Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Rocky Horror Picture Show (The Rocky Horror Show) [Wien]

Musical

Musik, Buch und Texte von Richard O’Brien
Deutsche Übersetzung von Horst Königstein
Musik-Arrangements von Gerhard Mayer und Andy Radovan
Musik-Playback von Motiva Studio (Toningenieur: Christian Cebris)

Inszenierung

Österreichische Erstaufführung: 17. Dezember 1983
Schauspielhaus, Wien, Österreich

Besetzung:  

Premierenchronik

GBUA19. Juni 1973Royal Court Theatre Upstairs, London
USAEA10. März 1975Belasco Theatre, New York
DDspr. EA20. Januar 1980Theater der Stadt Essen
AEA17. Dezember 1983Schauspielhaus, Wien
CHEA9. Februar 1989Stadttheater Bern
DDREA17. Juni 1990Theater des Friedens, Halle/Saale

Inhaltsangabe

Das Stück erzählt die Geschichte der verklemmten Verlobten Brad Major und Janet Weiss, die – in den 1950er Jahren – während eines nächtlichen Unwetters auf dem Weg zu ihrem väterlichen Freund Dr. Everett Scott sind. Mitten in einer verlassenen Gegend haben sie eine Autopanne und versuchen deshalb, irgendwo ein Telefon aufzutreiben. Dabei gelangen sie an ein Schloss, wo sie zwar nicht telefonieren können, jedoch Zeuge unglaublicher Geschehnisse werden. Der Herr und Meister Frank-n-Furter, ein extrovertierter, Straps und Korsett tragender Transsexueller, lässt die beiden nicht mehr aus seinen Fängen. So müssen sie der Entstehung des künstlichen Hominiden Rocky beiwohnen, der ganz auf die sexuellen Bedürfnisse seines Schöpfers hin konstruiert ist. Auch einen Mord müssen sie mit ansehen und einem Kannibalenmahl beiwohnen. Im weiteren stürmischen Verlauf der Nacht besucht der Hausherr nacheinander Janet und Brad in ihren getrennten Schlafzimmern, gibt sich jeweils als der andere aus und entjungfert beide. Irgendwann ertappt Brad seine Verlobte sogar mit Rocky, worüber auch Frank-n-Furter erzürnt ist. Schließlich lässt der Hausherr alle in erotischer Unterwäsche den freien Sex besingen, einschließlich des eingetroffenen, im Rollstuhl sitzenden Dr. Scott, der für die Regierung UFOs aufspürt. Dies wird Riff-Raff und Magenta, zwei Hausangestellten, zu viel. Sie unterbrechen die Feier. Es stellt sich heraus, dass sie alle von einem anderen Planeten kommen, doch Franks Mission ist irgendwie schief gegangen. Die beiden erschießen Frank, Rocky und aus Versehen die flippige Columbia, die ebenfalls zufällig in die Versammlung geraten ist. Janett, Brad und Dr. Scott entkommen dem Ort des süßen Schreckens unversehrt, doch nicht unverändert, während Riff-Raff und Magenta sich mit dem Schloss ins Weltall beamen.

(Wolfgang Jansen)

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Video / DVD

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Rocky Horror Picture Show“ („The Rocky Horror Show“) [Wien]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/rocky-horror-picture-show-wien/

Letzte inhaltliche Änderung: 31. Mai 2024.