Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Natürlich blond (Legally Blonde)

Musical

Musik und Liedtexte von Laurence O’Keefe und Nell Benjamin
Orchestrierung von Christopher Jahnke
Arrangements von Laurence O’Keefe und James Sampliner
Buch von Heather Hach (basierend auf dem Roman von Amanda Brown und der Metro-Goldwyn-Mayer Filmproduktion
Deutsche Liedtexte von Kevin Schroeder und Heiko Wohlgemuth
Deutsches Buch von Ruth Deny

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 21. Februar 2013
Vereinigte Bühnen Wien, Ronacher, Wien, Österreich 

Besetzung:

Premierenchronik

USAUA29. April 2007Palace-Theatre, New York
GBEA13. Januar 2010Savoy Theatre, London
ADspr. EA21. Februar 2013Ronacher, Wien

Kritiken

„Aufbereitet ist die Geschichte von der letztlich gar nicht ‚blonden‘ Blondine als leichte Komödie. Den Charme der Filmvorlage erreicht sie nicht. Die Bühnenversion ist viel flippiger und lauter, schon allein aufgrund ihrer Musik. Ob man diese als schmissig-beschwingt empfindet oder mit ihrem meist vorwärtsdrängenden Tempo als zu aufgekratzt, dürfte Geschmackssache bleiben. Diesbezüglich spielt es keine Rolle, dass in Wien unter der Leitung von Koen Schoots mehr Musiker aufgeboten werden als sonst wo in einer ‚Legally Blonde‘-Produktion.
Obwohl die Figuren ziemlich eindimensional und klischeehaft sind, gelingt es der turbulenten Musicalversion, mit ihrer positiven Grundstimmung gute Laune zu verbreiten. Ob man der Geschichte nun abgewinnt, dass es im Leben darum geht, sich selbst treu zu bleiben, einfach zu sein, wer man ist, bleibt zweitrangig – man kann sich auch ohne ‚Message‘ frei unterhalten.“

Gerhard Knopf: Natürlich blond, Bunt und schnell – die deutschsprachige Erstaufführung im Wiener Ronacher. In: musicals, das Musicalmagazin, heft 160, April/Mai 2013, Seite 4-7.

„Die Show beginnt mit einer sehr pompösen Ensemblenummer (‚Oh mein Gott‘), die dem Publikum von vorneherein klar macht, was es den weiteren Abend erwartet. Nämlich eine typisch amerikanische Story. Das Ensemble selbst präsentiert sich als schrille, selbstbewusste und nicht ganz so intelligente Truppe. Leider fällt schon bei der ersten Nummer auf, dass man es sehr schlecht versteht, sodass es einige Zeit braucht, bis einem der Sinn des Liedes ‚Oh mein Gott‘ klar wird. So geht es den ganzen Abend weiter, denn die Aussprache des Ensembles verbessert sich im Laufe der Show nicht. Was ebenfalls auffällt, sind die übertriebenen amerikanischen ‚Cheerleader‘-Gesten, die in fast jedem Ensemblelied vorkommen. Dadurch wirken die Nummern manchmal sehr aufgesetzt.  
Barbara Obermeier hingegen füllt ihre Rolle der Elle mit Leben. Sie macht in dem Stück wohl die größte Entwicklung durch, vom Highschool Girl zur erfolgreichen Harvardstudentin und Anwältin. Diese kann man als Zuschauer sehr gut nachvollziehen, da sie den Entwicklungsprozess authentisch spielt und sich in Höhen und Tiefen der Figur hineinversetzen kann. Hin und wieder sieht man ihr die Anstrengung der Rolle aber schon an, denn sie ist fast immer auf der Bühne und muss zur gleichen Zeit singen und tanzen.“

Martina Pallinger: Eine Blondine auf dem Weg zu sich selbst, Deutschsprachige Erstaufführung Natürlich Blond in Wien. In: blickpunkt musical, Ausgabe 63, März-Mai 2013, Seite 32-34.

Empfohlene Zitierweise

„Natürlich blond“ („Legally Blonde“). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/natuerlich-blond/

Letzte inhaltliche Änderung: 19. November 2019.