Nestor verliebt sich in einem Pariser Vergnügungsviertel in das Freudenmädchen Irma, die von ihren zahlreichen Verehrern ‚la Douce‘ genannt wird. Bei einem Handgemenge gelingt es ihm, Irmas Zuhälter Hippolyte auszuschalten und nun selbst seine Stellung einzunehmen. Doch wenn ihm Irma dann nach ‚Feierabend‘ das verdiente Geld überreicht und von ihren Kunden erzählt, packt ihn die Eifersucht. Er entschließt sich, unerkannt selbst Irmas Freier zu spielen und ihr so viel zu geben, dass sie auf andere Kunden gar nicht mehr angewiesen ist. Jeden Tag verkleidet er sich als reicher älterer Herr namens Oscar und besucht Irma. Diese prahlt nun mit ihrem reichen Freier, erweckt dadurch aber in Nestor die Eifersucht – auf sich selbst! Wie in einem Wahn packt Nestor seine Oscar-Verkleidung zu einem Knäuel zusammen und wirft es in die Seine. Als an den folgenden Tagen Irmas reicher Verehrer ausbleibt, wird Nestor des Mordes an ihm verdächtigt…“

(Verlagsangaben Ahn & Simrock Bühnen- und Musikverlag GmbH, Hamburg, 2023.)

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Video / DVD

Literatur

Kommentar

Da das Programmheft zur Österreichischen Erstaufführung nicht vorliegt, wurden die Angaben dem Onlinearchiv des Theater in der Josefstadt entnommen [https://www.josefstadt.org/programm/stuecke/archiv-19231924-19971998/stueck/irma-la-douce.html, aufgerufen 1. September 2023].

Der Name des deutschen Buchübersetzers und Bearbeiters wird im Programmheft der deutschsprachigen Erstaufführung nicht genannt. Das im Bühnenverlag Strassegg (Bad Reichenhall) erschienene Textbuch nennt Ivo Kohorte als Übersetzer. „Ivo Kohorte“ ist ein Pseudonym für Hannes Tannert, der seinerzeit Intendant in Baden-Baden war und auch die Regie führte. Ob Tannert das französische Original oder die britische Bearbeitung übersetzte und bearbeitete ist unklar.

Am 14. Februar 1962 kam eine Inszenierung am Münchner Boulevardtheater „Die kleine Freiheit“ heraus. Eckart Hachfeld und Max Colpet bearbeiteten die Fassung von Ivo Kohorte, Max Colpet schrieb neue Liedtexte.

Der Kinofilm basiert auf dem Bühnenstück, doch ist es kein Musikfilm. Die Kompositionen von Marguerite Monnot werden nicht genutzt.

Empfohlene Zitierweise

„Irma la Douce [Wien]“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/irma-la-douce-wien/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. September 2023.