Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Salzsaga

Musical

Musik von Klaus Ammann
Text von Barbara Mende nach Ludwig Ganghofers „Der Mann im Salz“
Idee von Nikolaus Bielka

Inszenierung

Uraufführung: 12. April 2003
Theater am Königssee, Schönau, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA12. April 2003Theater am Königssee, Schönau

Inhaltsangabe

Im frühen 17. Jahrhundert kommt der Jäger Adelwart auf der Suche nach einer neuen Anstellung und von Hexenverfolgung und Bigotterie angeekelt ins Berchtesgadener Land. Dort trifft er auf die bezaubernde Madda. Für ihn Liebe auf den ersten Blick, der von ihr aber – vorerst – nicht erwidert wird. Stattdessen verliebt sich Johanna in den feschen Jäger, der sie in Schutz nimmt vor Übergriffen der Bevölkerung. Doch als er erfährt, dass Johanna die Tochter des Henkers ist, wendet er sich ab von ihr. Inzwischen ist Adelwart im Salzbergwerk beschäftigt. Allerdings ist er für die anderen Bergleute eine Bedrohung, da seine Sprengungen mehr Salz hervorbringen, als bei ihnen. Als jedoch bei einer seiner Sprengungen eine Mumie freigelegt wird – der Mann im Salz – wittern die anderen, dass er mit dem Teufel im Bund sein muss und er wird eingesperrt. Madda, die auch der Hexerei bezichtigt wird, sitzt mit im Hexenturm ein. Der Scheiterhaufen droht beiden. Johanna, die von der Liebe Adelwarts zu Johanna weiß, befreit die zum Tode verurteilten, die sich zusammen in eine neue Zukunft fernab von Aberglauben, Ketzerei und Zwietracht aufmachen.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Das Foyer des Theaters am Königssee hat den Charme einer provinziellen Tourismusmesse, der nachgebaute Bergwerkstollen zum Zuschauerraum lässt hoffen, ist für die über 1.300 allabendlich erwarteten Besucher jedoch viel zu eng, damit aber passend zur Bestuhlung. Die Sicht lässt zu wünschen übrig, andererseits ist die Bühne so breit, dass man irgendeinen der verschiedenen Schauplätze schon sieht. […] Was diesen Musicalabend so unerquicklich macht, sind in erster Linie die Texte (Barbara Mende) und das Fehlen einer erkennbaren Regie (Barbara Mende / Beate Igel).

[…] Der Musicalabend versprüht allenfalls den Charme der Aufführung einer ländlichen Laienbühne im Festsaal eines großen Gasthofes – aber nicht etwa, weil tatsächlich Laiendarsteller und Schauspieler gemeinsam auf der Bühne stehen, sondern weil sie von der Regie scheinbar völlig allein gelassen wurden. Jeder spielt halt so gut er kann.

[…] Mit dem musikalischen Mix aus sakralen Klängen und volkstümlichen Rhythmen, aus Pop und Rap gelingt Komponist und Big-Band-Leader Klaus Ammann zwar auch kein Spannungsbogen, doch Soli und Duette lassen immer wieder aufhorchen.“

Gerhard Knopf: Salzsaga. Musicalisches Laientheater. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 101, Juni/Juli 2003, Seite 76-77.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Salzsaga“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/salzsaga/

Letzte inhaltliche Änderung: 5. September 2022.