Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Tanz der Vampire [Stuttgart]

Musical

Musik von Jim Steinman
Orchestrierung von Steve Margoshes
Vocal-Tanzarrangements von Michael Reed
Zusätzliche Orchesterarrangements (Stuttgart) von Adrian Werum
Text von Michael Kunze

Inszenierung

Deutsche Erstaufführung: 31. März 2000 
Musical Hall, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

AUA4. Oktober 1997Raimund Theater, Wien
DEA31. März 2000Musical Hall, Stuttgart
ESTEA7. November 2000Linnahall Arena, Tallin
USAEA9. Dezember 2002Minskoff Theatre, New York
PLEA1. Oktober 2005Roma Teatr Muzyczny, Warschau
JEA2. Juli 2006Imperial Theater, Tokio
HUNEA30. Juni 2007Pesti Magyar Szinház, Budapest
BEA9. September 2010Stadsschouwburg, Antwerpen
SKEA3. Mai 2011Staré Divadlo Karola Spisáka, Nitra
RUSEA3. September 2011State Theatre of Musical Comedy, St. Petersburg
FINEA10. September 2011 City Theater, Seinäjoki
FEA16. Oktober 2014Theatre Mogador, Paris
CZEA12. Februar 1917GoJa Music Hall, Prag
CHEA18. Februar 2017Theater, St. Gallen
DKEA30. Januar 2020Det Ny Theater, Kopenhagen

Inhaltsangabe

„Professor Abronsius, berühmter Vampirforscher aus Königsberg, wird auf seiner Expedition nach Transsylvanien von Alfred begleitet, einem schüchternen jungen Wissenschaftler. In einem wenig vertrauenerweckenden Gasthaus stoßen sie auf Unmengen von Knoblauch – für den Professor ein untrüglicher Hinweis auf Vampire. Alfred verliebt sich Hals über Kopf in Sarah, die wunderschöne Tochter der jüdischen Wirtsleute Chagal und Rebecca. Als Sarah plötzlich verschwunden ist, machen sich Alfred und der Professor nach dem nahen Schloß auf – der Professor, um dem Geheimnis der Vampire auf den Grund zu gehen – und Alfred, um Sarah zu befreien!Die beiden unerschrockenen Forscher treffen auf Graf Krolock, den Herrn des Schlosses, Herbert, seinen Sohn, und den buckligen Hausknecht Koukol, schließlich auch auf Chagal, der inzwischen ebenfalls zum Vampir wurde. Von weitem hören sie Sarah ein Liedchen trällern, die sich auf ihren glanzvollen Auftritt im Schloß vorbereitet. Graf Krolock, hat zum großen Jahresball geladen und die ganze vampirische Verwandtschaft steigt aus ihren Gräbern. Die Sterblichen rauben den Kreaturen der Finsternis ihre reizende Beute, Sarah. Schon scheinen sie dem Abenteuer mit heiler Haut entkommen zu sein, doch steht noch eine überraschende Wendung der Dinge bevor…“

(von: Hompage VBW, abgerufen am 29. Juli 2021)

Kritiken

„Erstmals haben die Vereinigten Bühnen Wien eine komplette Eigenproduktion ins Ausland verkauft – was Intendant Rudi Klausnitzer allen Grund zur Freude bereitete, stürzte die Wiener Musicalfans in tiefe Trauer. [….] Aber keine Angst: die Stuttgarter Aufführung ist gut besetzt und dank der vielen deutschsprachigen Ensemble-Mitglieder auch weit besser verständlich als die bisherigen Stuttgarter Musicals.

[…] Neben einigen marginalen Änderungen […] haben Roman Polanski, Michael Kunze und Jim Steinman auch eine neue Szene eingebaut, und zwar anstelle des nicht besonders originell choreografierten Traumballetts mit den roten Stiefeln im ersten Akt. Nachdem Sarah Alfred ins Haus geschickt hat, singt sie jetzt auf die Rock-Version der Melodie „Draußen ist Freiheit“ noch einmal ihr ganzes Verlangen nach Veränderung hinaus, dazu tanzen einige Vampir-Paare im Hintergrund. Die Szene geht dann in ein flehendes, choralartiges Gebet der Dorfbewohner samt Rebecca und Alfred über, gegen das Sarah und Krolock ansingen – ein bisschen viel ‚Les Mis‘-Pathos, aber ein starkes Bild.

[…] So bleibt am Schluß nichts weiter übrig, als dieses Musical bei jedem Wiedersehen uneingeschränkt zu bewundern: die gelungene Adaption der Vorlage, die das Filmdrehbuch an einigen Stellen deutlich verbessert, die flüssigen und stets zur Musik passenden Lyrics von Michael Kunze mit ihrem oft übersprudelnden Ideenreichtum (etwa in der Bibliotheks-Arie des Professors), die gleichmäßige Verteilung von Witz und Tiefsinn auf allen Figuren, Menschen wie Vampire – und den Bezug zum Heute, sowohl in Dennis Callahans Choreografie mit ihrer erotisch aufgeladenenen Angriffslust und dem coolen Schulterzucken, als auch in Sue Blanes Vampir-Kostümen mit ihren Lederrocker-Assoziationen.“

Angela Reinhardt: Tanz der Vampire. Das Musical ‚made in Vienna‘ muss sich vor Broadway- und West-End-Konkurrenz nicht verstecken. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 83, Juni/Juli 2000, Seite 8-11.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Empfohlene Zitierweise

„Tanz der Vampire“ [Stuttgart]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/tanz-der-vampire-stuttgart/

Letzte inhaltliche Änderung: 21. Februar 2024.