Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

O lala, Mademoiselle!

Musikkomödie

Musik von Conny Odd
Buch von Klaus Eidam
Frei nach „Die Tochter der Madame Angot“ von Charles Lecocq

Inszenierung

Uraufführung: 30. Juni 1972
Musikalische Komödie, Leipzig, DDR

Besetzung:

Leute aus den Hallen:

Leute aus dem Palais Luxembourg:

Satyrspiel (Ballett im 6. Bild):

Premierenchronik

DDRUA30. Juni 1972Musikalische Komödie, Leipzig

Kritiken

„Ciboulette hat Witz, Charme und Selbstbewußtsein und ihr wird ausreichend Gelegenheit gegeben, das zu beweisen sowohl gegenüber der Directoire-Gesellschaft, gegenüber Barras. Mit Edouard – auch ein Mann des vierten Standes – tritt ihr ein ebenbürtiger Partner zur Seite. Er führt die Aktion zu ihrer Befreiung an. Das ist, nebenbei gesagt, eine der besten Szenen des ganzen Stückes.

[…] Die profiliertere Gestaltung des Volkes in ‚O lala, Mademoiselle‘ rührt wohl von der detaillierteren Zeichnung im Individuellen her. Die Masse hat viele Gesichter: sympathische (man denke vor allem an Javotte), auch kleinliche oder kleinmütige, die aber das Liebenswerte nicht verlieren. Und man erlebt die Leute aus dem Volk in verschiedenen Situationen: kritischen, angenehmen, heiteren, überschäumenden, auch solchen, die Standhaftigkeit, Bewährung und Zupacken erfordern.  […] Heiter und witzig dagegen und das ist ein nachahmenswertes Beispiel, sind die beiden Polizeispitzel Gabardin und Luchard in ‚O lala, Mademoiselle‘.“

Eckart Kröplin: Besseres vom heiteren Musiktheater. In: Theater der Zeit, Heft 11 / 1972, Seite 28 – 30.

„Der Zufall und die Historie walte jedenfalls nach Kräften in Klaus Eidams Libretto, das in der Wahl manchen Motivs anFalls „Madame Pompadour“ oder an Shaws „Pygmalion“ erinnert und mit Aphorismen wie „Moral unterscheidet die ehrlichen Leute von den einflußreichen“ Offenbachs Geist am ehesten zitiert.

[…] Conny Odd weiß eine gängige Musik zu schreiben, die mit barocken Schnörkeln und parodistischen Zitaten von Händel bis Lortzing die Hofszenen mit vitalem Rhythmus und eingäniger Melodik zumindest bei denen volkstümlich macht, die heute über Vierzg sind und ihre Hörgewohnheiten seinerzeit bei Dostal, Schröder, Raymond und anderen Operettenbarden der vorigen Generation geschult haben.

Was in Leipzigs Musikalischer Komödie auf die Bretter gebracht wird, ist den auch kaum die anspruchsvolle Musikkomödie, sondern die große historische Operette mit von Erwin Leisters Regie geschickt gebautem Revuefinali und musikantischer Verve im Dirigat Ralph Ranks.“

Georg Antosch: Jeanne d’Arc aus den Markthallen. „O lala, Mademoiselle!“ in Leipzig. In: Neue Zeit, Zentralorgan der Christlichen-Demokratischen Union Deutschlands, Nr. 164, 13. Juli 1972.

Empfohlene Zitierweise

„O lala, Mademoiselle!“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/o-lala-mademoiselle/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. November 2020.