Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Strike Up the Band (Cheese!) [Basel]

Musical

Musik von George Gershwin
Songtexte von Ira Gershwin
Buch von George S. Kaufman
Deutsche Übersetzung (Songtexte) von Franz Wittenbrink
Deutsche Übersetzung (Dialoge) von Stefan Bachmann und Judith Gerstenberg

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 14. Mai 1999
Theater (Komödie), Basel, Schweiz

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA14. Januar 1930Times Square Theatre, New York
CHDspr. EA14. Mai 1999 Theater (Komödie), Basel
DEA8. Dezember 2007Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen
AEA25. Mai 2024Landestheater, Linz

Inhaltsangabe

Wirtschaftskrieg um Käse. Auslöser ist der Protest der Schweiz gegen US-Zölle auf die Einfuhr dieser Milchprodukte. US-Käsefabrikant Fletcher muss erst einmal nachschauen wer und was überhaupt diese ‚Schweiz‘ ist. Den Alpgenossen wird man es schon zeigen und schon wird eine Militärabteilung in die Alpen geschickt. Doch während die Schweizer Armee nirgends zu finden ist, gewöhnen sich die Amis schnell an Kreditkartenzahlungen, Visa-Quittungen und die permanente Freundlichkeit der Eidgenossen, die zwar einen Sieg möglich, aber auch für beide Seiten erträglich macht.

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Eigentlich müßte man dieser europäischen Erstaufführung die Respektlosigkeit vorwerfen, mit der sie sich am hehren Namen Gershwin vergreift. Wenn der Abend nur nicht so zum Totlachen wäre. Stefan Bachmann, einer der gefragtesten deutschen Jungregisseure, mischt hier mal eben das Genre Musical auf – virtuos, gründlich und mit viel Ironie. Die leichte Hand, mit der er von Marx-Brothers bis Melodram das amerikanische Selbstverständnis parodiert, der Einfallsreichtum, mit dem er wirklich sämtliche Klischees verbrät – all das macht einen deutlichen Qualitäts-Unterschied zu so vielen ’normalen‘ naiv und aufrichtig vor sich hinerzählenden Musical-Inszenierungen aus. Die mit dem Untertitel ‚Cheese!‘ versehene Aufführung spielt meisterhaft mit dem Tempo, mit den Körpern der Schauspieler, mit der Textvorlage und, heiliger Gershwin, auch mit den Songs.

[…] Alle Schauspieler singen ziemlich gut, allerdings eher im Chanson- und Brecht-Stil denn im schmeichelnden Broadway-Sound. Dafür glänzen sie mit ihrem leicht absurden Sinn für Slapstick und Komik, am berückendsten Tilo Nest als Fletcher, Stefan Saborowski als sein Assistent Harper und Christoph Müller als Geheimagent.“

Angela Reinhardt: Strike Up the Band, Ebenso respektlos wie virtuos. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 78, August/September 1999, Seite 82-83.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Kommentar

Die Premiere des ersten Tryouts erfolgte am 5. September 1927 im Shubert Theatre, Philadelphia. In einer überarbeiteten Fassung feierte das Stück seine Uraufführung am 14. Januar 1930 in New York, die Tryout-Fassung verschwand. 

Das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, führte in deutscher Erstaufführung am 8. Dezember 2007 die wiederhergestellte 1927er-Fassung von Tommy Krasker in deutscher Übersetzung von Roman Hinze auf. 

Empfohlene Zitierweise

„Strike Up the Band“ („Cheese!“) [Basel]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/strike-up-the-band-basel/

Letzte inhaltliche Änderung: 23. September 2024.