Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Jimmy Dean (La Légende de Jimmy)

Rockoper

Musik von Michel Berger
Buch und Gesangstexte von Luc Plamondon
Deutsche Fassung von Diana Anders und Jürgen Schwalbe

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 26. September 1993
Junges Theater Casa Nova Essen, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:

Premierenchronik

FUA22. September 1990Theatre Mogador, Paris
DEA26. September 1993Junges Theater Casa Nova, Essen

Inhaltsangabe

„1. Akt. Friedhof von Fairmount – heute. Auf dem Friedhof von Fairmount, Indiana, begegnen sich ein junger Mann und ein junges Mädchen am Grab ihres Idols. Sie treffen auf zwei Figuren aus dem Jenseits: den Pfarrer James DeWeerd und die Schauspielerin Pier Angeli, zwei Menschen, die in Jimmys Leben wichtige Rollen spielten. (Auf der leeren Leinwand / Sterben wie er / Ein vergessener Stern). Pier Angeli und DeWeerd laden die beiden jungen Leute zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Gemeinsam erleben sie Szenen aus dem Leben James Deans.

Fairmount – 1947/48. (All American Boy / Cool Cat / Little Jimmy / Der ewige Rebell / Silverscreen).

Los Angeles – 1949/50. (Terminal / Fünf) Jimmy schließt einen teuflischen Pakt.(Lieben darfst du nicht / Swimming-Pool-Parties / Drugstore Matador / Jimmy, love me).

Friedhof von Fairmount – heute. (Du ähnelst ihm / Die Legende von Jimmy).

2. Akt. New York – 1950-54.(New York City Nineteenfifty / Mein Dämon / Der ewige Rebell (Reprise) / Mister Actor’s Studio / Life Magazine). Die Begegnung mit der Agentin Jane Deacy verschafft James Dean wichtige Rollen – und erste große Erfolge. Für seine Broadway.Rolle in André Gides „L’immoraliste“ wird er mit dem „Tony-Award“ ausgezeichnet.

Friedhof von Fairmount – heute. (Mon seul amour mon seul ami)

Hollywood 1954. (Tonight is the night). Während der Dreharbeiten zu „East of Eden“ lernt Jimmy Pier Angeli kennen (Corrida). Am 23. November 1954 heiratet Pier Angeli den italienischen Sänger und Schauspieler Vic Damone. (Jimmy, love me (Reprise)).

Auf der Straße nach Salinas – 30. September 1955. (Der Unfall / Liebe bringt um)

Friedhof von Fairmount – heute. Der Tag bricht an. Die Reise ist beendet. (Liebe mich so, wie ich bin / Giganten).“

(aus dem Programmheft zur deutschsprachigen Erstaufführung)

Kritiken

„[…] denn was den Premierengästen in dem nur 250 Zuschauer fassenden Haus geboten wurde, war für eine ‚kleine Produktion‘ nämlich fast durchweg ausgezeichnet. Ausnahme: Schwalbes zusammen mit Diana Anders verfaßte deutsche Texte, denen man attestieren muß, daß sie zwar nicht so viele Peinlichkeiten wie die ‚Starmania‘-Übersetzungen bergen, aber leider doch mitunter plump und unzeitmäßig wirken.

[…] Über den jeweiligen Ort und die Zeit der momentanen Handlung informieren neun Monitore und eine Leinwand. Neben Dias und Filmeinspielungen werden darüberhinaus auch sphärische und irreale Stimmungen projeziert, die das bescheidene Bühnenbild (Dreh- und Angelpunkt ist das schlichte, schwarze Grab) von Andreas Szalla gemeinsam mit Nebel- und Lichteffekten stimmungsvoll füllen. Regisseur Jürgen Schwalbe gelingt es in seiner eher minimalistischen Inszenierung, die für dieses Vier-Personen-Stück wichtige, intime Atmosphäre nicht zu zerstören. Trotz der manchmal krassen Zeitsprünge in der gesamt Dramaturgie des französischen Originals strotzen die einzelnen Szenen nur so vor Leben und Dramatik.“

Andreas Luketa: Jimmy Dean – Deutschsprachige Erstaufführung der französischen Rockoper „La Légende de Jimmy“. In: Musicals, das Musicalmagazin, Heft 44, Dezember 1993 / Januar 1994, Seite 6 – 7.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise

„Jimmy Dean (La Légende de Jimmy)“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/jimmy-dean/

Letzte inhaltliche Änderung: 17. Dezember 2019.