Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

LoveMusik

Musical in zwei Akten

Musik von Kurt Weill
Buch von Alfred Uhry nach den Briefen von Kurt Weill und Lotte Lenya
Bearbeiter und Übersetzung von Lys Symonette & Kim Kowalke / historische und musikwissenschaftliche Beratung von Kim Kowalke
Deutsche Dialoge und Songtexte zu „Song of the Rhineland“, „Schickelgruber“, „The Illusion Wedding Show“ von Holger Hauer
Deutscher Songtext zu „Youkali“ von Stefan Troßbach

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 21. Januar 2017  
Musikalische Komödie, Leipzig, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA3. Mai 2007Biltmore Theatre, New York
DDspr. EA21. Januar 2017Musikalische Komödie, Leipzig

Inhaltsangabe

„Das Broadway-Musical von Alfred Uhry basiert auf dem Briefwechsel des Paares, der 1997 unter dem Titel ‚Speak Low (When You Speak Love)‘ von Lys Symonette als Buch herausgegeben wurde. Die Musik setzt sich aus einer Auswahl aus Kurt Weills Œuvre zusammen, darunter Auszüge aus seinen Bühnenwerken, unter anderem aus der ‚Dreigroschenoper‘ und aus ‚Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny‘, sowie bekannte Songs wie ‚Speak Low‘ und ‚September Song‘.“

(aus: Homepage der Oper Leipzig, https://www.oper-leipzig.de/de/programm/lovemusik/81655 [aufgerufen: 25. Juni 2021])

Kritiken

„Mit ‚Speak Low‘ beginnt eine der ungewöhnlichsten Musicalproduktionen der letzten Jahre an der Musikalischen Komödie Leipzig. ‚Sprich leise, wenn du von Liebe sprichst‘ gibt gleich zu Beginn den Grundton des Stückes vor – melancholisch, zart, schwebend. […] In kurzen Szenen mit fast kammerspielartigem Charakter erzählt ‚LoveMusik‘ die Lebens- und Liebesgeschichte Weill/Lenya.

[…] Die Auswahl der Protagonisten ist perfekt. Die Sängerdarsteller von Weill, Lenya und Brecht werden durch das Stück geführt. Die anderen sechs Akteure sind in verschiedenen Rollen zu erleben. Silke Wey zitiert in den schönen Kostümen die 30er- und 40er-Jahre und trägt wesentlich zum Erfolg dieser Produktion bei. […] ‚LoveMusik‘ ist ein Abend der Gefühle, ein Abend, der nie in Gefühlskitsch abdriftet. Das eindringliche Spiel des Orchesters der Musikalischen Komödie unter Christoph-Johannes Eichhorn eröffnet dem Hörer neue Klangwelten bei Kurt Weill – kämpferisch, lasziv und traumverloren, traurig, einsam und albern.“

Lutz Hesse: LoveMusik. Großartige deutschsprachige Erstaufführung. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 184, April/Mai 2017, Seite 12-13.

„Alfred Uhry, der auch das Oscar-prämierte Buch zu ‚Miss Daisy und ihr Chauffeur‘ geschrieben hat, geht leider manches Mal zu wenig auf das Seelenleben der Protagonisten ein. Dieses mag der Auswahl der Lieder geschuldet sein, die zwar passend eingesetzt, aber eben nicht für diese Geschichte geschrieben wurden und entsprechend die Charaktere und ihre Geschichte nicht vorwärts treiben.

[…] Es verwundert ein wenig, dass nicht alle Lieder von Holger Hauer übersetzt wurden, der sich auch für die Dialog-Adaption verantwortlich zeigt. So wirken manche Momente fast wie Fremdszenen und auch für jemand, der der englischen Sprache durchaus mächtig ist, führt der (hier ein wahrlich subjektiver Eindruck) wahllose Gebrauch von deutschen und englischen Gesangstexten zur Irritation.“

Johanna Klaus: Manches Mal ist Liebe nicht so einfach, wie es scheint….Deutschsprachige Erstaufführung von „LoveMusic“ an der Musikalischen Komödie Leipzig. In: blickpunkt musical, Ausgabe 88, 03/2017 Mai – Juli 2017, Seite 42-43.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Publikationen

Empfohlene Zitierweise

„LoveMusik“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/lovemusik/

Letzte inhaltliche Änderung: 20. Januar 2023.