Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Song & Dance

ohne Gattungsbezeichnung

Musik von Andrew Lloyd Webber
Text von Don Black
Deutsche Übersetzung von Michael Kunze

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Oktober 1987
Deutsches Theater, München, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung: 

Song:

Dance:

Premierenchronik

GBUA26. März 1982Palace Theatre, London
USAEA18. September 1985Royale Theatre, New York
DDspr. EA10. Oktober 1987Deutsches Theater, München

Anmerkung: Die deutschsprachige Premiere war der Beginn einer Tournee (Norsk Konsertdireksjon).

Inhaltsangabe

„Ein junges Mädchen verläßt sein Heimat, geht voller Träume und Ambitionen nach New York. Hier lernt sie Amerika und sich selbst kennen. Erzählt wird diese Geschichte in den 18 Songs. […] Die Personen, über die in den Songs berichtet wird, werden nur existent durch das gestalterische Können der Sängerin in der Phantasie des Publikums.

[…] In dem zweiten, getanzten Teil beherrscht das Ballett die Bühne. Hier wird die Geschichte des Mädchens fortgeführt aus der Sicht der männlichen Partner. Hier sind es Solo-Tänzer und Ensemble, die voll überzeugen müssen.“

(aus dem Programmheft zur Tournee, 1987.)

Kritiken

„Was bei dieser Produktion bedauerlicherweise kaum Stimmung erzielen konnte, war der englische Bühnenbildner Roger Glossop. Mit den rasch verschiebbaren Möbelstücken hätte sich durchaus so etwas wie stimmige Atmosphäre aufbauen lassen, nur die dahinter auftauchenden Projektionen (u.a. New Yor in diversesten Variationen) waren von einer kunterbunten Künstlichkeit, die jeglicher Stimmung gebrachen und keinerlei Gespür für die erträgliche Portion Kitsch erkennen ließen. Dem Licht-Designer John B. Read allerdings gelang ein ausgezeichneter ‚Dance‘-Teil.

Daß sich in dieser Umgebung doch mit und über Emma lachen aber auch mitfühlen ließ, war nicht das Verdienst vom Regisseur Anthony van Laast, dem anscheinend nur unsinnige Umkleidemätzchen eingefallen sind […], sondern war Angelika Milster zu danken, die mit grellblondem Haar und einem Koffer ins tosende Leben New York’s zog. Mit ausladender und strapazierfähiger Stimme wird sie allen Nuancen dieser Partie gerecht.

[…] Nach der Pause standen dann eine excellente Ballettkompanie aus London auf der Bühne; Tänzerinnen und Tänzer, die ihren Part bereits in Großbritannien getanzt haben […]. Allen voran als Solotänzer agierte der wahrlich furiose Wayne Sleep. er wirbelt über die Bühne, fegt von links nach rechts, springt und steppt mit derart atemberaubender Gewandtheit und Präzision durch die Choreographie von Anthony van Laast, der hier beweisen kann, daß auf diesem Gebiet eindeutig seine Meriten liegen. Seine Choreographie hat Charme, Tempo und Witz und verbindet Modern Dance, Stepptanz und klassisches Ballett in vorbildlicher Weise.“

Gerhard Knopf: Song & Dance. Tourneestart von Andrew Lloyd Webbers zweigeteiltem Abend in München. In: Das Musical [später: musicals, Das Musicalmagazin], Heft 8, Dezember 1987/Januar 1988, Seite 13-14.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Kommentar

Als Untertitel (Gattungsbezeichnung) wurde bei der Uraufführung im Palace Theatre, London, “ A Concert for the Theatre“ gewählt.

Gitte Haennings LP „Bleib noch bis zum Sonntag“ erreichte in den deutschen LP Charts 1987 einen Platz unter den Top-50. Die Single „Freu dich bloß nicht zu früh“ kam auf Platz 10 in den Single-Charts.

Empfohlene Zitierweise

„Song & Dance“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/song-and-dance/

Letzte inhaltliche Änderung: 28. November 2022.