Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Lili (Carnival)

Musical in 2 Akten

Musik von Bob Merrill
Text von Helen Deutsch und Michael Stewart
Deutsche Übersetzung von Robert Gilbert

Inszenierung

Deutsche Erstaufführung: 21. Februar 1976
Städtische Bühnen, Hagen, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA13. April 1961Imperial Theatre, New York
CHDspr. EA29. November 1962 Stadttheater, Zürich
GBEA22. November 1962Grand Theatre, Leeds
DEA21. Februar 1976Städtische Bühnen, Hagen

Anmerkung: Die Deutschsprachige Erstaufführung in Zürich wird als Europäische Erstaufführung bezeichnet. Weniger Tage vorher kam es allerdings in Leeds zu einer „Carnival“-Produktion, die am 8. Februar 1963 im Lyric Theater die Londoner Westend-Premiere feiern konnte.

Inhaltsangabe

Lili, ein Waisenmädchen, möchte beim Zirkus und Rummel arbeiten. Sie lernt den charmanten Zauberer Marco kennen, der mit seiner Assistentin Rosalie, der Star des Rummels ist. Lili verliebt sich sofort in ihn. Dann gibt es dort auch den im Krieg verkrüppelten, ehemaligen Tänzer Paul, der mit seinen Handpuppen allerdings auf Grund seines verbitterten Wesens nur wenig Erfolg hat. Während sich Lili vom brüsken Auftreten des Puppenspielers abgestoßen fühlt, freundet sie sich mit seinen Puppen an und ihre Gespräche mit ihnen wird zur Attraktion des Rummels. Zum Schluß muss sich Lili entscheiden, ob sie dem charmanten, aber stetig untreuen Zauberer folgen soll oder beim Puppenspieler bleibt. Als sie von den geliebten Puppen Abschied nimmt, entdeckt sie (wieder?), dass die ganze Zeit hinter den vertrauensvollen Gesprächen ja immer Paul gestanden hat. Sie bleibt bei ihm und will ihn näher kennenlernen.

(Klaus Baberg)

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Kommentar

Das Musical „Carnival“ basiert auf den 1953-Film „Lili“. Dieser wiederum stammt von einer Kurzgeschichte Paul Gallicos unter dem Titel „The Man Who Hated People“, die am 28. Oktober 1950 in der Saturday Evening Post erstmals veröffentlicht wurde. Aus der Kurzgeschichte entwickelte der Autor später das Buch ‚Love of Seven Dolls‘.

Bei der Hagener Inszenierung ist vermerkt, dass die Komposition „Hi Lili“ von Bronislau Kaper aus der Verfilmung aus dem Jahr 1953 im Arrangement von Hans Hofmann verwendet wird.

Empfohlene Zitierweise

„Lili (Carnival)“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/lili-carnival/

Letzte inhaltliche Änderung: 20. August 2022.