Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Mar i Cel – Der Himmel und das Meer –

Musical nach der gleichnamigen Verstragödie von Àngel Guimerà

Musik von Albert Guinovart
Texte von Xavier Bru de Sala & Dagoll Dagom
Deutsche Fassung von Hartmut H. Forche und Jaime Roman B.

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 16. März 2007
Opernhaus, Halle, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Die Christen:

Die Muslime:

Im Prolog:

In der Traumsequenz:

Premierenchronik

ESPUA7. Oktober 1988Teatre Victòria, Barcelona
DDspr. EA16. März 2007Opernhaus, Halle

Inhaltsangabe

Die Geschichte spielt im 17. Jahrhundert während und nach der Vertreibung der Muslime vom spanischen Festland. Die muslimischen Piraten unter dem Kommando ihres Kapitäns Said kapern ein spanisches Schiff und nehmen alle Überlebende, um sie an der nordafrikanischen Küste als Sklaven zu verkaufen, gefangen. Unter den Gefangenen befindet sich auch die Familie des Vizekönigs von Valencia, so auch des Vizekönigs Tochter Blanca und ihr Verlobter Ferrán. Das Schlimmste vermutend wollen sie lieber sterben, als Sklaven zu werden. Said bewundert den Mut der jungen Blanca und auch immer mehr erkennt die junge Spanierin in dem Piratenkönig eine verletzte Seele, der den Hass zwischen Christen und Muslime ebenso verabscheut, wie sie. Beide verlieben sich ineinander. Um Blanca zu retten bricht Said das Versprechen, dass er seiner Mannschaft gegeben hat. Statt die Gefangenen in Algier auf dem Sklavenmarkt feilzubieten, will er jetzt das christliche Djerba anlaufen und die Gefangenen freilassen. Die Mannschaft erfährt von den Plänen und setzt ihren Kapitän nun seinerseits in Ketten. Dann gelingt den Spaniern an Bord die Mannschaft zu überrumpeln und zu töten. Allein der festgesetzt Said überlebt das Massaker. Trotz der Fürsprache Blancas droht ihm aber nun auch der Tod. Selbst Blancas Versprechen, Ferrán zu heiraten, wenn Said dafür freigelassen wird, verhindert nicht den heimtückischen Mord an dem Piratenkapitän. Blanca löst darauf hin auch ihr Verprechen ein, welches sie Said seinerzeit gegeben hat, und folgt ihm in den Tod.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Das Versdrama „Der Himmel und das Meer“ gehört im katalanischen Teil Spaniens zu den großen Werken der Nationalliteratur. […] Das neu erstarkte Selbstbewußtsein der Katalanen und die Rückbesinnung auf ihre eigenständige kulturelle Ausprägung haben auch das Werk Guimeràs wieder mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. So war es ein durchaus logischer Schritt „Mar i Cel“ 100 Jahre nach der Uraufführung als Musical neu zu beleben. Das war 1988. Seitdem ist es der spanische Musicalerfolg schlechthin.

[…] Und doch: Ein Gefühl mit dieser Produktion nicht an die Grenzen des Möglichen gestoßen zu sein, bleibt. Da ist zum einen die Musik. Sie vermag nicht die Unverwechselbarkeit des Themas zu erreichen. Das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen findet keine musikalische Entsprechung. […] Die Fahrt auf dem Piratenschiff verliert im Laufe des Abends schnell an Tempo. Selbst die vielen Perspektiven der Schiffsposition verlieren ihren Theaterzauber. Dabei geben Bühnenbildner Michael Zimmermann und die Kostüme von José-Manuel Vazquez Auskunft darüber, wie erfolgsorientiert diese Produktion im Kern angelegt ist.

[…] Zweifellos ist „Mar i Cel“ ein wichtiges Stück, eine Parabel von großer aktueller Bedeutung. Auch deshalb gehört es auf die Bühnen in Deutschland.“

Lutz Hesse: Mar i Cel. Deutschsprachige Erstaufführung des spanischen Musicalerfolgs. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 124,  April/Mai 2007, Seite 4-5.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Video-Aufnahmen:

Empfohlene Zitierweise

„Mar i Cel – Der Himmel und das Meer -„. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/mar-i-cel/

Letzte inhaltliche Änderung: 8. März 2021.