Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Jekyll & Hyde [Bremen]

Musical

Musik von Frank Wildhorn
Buch und Lyrics von Leslie Bricusse
Deutsche Übersetzung von Melitta Edith

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 19. Februar 1999 
Musical-Theater, Bremen, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Folgende Rollen werden außerdem gespielt von:

Premierenchronik

USAUA28. April 1997Plymouth Theatre, New York
DDspr. EA19. Februar 1999 Musical-Theater, Bremen
AEA29. September 2001Theater an der Wien, Wien

Inhaltsangabe

Nach dem Tod seines Vaters gibt sich der Arzt Henry Jekyll in seinen Versuchen immer mehr dem Ziel hin, Gut und Böse im Menschen mittels eines Serums trennen zu können. Obwohl kurz vor der Hochzeit mit seiner Verlobten Lisa, startet Jekyll einen Selbstversuch. Die Abgründe seiner Seele offenbaren sich in seinem zweiten bösen „Ich“ – Mr. Hyde -, der seine Triebe auslebt. Viele Opfer dieses Unmenschen bleiben auf der Strecke, bis Jekyll/Hyde selbst den Tod findet und die Erlösung.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Allerdings sind nahezu drei Stunden Aufführungsdauer denn doch etwas zu viel des Guten. Zugunsten der Integration von am Broadway gestrichenen Songs wie „Ich muß erfahren“ („I need to know“) und „Schafft die Männer ran“ („Bring on the men“) in die Bremer Version wären andere Striche ratsam gewesen. Davon abgesehen: das Orchester unter der versierten musikalischen Leitung von Koen Schoots beeindruckt durch üppigen Klang – mit 22 Musikern ist es wesentlich größer als am Broadway! – und dürfte auch dem bei der Premiere anwesenden Komponisten Freude bereitet haben.

[…] Regisseur Dietrich Hilsdorf wollte sich offensichtlich beim Inszenieren nicht auf das bloße Erzählen dieser spannenden Geschichte beschränken, nein, es darf bei einem deutschen Regisseur schon ein bißchen bedeutsamer sein als das gängige, flache Musical-Einerlei. Und prompt weht ein Hauch deutscher Stadt- und Staatstheater-Atmosphäre über die Bühne…[…]. Abgesehen von derart Bedeutungsschwangerem ist Hilsdorf aber nichts Aufregendes eingefallen, wenngleich handwerklich solide arrangiert wird, was aber natürlich nicht ausreicht, um einige Szenben vor Längen zu bewahren und die Story so zu erzählen, daß das Schicksal der Charaktere anrührend über die Rampe kommt.

[…] Erfreulicherweise steht in Bremen ein ausgezeichnetes Ensemble auf der Bühne. […] Verstecken muß sich „Jekyll & Hyde“ überhaupt nicht. Im Gegensatz zu manch anderer Großproduktion der letzten Jahre kann man in Bremen immerhin ein Musical mit einer interessanten Story und musikalischen Highlights erleben. Außerdem ist es größtenteils gelungen, das aufzubieten, was deutsche Besucher erwarten: optische Opulenz!“

Gerhard Knopf: Jekyll & Hyde. Der herbeigesehnte Aufschwung für Bremen … und der neue Hit der deutschen Musicalszene?. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 76, April/Mai 1999, Seite 4-7.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Literatur

Kommentar

Nach den Tryout in Texas (1990) fand bereits 1995 eine US-Tour statt. Ab dem 5. September 1996 startete die Major Road Theatre Company im Warwick Arts Theatre, Coventry, eine Tournee in Großbritannien. 

Melitta Edith, Übersetzerin von „Jekyll & Hyde“ in Bremen, war ein Pseudonym der Lisa-Darstellerin Susanne Dengler.

Empfohlene Zitierweise

„Jekyll & Hyde“ [Bremen]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/jekyll-and-hyde-bremen/

Letzte inhaltliche Änderung: 31. Juli 2021.