Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Mamma Mia! [Hamburg]

Musical

Musik und Liedtexte von Benny Andersson und Björn Ulvaeus
Einige Songs mit Stig Anderson
Zusätzliches musikalisches Material und Arrangements von Martin Koch
Orchestrierung von Harold Wheeler
Buch von Catherine Johnson
Deutsche Übersetzung der Liedtexte von Michael Kunze
Deutsche Übersetzung des Buchs von Ruth Deny

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 3. November 2002
Operettenhaus, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

GBUA6. April 1999Prince Edward Theatre, London
USAEA15. November 2000Orpheum Theatre, San Francisco
DDspr. EA3. November 2002 Operettenhaus, Hamburg
AEA19. März 2014Raimund Theater, Wien
CHEA11. Juli 2018Seebühne Thunerseespiele, Thun

Inhaltsangabe

„Die Handlung ist auf einer kleinen griechischen Insel angesiedelt, auf der die patente Donna eine Taverne betreibt und damit den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter Sophie bestreitet. Von Männern möchte Donna nichts wissen und Fragen nach Sophies Vater weiß sie stets auszuweichen. Nachdem sich die inzwischen 20-jährige Sophie zur Heirat ihres Angebetenen Sky entschlossen hat, wünscht sie sich sehnlichst ihren noch unbekannten Vater herbei, der sie zum Traualtar führen soll. Beim Stöbern in alten Unterlagen ihrer Mutter findet Sophie ein Tagebuch aus längst vergangenen 70er Jahre-Zeiten, dem sie zu ihrer Überraschung entnehmen muss, dass ihre Mutter seinerzeit wohl noch mehr vom männlichen Geschlecht hielt und sage und schreibe drei Männern für die vorgesehene Rolle des Brautvaters in Betracht kommen. Kurzerhand lädt sie unter Donnas Namen sämtliche in Frage kommenden Väter zu ihrer Hochzeit ein. Donnas Erstaunen ist nicht schlecht, als die gesamte Ex-Lover-Schar nach so langer Zeit wieder auftaucht: ‚Mamma Mia! – es geht schon wieder los!‘ Turbulent wird es erst recht in dem Moment, als sich die beiden besten Freundinnen von Donna zu den Hochzeitsfeierlichkeiten einfinden. Die haben in Erinnerung an gute alte Zeiten natürlich nichts Besseres zu tun, als das gemeinsame Gesangstrio ‚Donna and the Dynamos‘ zu reaktivieren. Für die heiratswütige Sophie und die leidenschaftliche Heiratsgegnerin Donna beginnen bis zur geplanten Hochzeit die zwei aufregendsten Tage in ihrem Leben.“

(aus: Markus Zeller: Mamma Mia!, Der Funke springt über. In: blickpunkt musical, Nr. 01/03, Januar-Februar 2003, Seite 43-47.) 

Kritiken

„Die Abba-Songs, diese Pop-Ikonen, nicht im Original? – das kann ja überhaupt nicht funktionieren! Die Skepsis war groß. Vor der Premiere wurde reichlich geunkt, während der Vorstellung gab es aber bereits immer wieder Szenenapplaus für die deutschen Texte und am Ende wurde lautstark gejubelt. Es funktioniert also doch, blendend sogar!  Möglich gemacht hat das scheinbar Unmögliche Michael Kunze. Er hat die Songtexte fabelhaft übertragen und die deutschen Dialoge von Ruth Deny völlig in den Hintergrund gerückt. ‚Der Sieger hat die Wahl (‚The winner takes it all‘), der Loser hat die Qual‘ – hier ist Kunze der Gewinner. Ob ‚Honey, Honey, der kann’s richtig‘ oder ‚Mich trägt mein Traum (‚I have a dream‘), mich trägt mein Lied, durch Zeit und Raum, was auch geschieht‘, es klingt und fügrt sich so perfekt in die Geschichte, als wären es niemals völlig zusammenhanglose Popsongs gewesen. ‚Mamma Mia!‘ in Hamburg ist keine Compilation-Show mit Rahmenhandlung, worauf es bei deutschen Dialogen und englischsprachigen Songs vermutlich hinausgelaufen wäre, sondern ein richtiges Stück. In der deutschen Fassung bietet es nicht nur den Spaß zu erleben, wie die Abba-Songs in die Handlung eingewoben wurden, sondern zusätzlich die Spannung zu hören, wie die Zeilen im Deutschen klingen. Ein Vergnügen.“

Gerhard Knopf: Mamma Mia!, Ein neuer Hit auf der Reeperbahn. In: musicals, das Musicalmagazin, Heft 98, Dezember 2002/Januar 2003, Seite 4-6.

„‚Mamma Mia!‘ hat einen für deutsche Musicalverhältnisse in diesem Ausmaß nicht mehr für möglich gehaltenen Medienhype ausgelöst, von dem die ganze Branche profitieren kann. Insofern könnte sich das Musical mit den Hits von ABBA zu einem Glücksfall für den Musicalstandort Deutschland entwickeln, der in dieser Show endlich wieder über eine Produktion verfügt, die das Herzeigen lohnt. ‚Mamma Mia!‘ im Hamburger Operettenhaus – perfekt gemachtes Unterhaltungstheater, von dem man noch lange hören wird.“

Markus Zeller: Mamma Mia!, Der Funke springt über. In: blickpunkt musical, Nr. 01/03, Januar-Februar 2003, Seite 43-47.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Mamma Mia!“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/mamma-mia-hamburg/

Letzte inhaltliche Änderung: 18. Februar 2021.