Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Luther – Zwischen Liebe, Tod und Teufel

Pop-Musical

Musik von Thomas Zaufke
Text von Ulrich Michael Heissig

Inszenierung

Uraufführung: 24. Juni 2017
Odertalbühne (Uckermärkische Bühnen), Schwedt, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA24. Juni 2017Odertalbühne (Uckermärkische Bühnen), Schwedt

Inhaltsangabe

„Das Ende des Mittelalters. Die päpstliche Inquisition verbreitet Angst und Schrecken, und die Kirche duldet Willkür, Ausbeutung und Korruption.

Der junge Ordensbruder Martin Luther will eine andere Welt: In 95 Thesen donnert er seinen Zorn an die Schlosskirche zu Wittenberg. Für die einen wird Martin zum Helden, gleichzeitig trachten andere ihm nach dem Leben. Doch seine Waffe ist das Wort. Auf dem Tribunal in Worms bietet er dem Kaiser die Stirn und verteidigt seine Überzeugung mit flammender Zunge. Er wird geächtet und für vogelfrei erklärt. In seinem Versteck auf der Wartburg übersetzt er die Bibel und entzündet damit die Herzen der Menschen, Martin Luther führt sie aus dem finsteren Mittelalter in eine neue, hellere Zeit. Und er verliebt sich. Ausgerechnet in eine Nonne, die ihn fortan nicht mehr aus den Augen lässt.“

Inhaltsangabe Homepage der Uckermärkischen Bühnen [aufgerufen 17. Januar 2023]

Kritiken

„Auch wenn all diese Sachen wirklich nett anzuschauen waren, stellt sich doch die Frage, was dieser Abend wirklich sein möchte – denn in der Summe erinnert es doch mehr an ein kleines Volksfest als einen Theaterabend, der sich selbst als so wichtig empfindet, dass er allein stehen bleiben darf.

Dass die Entscheidung, was das Stück eigentlich sein möchte, ebenfalls nicht getroffen wurde, stellt sich leider schnell heraus. […] So gibt es immer wieder Momente, in denen das Gefühl vorherrscht, dass hier nur für das Publikum, nicht aber im Sinne der Geschichte geschrieben wurde. Leider.

[…] Während das Libretto von Heissig so manche Rätsel aufweist und leider auch häufiger eher flache Liedtexte enthält, beweist die Musik von Thomas Zaufke, gespielt von der ‚Band Takayo‘ unter der musikalischen Leitung von Uli Herrmann-Schroedter, der auch für die Arrangements verantwortlich zeichnet, dass dort ein echter Profi am Werk war. Mit starkem Rock-Pop-Sound und vor allem grandiosen Perkussionsequenzen (einstudiert von Andreas van den Brandt) lässt er den Abend musikalisch sehr unterhaltsam werden.

[..] Gerade weil alle anderen Gewerke mit so viel Freude an diesem Stück gearbeitet haben, stimmt es traurig, dass gerade das Buch so viele unbeantwortete Fragen aufwirft.“

Johanna  Klaus: Show-Spektakel über Luthers Weg zur Selbstverwirklichung. Uraufführung von „Luther – Zwischen Liebe, Tod und Teufel“ in Schwedt. In: blickpunkt musical, Ausgabe 89, 04/2017 Juli – September 2017; Seite 12-14.

Empfohlene Zitierweise

„Luther – Zwischen Liebe, Tod und Teufel“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/luther-liebe-tod-teufel/

Letzte inhaltliche Änderung: 17. Januar 2023.